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De Hoop Nature Reserve neben dem südlichsten Punkt von Afrika

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Das De Hoop Nature Reserve zählt mit seiner weißen Dünenlandschaften definitiv zu einer der schönsten Nationalparks am Western Kap in Südafrika. Aber das Hoop Nature Reserve hält noch weitere Überraschungen bereit und ist immer noch ein Geheimtipp.

Das De Hoop Nature Reserve liegt direkt am Indischen Ozeans in der Overberg Region und umfasst etwa eine Größe von 36.000 ha, sowie etwa 45 km Küstenlänge. Außerdem gehört es seit 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Der südlichste Punkt von Afrika

Bevor es zum De Hoop Nature Reserve geht wartet am noch ein nicht unwesentliches Highlight auf dich. Quasi direkt nebenan, nur etwa 85 km östlich entfernt, liegt Kap Agulhas, der südlichste Punkt von Afrika. Viele denken immer noch, dass das Kap der Guten Hoffnung auf der Kaphalbinsel der südlichste Punkt Afrikas ist, es ist aber nur der südwestlichste Punkt des Kontinents.

Auch wird Kap Agulhas als der Punkt markiert bei dem der Atlantische und der Indische Ozean auf einander treffen. Du kannst also nur wenige Meter voneinander getrennt den Fuß in die beiden Ozeane stecken.

Markant ist hier außerdem der Agulhas Leuchtturm, der zweitälteste noch genutzte in Südafrika. Seit 1973 ist der Leuchtturm ein Nationales Denkmal. Wenn er geöffnet ist, hast du von ihm einen tollen Rundumblick.

Am Südlichsten Punkt des Kontinents Afrika

Am Südlichsten Punkt des Kontinents Afrika

Der Leuchtturm am Kap Agulhas

Der Leuchtturm am Kap Agulhas

Geschichte des De Hoop Nature Reserve

Die Overberg Region wurde im frühen 18. Jahrhundert kolonisiert und über 100 Jahre haben sich dort Farmen mit Pferde-, Schaf- und Rinderzüchtung, sowie auch Getreidezüchtung etabliert. Einer der ersten registrierten Farmer in dieser Gegend war Pieter Lourens Cloete, dessen Farm unter dem Namen „Hope Farm“ bekannt war.

Im Jahr 1956 wurde die De Hoop Farmen aufgekauft und 1957 das De Hoop Nature Reserve gegründet. In den darauffolgenden Jahren wurde das Naturreservat um immer mehr Land erweitert. In 1986 kam außerdem das Marine Protected Area (Meeresschutzgebiet) dazu, welches sich bis zu 5 km in das Meer hinein verläuft.

Das De Hoop Nature Reserve immer noch ein Geheimtipp

Auf Grund seiner abgelegenen Lage, das De Hoop Nature Reserve ist nur über eine holprige Schotterstraße zu erreichen, liegt für viele Südafrika Besucher das Naturreservat nicht auf ihrer Route. Schade eigentlich oder eher von Vorteil. Denn hier findest du nur eine Handvoll Touristen und bist im Reservat deshalb fast alleine unterwegs. Daher kannst du die tolle Umgebung und wunderschöne Natur für dich entdecken ohne anderen sinnbildlich gesprochen dabei auf die Füße zu treten.

Die Landschaft im De Hoop ist einfach nur wunderschön!

Die Landschaft im De Hoop ist einfach nur wunderschön!

Aktivitäten im De Hoop Nature Reserve

Während der Winter – und frühen Sommer Monate kannst du im De Hoop wunderbar Wale beobachten. Im Frühjahr lassen sich von den Dünen aus zum Beispiel Südliche Glattwale beobachten. Dieser Küstenabschnitt ist Paarungs- und Aufzuchtgebiet dieser Walart.

Außerdem bietet sich das Naturreservat perfekt zum Wandern, zur Vögel Beobachtung, zum Schnorcheln, für Fahrrad Touren und sogar für kleine Safaris an.

Spaziergang durch die weiße Dünenlandschaft

Am meisten haben mich die ausgedehnten weißen Dünenlandschaften fasziniert. Diese sind für mich ein Hauptgrund gewesen, den Nationalpark überhaupt zu besuchen. Der Kontrast zwischen dem weißen feinen Sandhügel, dem azurblauen bis hin zum türkisfarbenen Wasser haben eine unglaubliche Wirkung. Ein Spaziergang durch die Dünen solltest du dir deshalb nicht entgehen lassen.

Daneben führen aber auch Wanderwege an der zerklüftete Küste entlang, die nicht weniger beeindruckend sind.

Feinster weißer Sand in der Dünenlandschaft im De Hoop

Feinster weißer Sand in der Dünenlandschaft im De Hoop

Die Dünen im De Hoop eignen sich perfekt für einsame Spaziergänge

Die Dünen im De Hoop eignen sich perfekt für einsame Spaziergänge

Auf Safari im De Hoop Nature Reserve

Überrascht hat mich, dass sich das Durchfahren des Naturreservats als kleine Minisafari entpuppt hat. Hier findest du neben etwa 250 Vogelarten, 60 Amphibien- und Reptilienarten außerdem noch 86 Säugetierarten. Darunter sind seltene Arten, wie den Bontebok (Buntbok) oder das Cape Mountain Zebra (Kap-Bergzebra). Letzteres unterscheidet sich optisch sehr in den Streifen auf dem Fell im Vergleich zur anderen Zebraarten in Südafrika.

Überraschend für mich, dass ich hier auch Elands, die größte Antilopenart, gesichtet habe. Elands habe ich zuvor nur auf meiner Safari in der Maasai Mara in Kenia beachten können.

Weitere Tiere im De Hoop Nature Reserve:

  • Porcupine (Stachelschwein)
  • Ostrich (Straus)
  • Grey Rhebok (Rehantilope)
  • Cape Clawless Otter (Kapotter)
  • Yellow Mongoose (Fuchsmanguste)
  • Caracal (Karakal)
  • Cape Hare (Kaphase)
  • African Fish Eagle (Afrikanische Fischadler)
Ein Bontebok (Buntbok) im De Hoop Nature Reserve

Ein Bontebok (Buntbok) im De Hoop Nature Reserve

Ein Cape Mountain Zebra (Kap-Bergzebra) im De Hoop

Ein Cape Mountain Zebra (Kap-Bergzebra) im De Hoop

Die größte Brackwasser-Lagune

Eine weitere Besonderheit im De Hoop Nature Reserve ist eine der größten Brackwasser-Lagunen im südlichen Afrika, welche im Westen des Schutzgebietes liegen. Brackwasser sind Gewässer mit See- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 % bis 1 %. Diese Lagunen enthalten nicht genug Salz um als Salzwasser zu gelten, aber wiederum auch nicht wenig genug Salz um als Süßwasser zu gelten. Oft erfolgt eine Durchmischung des süßen Flusswassers und dem Meerwasser.

Tausende Wasservögel haben in den Brackwasser-Lagunen ihr zu Hause. Abhängig von Jahreszeiten und Wasserständen erhöht oder verringert sich die Vogelpopulation.

Insgesamt findet man im De Hoop unter anderem folgende Vogelarten:

  • Verschiedene Ibise (Sacrid Ibis – Heiliger Ibis, Hadeda Ibis – Hagedasch)
  • Verschiedene Kingfisher (Pied Kingfisher – Graufischer, Malachite Kingfisher – Haubenzwergfischer, Giant Kingfisher – Riesenfischer)
  • Flamingos
  • Knysna Woodpecker (Specht)
  • African Spoonbill (Afrikanischer Löffler)
  • Great White Pelican (Rosapelikan)
  • Black Oystercatcher (Schwarzen Austernfischer)
  • Hammerkop (Hammerkopf)
  • und viele mehr

Deshalb eignet sich das Naturreservat hervorragend für Vogelbeobachter.

Die Brackwasser-Lagune im De Hoop Nature Reserve

Die Brackwasser-Lagune im De Hoop Nature Reserve

Die Brackwasser-Lagune von oben

Die Brackwasser-Lagune von oben

Anreise zum De Hoop Nature Reserve

Viele zählen den Küstenabschnitt ab dem Küstenort Hermanus bereits zur berühmten Garden Route. Damit würde das De Hoop Nature Reserve auch zur Route gehören, denn es liegt etwa 137 km westlich von Hermanus entfernt. Die Garden Route beginnt allerdings noch viel weiter westlich beim Ort Mossel Bay, der wiederum etwa 216 km westlich vom De Hoop entfernt liegt. Von Kapstadt ist das Naturreservat etwa 250 km entfernt und wiederum etwa 53 km südwestlich von Swellendam von der N2 kommend.

Schotterstraße auf dem Weg zum De Hoop Nature Reserve

Schotterstraße auf dem Weg zum De Hoop Nature Reserve

Eintritt und Öffnungszeiten

  • Eintritt: 50 Rand pro Person. (Die Autogebühr ist im Preis enthalten.) Gültig für einen Tag im Naturreservat.
  • Öffnungszeiten: Samstag bis Donnerstag von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Freitag von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr, Letzter Einlass um 16:00 Uhr

10 Comments

  • Claudia sagt:

    Das war bestimmt ein tolles Erlebnis. Ich dachte tatsächlich auch, das das Kap der guten Hoffnung der südlichste Punkt ist. Und wie ist die Wassertemperatur dort, wo Atlantik und Indischer Ozean zusammen treffen? Liebe Grüße Claudia

    • Anja sagt:

      Hallo Claudia,

      ich sag mal so, es war sehr frisch dort. Wasser ist Wasser egal wo du es vermischt, es ändert sich dort ja nicht gleich die Temeratur ;-)

      LG Anja

  • UrbanRoach sagt:

    Wow, da bekommt man grad richtig Lust auf den feinen Sommerurlaub (besonders wenn man im Moment im kalten, verregneten Finnland sitzt) . Der Strand ist einfach traumhaft. Fernweh ahoi xD Achja, wie viel sind den 50 Rand umgerechnet?

    Lg,
    Roach

  • Henrik sagt:

    Hallo ihr beiden,

    das erste was ich ja bei den oberen Fotos gedacht habe war: „das sieht aus wie eine Mischung aus Karibik und Dünenlandschaft unseres Wattenmeers“ :-D
    Toll, wie viele Tierarten man dabei ja auch noch entdecken kann. Da meine Eltern Anfang des Jahres nach Südafrika fliegen, reiche ich die Tipps mal weiter.

    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch

  • Julie sagt:

    Ein wirklich schöner Beitrag! Ich möchte sehr gerne mal nach Südafrika …
    Der weiße Sand, der Leuchtturm, Zebras aus nächster Nähe – einfach ein Traum!
    Nur, damit ich ein Gefühl hab: Wie viel sind denn 50 Rand in Euro umgerechnet?
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

  • Wow! Einfach atemberaubend! Südafrika ist für mich sowieso noch ganz oben auf meiner Bucketlist und ich habe mir für eine Rundreise jetzt ganz dick das „De Hoop Nature Reserve“ als wichtiges Must-See aufgeschrieben. Deine Fotos sind einfach traumhaft und ich würde jetzt am liebsten sofort losfahren, um das mit eigenen Augen zu sehen.

    • Anja sagt:

      Hallo Daniela,

      danke, nachdem ich den Beitrag fertig hatte, wollte ich am liebsten auch wieder sofort hin. Einfach weil es wirklich so schön dort war.

      LG Anja

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