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Fotografieren auf Safari: Ausrüstung, Pflege, Tipps für Einsteiger

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Wer sich den Lebenstraum von einer Fotosafari erfüllt, möchte auf seiner Safari mit Sicherheit auch fotografieren. Und die Fotos sollen natürlich genau das zeigen, wie es in dem Moment erlebt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen vor, während und nach der Safari entscheidene Dinge bedacht werden. Durch meine langjährige Erfahrung als Wildlife-Fotografin in Kenia und Tansania habe ich die wichtigsten Hilfestellungen zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Fotografieren auf Safari – so wird deine Kamera ein Teil von dir

Bevor wir ins Detail gehen und über mögliche Kameramodelle, Objektive und all dem Zubehör zu sprechen kommen, ist eines viel viel wichtiger. Deine Kamera muss auf Safari so etwas wie ein weiteres Körperteil von dir sein. Das heißt, du musst sie komplett blind verstehen und instinktiv beherrschen.

Viele machen den Fehler und kaufen sich eine teure Spiegelreflexkamera und holen sie erst raus, wenn es auf Safari geht. Tue diesen Fehler nicht! Viele Wildlifefotografen beschäftigen sich mit ihrer neuen Kamera gut 6 Monate, bevor sie das neue Schätzchen mit auf Safari zum Fotografieren nehmen.

Workshops und weitere Empfehlungen

Hast du bis dato noch nie mit einer komplexen Kamera fotografiert, empfehle ich dir diverse Einsteiger-Workshops zu besuchen. Jeder große Kamerahersteller wie Nikon oder Canon bietet in den meisten deutschen Großstädten passende Workshops an.

Auch Fotofachgeschäfte wie Calumet sind ein guter Ansprechpartner. Ein gutes Trainingsgelände sind Zoos, Tier- und Wildparks. Oder eben raus in den Park oder die Natur. Tiere bewegen sich, mal langsam und dann wieder unverhofft schnell. Die Kameraführung und Auslösung zum Beispiel mit der Serienbildfunktion kann auch gut mit Haustieren, wie Hunden oder Katzen geübt werden.

Die Grundbegriffe ISO, Fokusmessfelder, Blende, Belichtungszeit sollten dir vertraut sein. Genauso, wie sicher bin ich im manuellen und halbmanuellen Modus.

Lesetipps zur Safarifotografie

Ich würde behaupten, alle angehenden Tierfotografen kommen an dem Meisterwerk von Wildlifefotograf Uwe Skrzypczak nicht vorbei. Im deutschsprachigen Raum wird es kein vergleichbares Werk geben. Dieses umfangreiche Werk kann ich jeden, der sich mit der Thematik Fotografieren auf Safari beschäftigt, empfehlen.

Auch die monatlich erscheinene Fachzeitschrift Natur Foto ist mit seinen hochwertigen Leserbeiträgen eine große Lern- und Inspirationsquelle.

Selbstverständlich gibt es online eine schier unendliche Flut an Informationsmaterial. Einer Seite, der ich schon seit Jahren treu bin sind die südafrikanischen Wildlifefotografen von Wild-Eye. In ihrem englischsprachigen Blog finde ich ebenfalls immer wieder umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und Safari Sehnsuchtsziele.

Fotografieren auf Safari: den Gepard im Blick

Fotografieren auf Safari: den Gepard im Blick

Lass dich inspirieren – so schulst du deinen fotografischen Blick

Neben dem Beherrschen der Technik, ist ein Punkt fast noch viel wichtiger. Denn es nützt dir keine kostspielige Kamera, wenn du kein Gespür für dein Motiv hast. Es gibt Menschen, die haben den künstlerischen Blick in den Adern. Alle anderen müssen sich mit dem klassischen Bildaufbau, wie etwa der goldene Schnitt oder die drei Drittel Regel auseinandersetzen.

Beim Fotografieren auf Safari muss einem bewusst sein, dass wir in dem Moment am Leben der Wildtiere teilhaben. Wie möchte ich diesen Augenblick stimmig festhalten? Was mir persönlich unglaublich geholfen hat, ist von den besten zu lernen. Damit meine ich nicht zu kopieren, sondern zu studieren.

Bildbände von Fotografen wie Michael Poliza, Paul Nicklen oder Steve Bloom sind auch für Hobbyfotografen hilfreiche Lektüren. Fotografieren auf Safari bedeutet nicht immer mit riesigen Teleobjektiven die bernsteinfarbenden Augen des Löwenmännchens zu fotografieren, sondern vielmehr den Moment festhalten, einer Szenerie. Dazu kann ein besonders eindrucksvoller Hintergrund gehören. Der Aufbau des Fotos ist das Element, welches den Betrachter fesseln wird. Fesselt es die Betrachter? Oder fühlt man sich geradezu ins Bild hineingezogen? All diese Punkte zählen nicht nur in anderen Bereichen der Fotografie, sondern auch in der Fotografie mit Wildtieren. Allerdings kann man ihnen schlecht sagen: Kann der Löwe erneut die Gazelle jagen? Ich hab es verpasst!

Topi Antilopen im Sonnenuntergang

Topi Antilopen im Sonnenuntergang

Fotoausrüstung auf Safari – Welche Kamera passt zu mir?

Wie oben bereits erwähnt, kommt es nicht darauf an, was für ein Kameramodell du besitzt, sondern ob du es beherrschst und du dich damit wohl fühlst. Liegt sie gut in der Hand? Ist sie dir zu schwer oder zu klobig? Was werde ich damit hauptsächlich fotografieren? Das sind Fragen, die nicht ganz unwichtig sind.

Spiegelreflexkamera

Seit 2007 fotografiere ich mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Angefangen habe ich mit einer Nikon D80, später mit einer D7100. Von den APS-C Format bin ich später mit der D750 auf Vollformat umgestiegen, um auch in schwierigen Lichtverhältnissen besser fotografieren zu können.

Allen Einsteigern kann ich aber versprechen, dass eine gute Spiegelreflexkamera mit APS-C Format vollkommen ausreicht auf den ersten Fotosafaris. Vollformatkameras und ihre Objektive sind nicht nur kostspieliger, sondern die erstellten digitalen Fotos (in RAW selbstverständlich) nehmen nicht nur viel Platz auf Speicherkarten, sondern auch auf Laptops oder Rechnern ein.

Was hat meine Wahl der Kamera beeinflusst?

Als ich von der D80 zur D7100 umstieg, wollte ich unbedingt einen zweiten Slot für die Speicherkarte haben. Gerade bei Serienaufnahmen, wenn es zum Beispiel zu Jagdszenen kommt, würde ich mich ärgern genau im entscheidenen Moment die Speicherkarte zu wechseln. Die Kamera an sich muss auch genügend Power haben, um in solchen Momenten mithalten zu können. Speicherkarten übrigens auch. Die D7100, wie auch die D750 verfügen über zwei Slots und liegen perfekt in meiner Hand. Ich komme mit ihren Gewicht sehr gut zurecht und ich bin von ihrer hochwertigen Verarbeitung überzeugt. Bei beiden sind Knöpfe und Räder identisch angeordnet und die Umstellung war im Handling kaum zu merken. Ein für mich sehr wichtiger Punkt war auch das Rauschverhalten in hohen ISO Bereichen. Als ich von der D80 auf die D7100 umstieg merkte ich den Unterschied erheblich und ebenso beim Wechsel zum Vollformat der D750. Ein schneller Autofokus und die Anzahl der Messfelder sind auch nicht zu unterschätzen.

Bridgekamera und spiegellose Systemkameras für Safarifotografie

Hier muss ich ehrlicherweise sagen, kann ich keine Erfahrungswerte nennen. Jedoch weiß ich, dass sie mittlerweile in der Entwicklung aufgeholt haben und für den ein oder anderen interessant sind, vor allem was das Gewicht angeht. Ein von mir befreundeter Tierfotograf, der vor allem Wildvögel fotografiert, schwört auf seine Olympus OM-D Systemkamera.

Objektive

Neben dem Kamerabody ist die Wahl des Objektives mindestens genauso wichtig. Wer eine Kamera kauft, wo im Lieferumfang ein Kit-Objektiv hat, wird schnell merken, es ist meist sehr sehr einfach und holt nicht im Ansatz das aus der Kamera raus, was sie kann. Ich kann nur empfehlen, lieber nur einen Body zu kaufen und das Objektiv separat dazu. Ein Objektiv kann auch von einem Fremdanbieter wie zum Beispiel von Tamron oder Sigma sein. Diese sind günstiger, als Objektive von Canon oder Nikon. Bei der Suche nach dem passenden Objektiv wird schnell klar, ein Objektiv kann schnell mehr kosten als die Kamera selbst.

Aus finanziellen Gründen habe ich mich für ein Teleobjektiv (150-400 mm) von Sigma für Nikon entschieden. Anja kommt mit dem Tamron 150-600 mm an der Canon gut zurecht. Mein kleineres Teleobjektiv von Nikon hat eine Brennweite von 70-210 mm und ist über 30 Jahre alt. Die Objektive haben mir gute Dienste beschert, aber auch ich träume von lichtstärkeren Modellen…

Auf die Lichtstärke kommt es an

Wie schon erwähnt, für das Fotografieren auf Safari sollte ein Teleobjektiv ins Auge gefasst werden. 200 mm sind gut, 300 mm sind besser. Trotzdem habe ich immer ein Weitwinkel (17-50 mm), ebenfalls von Sigma, dabei. Mit f/2,8 ist es lichtstark und eine gute Ergänzung zum Teleobjektiv.

Apropos Lichtstärke, je lichtstärker ein Objektiv, desto teurer ist es natürlich. Ein richtig lichtstarkes und günstiges Objektiv für Nikon ist das 50 mm Festbrennweite mit f/1,4 bzw. f/1,8. Es ist kein klassisches Safariobjektiv, sondern eher für Protraits gedacht, bei wiedrigen Wetterverhältnissen hat es mir aber schon einige schöne Motive beschert.

Filter

UV Filter

Bei dem Thema Filter, vor allem UV Filter scheiden sich die Geister. Viele Fotografen haben gerade auf den teuren Teleobjektiven einen UV Filter, um die eigentliche Linse zu schützen. Hab ich auch eine Zeit lang gemacht, bis ich den UV Filter abschrauben wollte, weil ich ihn zerkratzt hatte (zur korrekten Reinigung kommen wir später).

Leider ging das nicht so schnell und einfach. Ein oder mehrere Staubkörner hatten das Gewinde blockiert. Zum Glück war diese Situation nicht auf Safari, sondern daheim und ich habe lange gebraucht bis ich den Filter mit vielen Versuchen runter hatte. Seit diesem Zeitpunkt habe ich keinen UV Filter auf meinen Objektiven.

Polfilter und Verlaufsfilter

Pol- wie auch Verlaufsfilter können beim Fotografieren auf Safari hilfreich sein, besonders bei hartem und kontrastlosen Mittagslicht. Wenn es am Himmel ein paar Wölkchen gibt, können sie gerade mit einem Verlaufsfilter sehr schön herausgearbeitet werden.

Ein Polfilter büßt oft viel an Lichtstärke ein. Unterm Strich kann man sagen, sie sind jetzt nicht unbedingt so schrecklich notwendig auf Safari.

Speicherkarten

Bei der Fotografie von Tieren kommt es auch auf Schnelligkeit an. Leistungsstarke Speicherkarten unterstützen die Geschwindigkeit und den Zwischenspeicher deiner Spiegelreflexkamera. Das ist besonders bei Jagdszenen sehr wichtig. Ich nutze meist die SanDisk Extreme mit 32 GB und einer Geschwindigkeit von 45 MB/s sowie die SanDisk Extreme Pro mit 32 GB und einer Geschwindigkeit von 45 MB/s. Mittlerweile gibt es die Extreme Pro auch mit 90 MB/s und 128 GB Speicherkapazität.

Stative und Beanbag

Wichtige Hilfsmittel für schärfere und bessere Fotos sind Stative, spezielle Halterungssysteme für die Fahrzeugtür oder der gute alte Bohnensack. Welche der Utensilien wann zum Einsatz kommen sollten, kommt zum einen auf die Safari und auf das Fortbewegungsmittel an. Die kostengünstigsten und von mir am meist genutzten werde ich hier vorstellen.

Beanbag / Bohnensack

Auf meinen ersten Safari begleitete mich ein „Double Bean Bag“, den ich vor allem in den Morgenstunden über das geöffnete Fenster legen konnte. Sehr komfortabel, vor allem für große Objektive und wenn das Licht und die Belichtungszeit etwas Unterstützung gebrauchen. Schwierig wird es, wenn es um das Gewicht geht. Im Lieferumfang war keine Füllung enthalten. Ich habe es zuhause mit jeder Menge Bohnen befüllt und kam zu den Entschluss, es nimmt sehr viel Platz und Gewicht von meinem Reisegepäck ein.

Ich habe es leer mit genommen und vor Ort am Strand von Diani Beach mit Sand befüllt. Jetzt war es noch schwerer aber die Safari startete von Kenia´s Südküste und es war keine Fly-in Safari. Es war ein Versuch wert aber nicht das Optimum.

Ein kleiner Bohnensack in handlicher Größe von A5 Format ist empfehlenswerter und zur Not habe ich zusätzlich noch meine Fleecejacke darunter gelegt.

Mein langjähriger Safariguide hatte die letzten Jahre dann auch immer einen Bohnensack im Auto dabei. Ein Gast hat ihn diesen vermacht. Mich hat es sehr gefreut.

Einbeinstativ

Eine weitere sehr gute Unterstützung für große Objektive ist das Einbeinstativ, auch Monopod genannt. Es ist ein Utensil, welches unbedingt mit auf Safari mitgenommen werden sollte, da es vielseitig eingesetzt werden kann. Wer in einem offenen Safarigeländewagen ohne Türen auf Game drive geht und ein großes Teleobjektiv dabei hat, dem empfehle ich es besonders.

Es ist eine großartige Stütze, vor allem wenn man stundenlang warten muss, wie zum Beispiel bis die Gnus auf der großen Tierwanderung sich endlich trauen den Mara River mit seinen Krokodilien zu überqueren.

Ein weiteres Einsatzgebiet wäre auch bei einer Bootstour. Je nach Safaridestination gibt es Möglichkeiten vom Boot aus Tiere zu beobachten. Auf dem Lake Naivasha hatte ich es immer dabei und es war enorm hilfreich, was Stabilität und geraden Horizont angeht.

Ausrüstung ausleihen

Ich kann nur empfehlen, den Safarianbieter oder direkt den Guide zu fragen, ob und in welchem Umfang er solche nützliche Hilfsmittel wie Beanbags oder Stative dabei hat.

Bei Safarianbietern, welche Fotosafaris speziell für Fotografen durchführen kann eine bestimmte Ausstattung im Umfang der Weiterbildung und Workshops enthalten sein. Hier lassen sich vielleicht auch andere Objktive testen. Trotzdem würde ich immer vorher expliziet danach fragen, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt.

Das Einbeinstativ im Einsatz auf dem Lake Naivasha /Kenia.

Das Einbeinstativ im Einsatz auf dem Lake Naivasha /Kenia.

Fotoausrüstung auf Safari – für Faule und für Freaks

Action Cam / GoPro

Für viele ist eine kleine Action Cam ein stetiger Begleiter, aufgrund ihrer kleinen Größe lässt sie sich einfach verstauen und durch ihr vielseitiges Einsatzgebiet vom Fahrrad bis zum Surfbrett, kann sie atemberaubende Perspektiven zeigen. Für eine Safari ist sie ebenfalls ein spannendes Tool.

Ich habe sie immer am Frontschutzbügel des Safariautos festgemacht. Ganz wichtig: doppelt sichern und viele Ersatzteile dabei haben! Die kleinen Plastikteile brechen schnell und auf Safari kann man nicht an jeder Stelle so einfach aus dem Wagen steigen, nur um die Kamera zu retten.

Bei einigen Modellen wird das Akku schnell heiß in der Sonne Afrikas und die Laufzeit ist gering, das ist mir mit einem älteren Modell aus der GoPro Hero Serie aufgefallen.

Auch ein Akku lässt sich nicht so schnell austauschen, wenn die Kamera am Fahrzeug angebracht ist. Die Action Cam am sogenannten Selfiestick zu befestigen und damit aus dem Auto auf Tiere zu halten, davon rate ich stark ab und von jedem seriösen Safariguide würdet ihr zurecht ordentlich Ärger bekommen.

Smartphone

In der heutigen Zeit ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Es ist immer zur Hand und lässt sich schnell bedienen. Und je weiter die Entwicklung der Kameras in den Smartphones fortschreitet, desto interessanter wird es für all diejenigen, die sich mit all der ganzen Technik nicht auseinandersetzen möchten.

Ich selbst nutze das Smartphone für Schnappschüsse auf Safari oder wenn sich zum Beispiel Zebras, Elefanten oder Giraffen dicht am Wegesrand aufhalten. Halten sich die Tiere jedoch in größerer Entfernung auf, sollte man sein Smartphone oder auch das Tablett zur Seite legen. Der Löwe im Gras ist dann nur ein kleiner dunkler Punkt. Wer keine weitere Fotoausrüstung dabei hat, sollte den Moment genießen oder seinen Safariguide fragen, ob man durch sein Fernglas schauen darf.

Wildtiercamera / Kamerafalle im Safari Camp

Die Wildtiercamera ist etwas für alle, die sich gern mit dem Tierverhalten etwas intensiver beschäftigen wollen. Es ist auf keinen Fall etwas, was man auf seiner ersten oder zweiten Safari mitführen muss. Ich habe sie aus Spass an der Freude dabei. Hier geht es nicht um künstlerich anspruchsvolle Fotos, sondern darum, welche Tiere nähern sich meinem Zelt.

Was für mich auf einer Safari dazu gehört, ist das Übernachten in nicht eingezäunten Camps. Ist es nicht spannend zu wissen, welches Tier da gerade um mein Zelt schleicht, während ich versuche ein Auge zu zu machen? Da kann es einige Überraschungen geben. Aber auch bei einer Kamerafalle sollte man sich vorher mit der Technik auseinander setzen und vorher im eigenen Garten testen.

Ich persönlich finde es gar nicht so einfach erfolgreich Tiere damit aufzunehmen. Was unbedingt immer beachtet werden muss: Zweige und Blätter sollten nicht in der Nähe des Sensors sein, ansonsten nimmt die Kamera bei Windbewegungen die ganze Zeit bewegende Äste auf. Eine freie Fläche und gute Sicht sind ideal.

Mit der Action Cam am Helm durch die Büffelherde radeln.

Mit der Action Cam am Helm durch die Büffelherde radeln.

GoPro am Bullenfänger befestigt für die Fahrt durch die Serengeti

GoPro am Bullenfänger befestigt für die Fahrt durch die Serengeti

neugieriger Elefant, aufgenommen mit einem Smartphone

neugieriger Elefant, aufgenommen mit einem Smartphone

Kamerafalle nimmt Büffel vor meiner Terrasse am Ngorongoro Krater auf

Kamerafalle nimmt Büffel vor meiner Terrasse am Ngorongoro Krater auf

Wie fotografiere ich im Safariauto?

Während einer Safari wird das Fahrzeug dein zweites Zuhause werden. Auf Pirschfahrten kann es heiß, staubig, holperig, lang und auch mal regnerisch werden. Auf alle Begebenheiten sollte man mit seiner Kameraausrüstung vorbereitet sein.

Neben äußerer Umstände kommt es auch darauf an, wer mit dir im Auto sitzt. Reist du mit Familie und Freunde, welche die gleiche Leidenschaft teilen? Bist du in einer Kleingruppe unterwegs? Hast du eine spezielle Fotosafari gebucht? Hast du dir eine Privatsafari gegönnt? All das sind Einflüsse, ob du deinem Hobby in Ruhe nachgehen kannst, denn nicht jeder versteht, warum das mit dem Fotografieren so lange dauert oder warum wir schon wieder bei den Elefanten stehen bleiben müssen.

In welchen Fahrzeugen werden in der Regel Safaris durchgeführt?

Wenn du keine Selbstfahrersafari machst, gibt es grob 3 Modelle mit denen Safaris durchgeführt werden: Minibusse mit 6 bis 7 Sitzplätzen, geschlossene Safarigeländewagen in der Regel mit 5-8 Sitzplätzen der Marken Toyota Landcruiser oder Landrover Defender sowie offene Geländewagen mit Plane als Dach.

Für mehr Komfort, wie Beinfreiheit würde ich immer einen Geländewagen wählen. Diese sind auch alle in der Regel mit All-Rad Antrieb ausgestattet, worüber Minibusse nicht verfügen. Das ist in vielen Nationalparks ein enormer Vorteil.

Die geschlossenenen Geländewagen werden vor allem von Safariunternehmen genutzt, da sie die Safarigäste auch große Strecken durchs Land fahren.

Die offenen Geländewagen sind vor allem direkt von den Safari Camps und Lodges im Einsatz. Diese Fahrzeuge werden oft nur direkt im Nationalpark eingesetzt.

Vor- und Nachteile von geschlossenen Safarigeländewagen

Durch seine Bauweise ist er auf langen Fahrten enorm komfortabel, wenn es morgens vor Sonnenaufgang noch sehr kalt ist, kann die Heizung angemacht werden. Je nach Modell kann das Dach aufgeklappt werden, entweder wie zwei Luken oder schattenspendend hochgeklappt.

Bei Regen ist es im Innenraum angenehm trocken. Durch die richtigen Türen kann dir eigentlich während der Fahrt nichts aus dem Auto fallen. Zum Fotografieren steht dir das Schiebefenster und die Dachluke zur Verfügung. Manchmal klemmen die Fenster und der Winkel zum Fotografieren wird etwas eingeschränkt.

Der Einsatz vom Monopad ist hier aufgrund des Platzmangels nicht sinnvoll, lieber den Beanbag nutzen.

Vor- und Nachteile von offenen Safarigeländewagen

Ohne Frage auch dieses Modell ist enorm komfortabel und es ist ein tolles Gefühl, wenn dir die noch kühle Morgenluft ins Gesicht weht. Durch die hochgerollten Planen ist die Sicht auf die Tiere und Landschaft uneingeschränkter.

Die fehlenden Türen lassen einem das Gefühl geben ein Funken dichter im Geschehen zu sein. Das Herz schlägt definitiv schneller, wenn Raubkatzen sich den Wagen nähern. Das Einbeinstativ kann hier sehr gut zum Einsatz kommen.

Dieses offene Safarigefühl ist aber auch anfälliger, es kann hier schneller etwas über Bord gehen, vor allem bei Fahrten auf unebenen Gelände oder bei Fahrten durch Flüsse sollte nichts auf den Sitzen liegen und rum rutschen. Anstatt der Heizung gibt es eine muckelige Decke und wenn es regnet müssen die Seitenplanen heruntergelassen werden, die Sicht durch die Kunststofffenster ist sehr beschränkt.

Dein bester Platz im Auto auf Safari

Die erste Reihe direkt hinter dem Fahrer! Warum? Du kannst mit deinem Safariguide sofort in Kontakt treten und er kann dir Hinweise geben, was er entdeckt hat. Du kannst ihm zum Beispiel auch mitteilen, wann er ein paar Meter vor oder zurück fahren soll, wenn die Sonne ungünstig steht oder deine Sicht anders beeinträchtigt ist.

Auf die Perspektive kommt es an

Auch beim Fotografieren auf Safari ist die Perspektive das A und O für interessante Fotos, damit sie sich von der Masse abheben. Dafür verbringe ich in der Regel die meiste Zeit auf den Knien im Fußraum.

Du und deine Kleidung sollten sich nicht zu schade sein, auf dem staubigen Fußboden zu knien. In dieser Position gelingt es auch fast immer auf Augenhöhe (außer bei Giraffen) mit den Tieren zu sein. Bei Minibussen oder geschlossenen Geländewagen kann auch im Stehen aus der Dachluke fotografiert werden. Allerdings ist die Perspektive nicht ideal für Tiere, welche in unmittelbarer Nähe sind oder direkt am Wagen vorbei ziehen.

Sind die Tiere weiter entfernt oder stören Bäume und Äste den Blick aus dem Fenster, ist die Dachluke eine gute Wahl. Hier oben ist die Sicht auch nicht so eingeschränkt wie aus dem Fenster. Im offenen Geländewagen kann man sogar noch etwas mehr in die Knie gehen, beziehungsweise sich fast schon auf den Boden legen, da es keine richtigen Türen gibt. Dieser Aufwand lohnt sich enorm, vor allem wenn Raubkatzen einen direkt in die Linse schauen.

Der beste Platz für deine Fotoausrüstung

Mittlerweile habe ich drei verschiedene Fotorucksäcke mit auf Safari gehabt. Alle ließen sich vollständig vorne aufklappen. Ich habe sie immer zwischen meinen und den Nachbarsitz gelegt, damit ich nur die Front hochklappen brauchte. So hatte ich im Fußraum freien Platz. Je nach dem, wie viele Passagiere mit im Auto sitzen, würde ich das sonst mit allen anderen abklären. Diese Position behindert nämlich den Gang zu der hinteren Reihe.

Bei offenen Geländewagen ist der Mittelgang etwas breiter, als bei den geschlossenen. Bei den offenen 4×4 gibt es häufig in der ersten Reihe eine Art Stauraum hinter dem Fahrer- und Beifahersitz. Hier lassen sich sehr gut Fernglas und Ersatzobjektive rein legen.

Taschen mit Schultergurt hänge ich auch gern über den Vordersitz. Oft ist der Beifahrersitz nicht belegt, ansonsten stört der Gurt auch nicht beim Anlehnen und ich komme so auch schnell an den Inhalt meiner Tasche.

Während der Pirschfahrt ruht die Kamera mit dem Teleobjektiv auf dem Beanbag auf meinen Knien. So ist sie immer griffbereit.

Minibusse im Tsavo Ost NP

Minibusse im Tsavo Ost NP

offener Safari Geländewagen

offener Safari Geländewagen

geschlossener Safari Geländewagen

geschlossener Safari Geländewagen

Das korrekte Verhalten auf einem Game drive

Das aller wichtigste Gebot auf den Pirschfahrten und das nicht nur zum Fotografieren auf Safari, sondern generell ist ein rücksichtsvolles Verhalten. Damit ist an erster Stelle gemeint, deinem Safariguide, der Nationalparkbehörde und den Rangern Folge zu leisten. In erster Linie geht es um die eigene Sicherheit sowie um den Schutz der Tiere. Dazu gehört u.a. keinen Müll oder Lebensmittel in den Park zu werfen, um sie damit gegebenenfalls anzulocken. Rauchen und Zigarettenkippen gehören ebenfalls nicht auf eine Pirschfahrt. Sich nicht in Gefahr bringen, wie etwa die Hand nach einem Wildtier ausstrecken um es zu berühren.

Geduld haben

Für den ein oder anderen ist es schwierig sich in Geduld zu üben. Es ist jedoch immer von Vorteil wenn man ein wenig von der „Hakuna matata“ Einstellung in sich aufnimmt. Es bringt nichts ungeduldig auf den Leopard oder das Nashorn zu hoffen, nur um die „Big 5“ Liste abzuhaken.

Würde man sich zu sehr fokussieren, verliert man den Blick auf das was eine Pirschfahrt mit jedem Mal so einzigartig macht. Es gibt immer so viel zu entdecken, was man nicht erwartet. Und das können auf den ersten Blick ganz banale Sichtungen sein. Vielleicht hast du an diesem Tag bereits hunderte Gazellen und Antilopen gesehen und dieser einzelnen im hohen Gras schenkst du keiner Beachtung mehr. Das wäre sehr schade, dann könntest du vielleicht die Geburt einer kleinen Gazelle verpassen….

Fotoknigge

Leider halten sich nicht immer alle daran aber anderen ins Bild zu fahren und die Sicht zu versperren ist ein No-Go. Vor allem wenn viele Fahrzeuge an einem Hotspot sind, wie etwa bei der großen Tierwanderung in der Serengeti, kann es schon mal hitzig werden.

Dein Safariguide wird schon die bestmögliche Position finden. Aus diesem Grund sollte man es auch unterlassen den Fahrer unter unnötigen Druck zu setzen.

Ein Paradebeispiel zum Fotografieren auf Safari

Es gibt eine Pirschfahrt an die erinnere ich mich, als sei es gestern erst gewesen. An einem kleinen Weg standen zwei Fahrzeuge und alle starrten in das undurchsichtige Unterholz. Es hielt sich ein Leopard dort auf. Justin, mein Lieblingsfahrerguide sagte zu mir: Lass uns erst ein Lunch hier ganz in der Nähe machen und dann kommen wir wieder. Gesagt, getan. Als wir wieder kamen hatte sich an der Situation nichts geändert. Nach einer Weile fuhr eines der Fahrzeuge los, die Passagiere hatten genug. Wir hielten einen größeren Abstand zum vermuteten Leopard und dem verliebenen Fahrzeug. Die beiden „Fotografen“ dort waren ausgerüstet bis an die Zähne. Neidisch musste ich auf die Topmodelle ihrer Kamerabodys und Objektive lunzen. Daneben lag dann noch eine dicke Videokamera.

Leoparden trinken kein Tusker

Der Leopard kam tatsächlich nach einer Weile vom Baum herunter, verharrte und machte sich dann auf den Weg. Ich hockte im verstaubten Fußraum und fotografierte was das Zeug hielt. Eine unglaubliche Szene bot sich uns. Der Leopard war eine Leopardin, die sich auf zu ihrem Jungtier machte. Wir konnten ihre zärtlichen Begrüßung erleben und wie sie ihrem Nachwuchs das Fell säuberte. Als die zwei tiefer im Unterholz verschwanden und für uns nicht mehr sichtbar waren, schauten wir uns im Fahrzeug alle mit Freudentränen an und wären in Jubelgeschrei ausgebrochen und uns in die Arme gefallen.

Es war einer dieser magischen Momente, warum Safaris süchtig machen. Achso, wo waren die „Fotografen“ mit der Profiausrüstung geblieben? Justin klärte mich auf. Als der Leopard los lief, mussten die beiden erstmal ihre halbvolle Büchse „Tusker“ Bier sicherstellen und ihr Equipement festhalten, als sich ihr Fahrzeug in Bewegung setzte: Bier, Kamera mit Megateleobjektiv und Videokamera! Fotografiert haben beide wohl nicht, als sie dann soweit waren kamen sie mit ihrer Ausrüstung nicht zurecht.

Diese Situation fasst eigentlich alles zusammen:

  • Kenne deine Ausrüstung bis ins kleinste Detail!
  • Sei immer einsatzbreit!
  • Immer schön geduldig bleiben!
  • Entscheide dich: man kann nur ein Gerät bedienen, entweder filmen oder fotofrafieren!
  • Und ganz klar: Finger weg vom Alkohol auf der Pirschfahrt!!
Leopardin mit Jungtier im Mara Triangle

Leopardin mit Jungtier im Mara Triangle

Grant Gazelle während der Geburt

Grant Gazelle während der Geburt

Das Verhalten der Tiere

Wer auf seine erste Safari geht, hat vielleicht bereits erste Vorkenntnisse, eventuell von grandiosen Tierdokus aus dem TV gesammelt. Für die meisten Einsteiger öffnet sich während der Safari ein unfassbarer Wissenspool über die vor Ort lebenden Tiere, ihrem Lebensraum und ihr Verhalten.

Dein Safariguide wird dich mit wertvollem Wissen versorgen. Du musst es nur aufsaugen und Fragen stellen. Schnell kennst du den Unterschied zwischen einer Thompson Gazelle und einer Grant Gazelle. Leopard und Gepard sehen gleich aus? Niemals!

Der frühe Vogel

Um die Tierwelt Afrikas möglichst aktiv zu erleben, muss man sich an deren Zeiten anpassen. Die meisten Tiere sind in der Dämmerung, in der Nacht und in den frühen Morgenstunden am aktivsten. Das bedeutet, unbedingt zu den Parköffnungszeiten am Gate sein, beziehungsweise das Camp oder die Lodge verlassen.

Wer einen guten Safariguide hat, der wird mit dir so früh wie möglich los fahren wollen. Ausschlafen und in Ruhe frühstücken ist absolute Zeitverschwendung. Lieber einen schnellen Kaffee oder Tee im Stehen trinken und das Frühstück einpacken lassen. Schmeckt draußen in der Wildnis eh viel besser! Die meisten Nationalparks dürfen in der Zeit von 6/6.30 Uhr bis 18/18.30 Uhr besucht werden. Zu dieser Zeit geht am Äquator die Sonne auf beziehungsweise unter.

Wie verhalten sich welche Tiere in der Dämmerung und im Morgengrauen

Mit die interessanteste Zeit ist rund um den Sonnenaufgang. Im Schutze der Dunkelheit waren viele Raubkatzen auf Jagd und jetzt in den ersten Augenblicken, wo die Sonne hinter den Fieberakazien aufsteigt, zeigt sich der Thriller von letzter Nacht.

Eine Gepardenfamilie hat sich um die frisch erlegte Antilope versammelt, Flusspferde kommen von ihren nächtlichen Wanderungen zurück und suchen sie ein Plätzchen im Fluss für den Tag. Löwen genießen die ersten Sonnenstrahlen und der Leopard schleppt seine Beute auf den nächsten Baum.

Deswegen lohnt sich das frühe Aufstehen

Eine meiner spektakulärsten Morgenpirschfahrten wurde schon nach wenigen Minuten belohnt. Wir entdeckten als allererstes eine zweistellige Anzahl an Hyänen, welche gebührenden Abstand zu zwei stattlichen Löwenmännchen hielten. Diese hatten im hohen Gras ihre Beute abgelegt. Nur wenige hundert Meter entfernt stand noch eine Herde Büffel, welche ebenfalls die Löwen nicht aus den Augen ließen. Plötzlich löste sich aus der Büffelherde ein Bulle und begann die Löwen zu provozieren und anzugreifen. Handelt es sich um ein frisch erlegtes Büffelkalb im hohen Gras? Will der einzelne Büffel es versuchen zu retten? Die Szenerie war so packend, dass mir das Herz bis zum Halz schlug. Wir sagten alle keinen Ton im Auto. Das einzige was zu hören war, waren der angriffslustige Büffel und die Löwen sowie das stetige Klicken meines Kameraauslösers. Während der eine Löwe sich gegen den Büffel verteidigte, ging der andere zur Beute, um es fort zu schleppen. Da fiel uns auf, es ist gar kein Büffelkalb, sondern ein ganz kleines Flusspferd. Wir verstanden die Welt nicht mehr. Warum griff ein Büffel zwei Löwen mit einem toten Babyhippo an? Wir konnten das Rätsel nicht lösen aber unser Fahrzeug war das einzige, welche dieses faszinierende Verhalten beobachten durfte. Als gegen 8 Uhr die ersten Fahrzeuge auftauchten, waren die Büffel bereits weiter gezogen und die Löwen haben sich neben ihrer Beute gelegt und sich ausgeruht.

In der Dämmerung

Nähert sich die Sonne dem Horizont und die Temperaturen werden etwas kühler, erscheinen auch Tiere auf der Bildfläche, welche sehr selten geworden sind. Nashörner sind jetzt am aktivsten und können beim Fressen beobachtet werden.

Ebenfalls sehr selten sind die kleineren Raubkatzen Serval, Ginsterkatze, Zibetkatze und Karakal. Sie gehen in der Nacht auf Jagd. Diese Tiere zu beobachten und zu fotografieren ist wie ein Lottojackpot. In einigen Reservaten und Nationalparks sind Pirschfahrten in der Nacht erlaubt und die Wahrscheinlichkeit diese nachtaktiven Jäger zu beobachten steigt.

Auch Schuppentiere, Stachelschweine oder der Honigdachs sind im Schutze der Dämmerung in einigen Regionen anzutreffen und sie zu sehen ist unfassbares Glück.

Was passiert in der Mittagshitze

Es gibt Pirschfahrten, die gehen den gesamten Tag. Das heißt, sie beginnen in der Regel gegen 6.30 Uhr und enden am Nachmittag. Diese Art von Game drives werden vor allem in größeren Parks durchgefürt, um auch in andere Ecken des Nationalparks zu gelangen.

Dabei verbringt man einen Großteil der Zeit in der erbarmungslosen Mittagshitze. Nicht nur die Temperaturen, sondern auch das harte Licht ist zum Fotografieren auf Safari beschwerlich. In dieser Zeit ruhen sich viele Tiere aus.

Löwen

Die Löwen liegen im Schatten unter den Bäumen und schlafen. Die Zebras und Antilopen stehen in der Savanne in der prallen Sonne, denn die schattenspendenen Plätze sind ja belegt. Auch wenn die Szenerie eher langweilig aussieht kann sich das Blatt jederzeit ändern. Hat sich ein Zebras zu sehr von der Herde entfernt? Oder hat die Warzenschweinfamilie die Raubkatzen nicht gesehen? Löwen nutzen auch am Tage die Chance auf eine gute Mahlzeit.

Gepard

Der Gepard ist auch ein tagaktiver Jäger. Die schnellste Raubkatze der Welt nutzt kleine Hügel für eine bessere Sicht. In sehr seltenen Fällen springen sie sogar auf das Dach oder die Motorhaube eines Safarigeländewagens. Sie jagen nach Sichtung, je nachdem wie günstig sich die Beute ihnen nähert. Wer einen Gepard auf der Jagd fotografieren will, muss richtig auf zack sein (maximale Serienbildfunktion und schnelle große Speicherkarte).

Flusspferde

Die Flusspferde dösen nur im schlammigen Wasser vor sich hin? Das Hippo ist das gefährlichste Tier Afrikas; schnell ändert sich die Stimmung und aus den friedlich ruhenden Kolossen werden sich aufbäumende Kampfmaschinen. Bei Revierstreitigkeiten kann es ordentlich zur Sache gehen und man ist erstaunt, wie sich ein Flusspferd bewegen kann.

Antilopen, Gazellen, Zebras, Giraffen

Beutetiere, wie Gazellen, Zebras, Gnus, Giraffen und Antilopen bekommen häufig in der Mittagszeit ihren Nachwuchs. Es ist die beste Zeit, um die Trägheit der Raubtiere auszunutzen. Die Jungtiere haben nach der Geburt bis zur Dämmerung Zeit, um auf die Beine zu kommen und Anschluss an die schützende Herde zu finden.

Elefanten

Elefantenherden halten sich während der Mittagszeit gerne an Flussufern oder Wasserlöchern auf. Sie trinken, baden und duschen gern ausgiebig. Stundenlang kann ich Elefanten beobachten, wie sie geschickt mit ihren Rüsseln umgehen und untereinander interagieren. Es ist ihnen immer anzusehen, wie sie Wasser und eine erfrischende Schlammdusche genießen.

weitere Tiere

Die oben aufgezählten Tierarten sind die mit am häufigsten anzutreffenden und beliebtesten Savannenbewohner. Aber auch Hyänen, Jackale, Marabus und Geier geben interessante Beobachtungen und Fotomotive. Wenn Raubkatzen genug von ihrer Beute gefressen haben, warten sie bereits in zweiter Reihe und stürzen sich auf die Reste, bis kaum noch etwas übrig bleibt.

Nichts für schwache Gemüter

Ich habe bewusst einige Fotos ausgewählt, die eben nich nur die niedliche Seite der Savanne zeigen. Tierverhalten zu studieren und zu fotografieren zeigt auch den ewigen Kampf ums Überleben. Auch ich bin nah am Wasser gebaut und habe schon Rotz und Wasser geheult, weil das kleine Gnu nicht mehr das sichere Ufer erreichte. Aber ich habe verstanden, es muss so sein, auch wenn es brutal ist. Löwen, Krokodile, Hyänen und Geparden ernähren sich nicht von Gänseblümchen. Jedes Tier hat in seinem Kosmos seine Bestimmung.

Büffel greift Löwen an

Büffel greift Löwen an

Löwenmännchen mit Beute: einem kleinen Flusspferd

Löwenmännchen mit Beute: einem kleinen Flusspferd

Revierstreitigkeiten bei den Flusspferden

Revierstreitigkeiten bei den Flusspferden

kleiner Gepard mit Beute

kleiner Gepard mit Beute

Pflegetipps für die Fotoausrüstung

Die tägliche Pflege von Kamera und Objektiven gehört zum Fotografieren auf Safari dazu. Meine wichtigsten Hilfsmittel sind:

  • Blasebalg
  • Pinsel
  • Lenspen
  • Brillenputztücher
  • feuchte Reinigungstücher

Nach einer erfolgreichen Pirschfahrt sieht man es häufig auch der Kamera und dem Zubehör an. Feiner roter Sand findet sich in jeder Ritze und das Kameragehäuse hat einen „Schutzfilm“ aus Sonnencremeresten und Schweiß. In meinem Safarizelt nehme ich mir täglich die Zeit, um alles wieder in seinem Urzustand zu bringen.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Als erstes puste ich mit dem Blasebalg den Staub von dem Kamerabody und dem Objektiv. Wenn der Handgriff sehr klebt wische ich ihn feucht ab und lasse ihn lufttrocknen. Als nächstes öffne ich den Objektivdeckel und puste ebenfalls mit dem Blasebalg drüber. Danach gehe ich gegebenenfalls mit dem Pinsel drüber.

Von den Staubkörnern befreit kann ich jetzt mit dem Lenspen und den Brillenputztüchern Fingerabdrücke oder Schlieren wegpolieren. Niemals ein Brillenputztuch vor dem Blasebalg oder Pinsel nehmen, ansonsten können feinste Kratzer auf der Linse oder Filter einpoliert werden.

Wenn ich an dem Tag Objektive an der Kamera getauscht habe, schaue ich mir auch den Spiegel an. Dazu klappe ich ihn hoch und puste ebenfalls mit dem Blasebalg.

Behutsame Reinigungsmaßnahmen

Den Sensor weder mit dem Blasebalg noch mit einem Ohrstäbchen berühren. Das gibt Kratzer auf dem Sensor und noch schlimmere Flecken. Es gibt auch Sets, wo Flüssigkeiten auf den Sensor aufgetragen werden. Ich persönlich habe es mir noch nicht zugetraut es auszuprobieren. Der Sensor ist sehr empfindlich und kann schnell Schaden nehmen.

Wenn er zu verdreckt ist, wie etwa mit klebrigen Blütenpollen, gebe ich meine Kamera lieber einen Experten im Fotofachgeschäft meines Vertrauen oder schicke sie ein. Ein Sensoraustausch kommt fast mit dem Neukauf einer Kamera gleich.

Mein Extratipp zur Reinigung mit Brillenputztüchern

Als Brillenträgerin habe ich etliche dieser Brillenputztücher. Falls du keine Brille trägst, würde ich empfehlen sich ruhig ein paar von den kleinen Tüchern zu zu legen.

Während der Safari bewahre ich sie staubsicher in einem kleinen Zipbeutel auf. Für jeden Tag nehme ich ein neues. Damit gehe ich sicher, dass ich keine Staubkörner auf Filter oder Linsen einreibe. Zuhause wasche ich sie immer mit einem Sportwaschmittel.

Reinigung auf der Pirschfahrt

Auf dem Game drive prüfe ich stetig, wie die Oberfläche von meiner Linse aussieht, vor allem wenn ich sie lange im Gebrauch habe und wenn es windig ist. Auch wenn die Sonnenblende einen Großteil des Staubes abfängt, sieht die Linse meist besprenkelt aus. Aus diesem Grund habe ich mein Reinigungsset immer griffbereit. Ein Blasebalg hilft schnell für klare Sicht.

Nichts ist bei der Fotosichtung daheim ärgerlicher und zeitaufwendiger als lästigen Sendordreck und Staubkörner in Lightroom oder Photoshop wegzustempeln.

Technische Hilfsmittel der Kamera

In den Spiegelrefelkameras stecken einige Assistenten, wenn es um die Beseitigung von Sensorflecken geht. So lässt sich bei der Nikon D750 die Bildsensor-Reinigung automatisch beim Ein/Ausschalten aktivieren. Ein weiterer Menüpunkt ist das Referenzbild (Staub), dabei fotografiert man in 10 cm Abstand eine weiße Fläche und es werden auf einem Schachbrettmuster gegebenfalls Verunreinigungen angezeigt. Bei schlechten Lichtverhältnissen funktioniert es allerdings nicht.

Fotografieren auf Safari hat Suchtpotenzial. Versprochen!!

Fotografieren auf Safari hat Suchtpotenzial. Versprochen!!

Löwenfamilie mit 210 mm fotografiert

Löwenfamilie mit 210 mm fotografiert

Datensicherung auf Safari

Die Sicherung der erstellten Fotodateien ist ein Thema, welches ich bis jetzt auch immer sehr entspannt angegangen bin. Es wird jedoch immer empfohlen die Fotos als Backup auf einem Laptop oder einer externen Festplatte zu sichern. Ich habe keinen Laptop auf Safari dabei. Ich habe für die gesamte Safari genügend Speicherkarten dabei und benutze jeden Tag neue. Die genutzten von einem Tag, auch wenn sie nicht vollständig voll sind, bekommen ein Post-it mit Datum und Ort und werden in einem Speicherkarten Case verwahrt.

Fotografieren auf Safari leicht gemacht

Fotografieren auf Safari leicht gemacht

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