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Mond-Fotografie: Den Vollmond, Supermond oder die Mondfinsternis mit Blutmond richtig fotografieren

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Die Mond-Fotografie wird immer populärer, denn ein Mond Ereignis jagt das nächste. Aber generell ist es spannend den Mond zu fotografieren. Hier gibt es ein paar Tipps wie dir die Mondfotografie richtig gelingt.

Tipp 1: Zu welcher Zeit den Mond fotografieren?

Zugegeben, meine ersten Versuche den Vollmond zu fotografieren sind mir sehr misslungen, ich stand noch am Anfang mit dem manuellen Modus der Kamera zu fotografieren. Obwohl ich meiner Meinung nach alle Einstellungen richtig hatte und den Mond auch super durch den Kamerasucher gesehen habe, war da nur ein heller Punkt umgeben von Dunkelheit auf dem Bild zu sehen – keinerlei Strukturen auf dem Mond waren zu erkennen.

Später habe ich den Mond erneut fotografiert, als der Himmel sich noch in der blauen Stunde befand und der Mond gerade aufging, hier war der Kontrast zwischen Mond und Himmel noch nicht so groß und der Mond wurde nicht „ausgebrannt“. Außerdem ist der aufgehende Mond noch viel näher an der Erde und wirkt damit ebenfalls viel größer.

Natürlich lasst sich eine Mondfinsternis, ein Supermond oder Blutmond nicht immer fotografieren, wenn gerade blaue Stunde ist. Damit der Mond dann trotzdem nicht ausgebrannt ist, belichte das Bild unter, so ist der Himmel zwar tief schwarz, aber es sind die Strukturen auf dem Mond zu sehen.

Mond fotografieren in der der blauen Stunde: 1/400 Sekunden, f/7,1, ISO 640, 300 mm

Mond fotografieren in der der blauen Stunde: 1/400 Sekunden, f/7,1, ISO 640, 300 mm

Tipp 2: Nutze ein Teleobjektiv, um den Mond zu fotografieren

Damit der Mond auf deinem Bild möglichst groß abgebildet wird, solltest du kein Weitwinkelobjektiv verwenden, sondern ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von mindestens 300 mm. Um den Mond noch näher heranzuholen macht noch mehr Zoom Sinn.

Ich fotografiere den Mond mittlerweile nur noch mit meinem 150-600 mm Teleobjektiv und nutze dabei die 600mm Brennweite voll aus.

Vollmond fotografieren: 1/640 Sekunden, f/8, ISO 125, 600 mm

Vollmond fotografieren: 1/640 Sekunden, f/8, ISO 125, 600 mm

Tipp 3: Nimm ein Stativ, um den Mond zu fotografieren

Um Verwacklungen bei großen Brennweiten der Teleobjektive zu vermeiden, solltest du ebenfalls ein Stativ benutzen. Hierbei ist es wichtig, dass du nicht die Kamera sondern das Objektiv direkt auf dem Stativ befestigst.

Für Teleobjektive mit einer großen Brennweite werden dazu in der Regel sogenannte Objektiv-Schellen mitgeliefert. Besitzt du für dein Teleobjektiv keine Schelle, solltest du diese nachkaufen.

Wichtig: Wenn du mit Stativ fotografierst, stelle immer den Bildstabilisator beim Objektiv oder der Kamera aus und verwende immer einen Fernauslöser.

Tipp 4: Die richtigen Kameraeinstellungen für Mond-Fotografie

Jetzt geht es ums „Herzstück“ der Mond-Fotografie. Auf jedem Fall solltest du im manuellen Modus den Mond fotografieren. Bei der Belichtungszeit gibt es keinen festen Wert, da dieser unter anderem auch von der Brennweite abhängig ist. Allerdings solltest du nicht zu lange belichten, da der Mond sich ziemlich rasch bewegt und dann auf dem Bild unscharf wird.

Hier gibt es ein paar Richtwerte, die sich allerdings auf eine Vollformat Kamera beziehen:

  • 100 mm – 2 Sekunden
  • 200 mm – 0,5 Sekunden
  • 600 mm – 0,2 Sekunden

Um genügend Belichtungszeit zu gewinnen, kannst du natürlich immer mit der Blende und dem ISO-Wert entgegensteuern.
Generell gibt es bei der Blende einen kleinen Spielraum, die du nutzen kannst. Meine gesamten Mond-Bilder habe ich mit der Blenden zwischen 5.6 und 10 aufgenommen.

Die Mondfinsternis mit Blutmond im Ablauf

Die Mondfinsternis mit Blutmond im Ablauf

Tipp 5: Du benötigst freie Sicht für die Mondfotografie

Es ist Vollmond, Blutmond oder ein sogenannter Supermond, du stehst auf dem Balkon und siehst nichts, weil vor dir ein Haus im Weg ist. Das ist sehr ärgerlich, denn so verpasst du das ganze Spektakel. Suche dir deshalb eine freie Fläche von wo du – egal in welche Himmelsrichtung – immer eine freie Sicht hast.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit den Mond mit einem tollen Bauwerk abzulichten, dennoch sollten aber nicht andere Gebäude dir die Sicht versperren.

Tipp 6: Achte auf die Wetterbedingungen

Natürlich benötigst du, um zum Beispiel den Blutmond zu fotografieren, auch perfekte Wetterbedingungen, denn Wolken, Regen oder sogar Schleierwolken, können dir das ganze Erlebnis vermiesen. So erging es vielen Fotografen nämlich beim Blutmond im Juli 2018. Vielerorts zeigt sich der Mond erst hinter leichten Wolkenschicht. Der Mond ließ sich unter anderem nur schwer fokussieren.

Leider können wir das Wetter nicht beeinflussen, sondern nur hoffen. Schaue dir aber auf jedem Fall an, wie das Wetter beim nächsten Blutmond oder Vollmond wird, ob es überhaupt Sinn macht, dass du dich auf die Mondfotografie vorbereitest.

Ein Halbmond kann genauso spannend wirken: 1/200 Sekunden, f/5,6, ISO 800, 300 mm

Ein Halbmond kann genauso spannend wirken: 1/200 Sekunden, f/5,6, ISO 800, 300 mm

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