Allein schon das Wort „Safari“ klingt nach afrikanischer Magie und schürt bei mir immer die Sehnsucht nach Abenteuer. Sich für ein Safariland und für einen Safarianbieter zu entscheiden, ist gar nicht so einfach. Damit es leichter fällt, habe ich meine persönlichen Tipps für die Reiseplanung einer Safari in Kenia zusammengestellt.

Safari planen

Am liebsten drehe ich Deutschland in der kalten Jahreszeit die kalte Schulter zu. Keine Lust auf Graupelschauer, Auto frei kratzen und ständig kalte Füße. Das tausche ich liebend gern gegen 29°C im Schatten, barfuß durch den Sand laufen, die afrikanische Sonne auf meiner europäisch blassen Haut fühlen und natürlich auf Safari gehen und wilde Tiere beobachten.

Karibu heißt `Willkommen` (Swahili)

Karibu heißt `Willkommen` (Swahili)

1. Mit dem Wetter dein Reiseland finden

Wenn Du auch am liebsten im Winter in die Wärme fliehst, musst Du vor allem schauen, wie die Trocken- und Regenzeiten in den jeweiligen Ländern fallen. Ich bin im Januar/Februar verreist und habe mich für aus diesem Grund für Kenia entschieden. Die kleine Regenzeit im November/Dezember ist vorbei und die Savannen saftig grün. Die große Regenzeit im April/Mai, ist noch weit weg. Viele Besucher schwören auch auf die Regenzeit. Es ist ruhiger und es lässt sich vielleicht auch das ein oder andere Schnäppchen machen. Einige Hotel und Lodges haben dann aber auch geschlossen. Sie nutzen die Zeit für Reparaturen uns Renovierungsarbeiten.

Im Juli bis September ist nicht nur Ferienzeit, sondern auch Hauptsafari-Zeit! Eins der größten Tierwunder dieser Erde lockt dann jedes Jahr viele Touristen in die Maasai Mara. Die große Tierwanderung ist eins der spektakulärsten Erlebnisse. Kannst Du Dir über 1 Millionen Tiere auf einen Fleck vorstellen? Tiere bis zum Horizont und zurück. Vor allem Gnus und Zebras überqueren unter Einsatz ihres Lebens den Mara River.

Ein stattlicher Löwe in der grünen Savanne der Maasai Mara

Ein stattlicher Löwe in der grünen Savanne der Maasai Mara

Kämpfende Flußpferde im Mara River

Kämpfende Flußpferde im Mara River

2. Anbieter finden

Okay, Du weißt jetzt zu welcher Jahreszeit Du in Kenia auf Safari gehen willst. Nun musst Du einen passenden Anbieter finden, mit dem Du Dich ins große Safariabenteuer stürzen willst. Ganz ehrlich, wenn Du die Internetsuchmaschinen befragst, wirst Du von großen Agenturen bis Ein-Mann-Unternehmen buchstäblich überrollt. Ich sag´s Dir, ich hab mich da echt durchgewurschtelt und bin an einem Safari Anbieter kleben geblieben.

Warum? Ich hab das Gästebuch gelesen und merkte: „Ja, genau das will ich auch erleben! Genau so!“ Die vielen liebevollen Einträge der Teilnehmer haben mich beeinflusst und überzeugt! So fiel meine Wahl auf D.M.Tours und Safaris in Diani Beach. Mittlerweile habe ich meine 5. Safari bei Denis und seinem Team gebucht. Es gibt in Deutschland zwei tolle telefonische Ansprechpartner und vor Ort gibt es eine super Betreuung, die alles mit Dir besprechen. Ob Du dich für ein Safaripaket entscheidest oder Du Dir eine eigene Safari zusammenstellen möchtest. Du findest hier genau Deine Safari.

Mir waren im besonderem auch die Fahrzeuge und damit die Anzahl der Safariteilnehmer wichtig. Ich wollte definitiv in keinem Mini-Bus mit 9-12 Personen sitzen. Du darfst nicht vergessen, Du verbringst ganz schön viel Zeit miteinander und das auf relativ engem Raum. So ein Allradfahrzeug hat meist Platz für maximal 4-5 Personen und im Gelände natürlich noch viel mehr Vorteile als ein Minibus.

Mit D.M. Tours im Meru NP unterwegs

Mit D.M. Tours im Meru NP unterwegs

3. Warum nicht auf eigene Faust?

Viele Freunde und Bekannte haben mich auch oft gefragt: Warum mietest Du Dir nicht ein Fahrzeug und fährst einfach selber? GPS anmachen und los geht´s! Glaubst Du! Viele Straßen und Wege sind in den Karten noch nicht mal ansatzweise eingezeichnet oder nur zu bestimmten Trockenzeiten befahrbar. Dein Fahrer und Guide kennt jede Abkürzung und weiß welches Flussbett er bei welcher Strömung überqueren kann und wann nicht. Dein Fahrerguide ist während der Fahrt auch im ständigen Kontakt zu seinen Landsmännern und erfährt so die neuesten News über das aktuelle Geschehen, was Dir ein Navi niemals erahnen würde. Ein gut ausgebildeter Fahrer weiß auch wo er letzte Woche die Gepardenmutter mit ihren Jungen sah. Und er weiß auch was zu tun ist, wenn ein großer Elefantenbulle vor Dir steht.

Wo sind die Nashörner am späten Nachmittag? Wann sind die Löwen am aktivsten? Dein Fahrerguide kennt die einzelnen Verhaltensweisen der verschiedenen Tiere. Wäre ich alleine gefahren, ich hätte mich definitiv verfahren, festgefahren und hätte nur einen Bruchteil der Tiere zu Gesicht bekommen. Eine Safari durch Kenia´s Nationalparks und Reservate ist kein Zoospaziergang.

Und dann ist da noch die Sache mit dem inneren Schweinehund und dem frühen Aufstehen. Sei ehrlich, würdest Du von ganz alleine auf die Idee kommen und es vor allem auch umsetzen um 5 Uhr aufzustehen? Wenn mein Guide sagt, wir treffen uns um 6 Uhr am Fahrzeug, dann hat das seinen Grund! Er will Dir etwas besonderes zeigen. Vielleicht will er, dass Du den fantastischsten Sonnenaufgang über der Savanne siehst oder einen Leopard mit frisch erlegter Beute finden.

Vielleicht kehren die Löwen gerade von der Jagd zurück, bevor sie satt und vollgefressen den ganzen Tag im Schatten der Akazienbäume verschlafen. Ein Safariguide ist deine Verbindung zum Land. Durch ihm wirst Du nicht nur viel mehr sehen und erfahren, sondern Deine Safari bekommt ein Gesicht.

Gepardin mit Jungtieren in der Maasai Mara

Gepardin mit Jungtieren in der Maasai Mara

Safari ist kein Streichelzoo - Geparden auf dem offenem Dach

Safari ist kein Streichelzoo – Geparden auf dem offenem Dach

Sonnenaufgang über dem Mara Triangle

Sonnenaufgang über dem Mara Triangle

4. Welche Safari passt zu mir?

Jetzt musst Du ganz genau auf Deine Bedürfnisse hören! Möchtest Du lieber erstmal klein anfangen und 2-3 Tage reinschnuppern? Dann ist z.B. eine Safari nach Tsavo Ost, Tsavo West und Amboseli ein guter Einstieg.

Mit dem Geländewagen ist es nicht so weit und Du lernst 3 unterschiedliche Parks kennen. PS. Kein Park gleicht dem anderen! Du siehst unterwegs natürlich auch Land und Leute!!
Du magst nicht die ganze Zeit im Auto sitzen? Mach eine „Fly-In Safari“!

Schon der Flug z. B. in die Maasai Mara ist ein unvergessliches Erlebnis. So fühlt sich richtiges Fliegen an! Unter Dir siehst Du wie sich die Landschaft verändert und Du landest auf kleinen roten Sandpisten. Perfekt um zum Beispiel in die Maasai Mara oder auch nach Meru zu kommen.

Hast Du Lust auf eine richtig schöne Safari? Wie wäre es mit Tsavo Ost – Tsavo West – Amboseli – Lake Naivasha – Maasai Mara! Genauso war meine erste Safari!

Die berühmten roten Elefanten von Tsavo Ost

Die berühmten roten Elefanten von Tsavo Ost

Tsavo West vom Poacher´s Look out

Tsavo West vom Poacher´s Look out

Zebras vor dem Kilimanjaro im Amboseli NP

Zebras vor dem Kilimanjaro im Amboseli NP

Mit dem `Fliegenen Koffer` auf roten Sandpisten landen

Mit dem `Fliegenen Koffer` auf roten Sandpisten landen

Nur Fliegen ist schöner - Elefanten von oben im Amboseli NP

Nur Fliegen ist schöner – Elefanten von oben im Amboseli NP

Löwenrudel in der Maasai Mara

Löwenrudel in der Maasai Mara

Giraffenkindergarten im Meru NP

Giraffenkindergarten im Meru NP

5. Clever Unterkunft buchen

So, jetzt hast Du Deine Traumsafari. Juhu!! Willst Du nur für die Safari nach Kenia reisen? Raus aus den Flieger – Safari – und ab zurück in den Flieger? Willst Du mehr Zeit verbringen und Deine Unterkunft für den gesamten Aufenthalt buchen? Von beidem rate ich ab! Oder kannst Du Dir vorstellen nach 8 Stunden Flug direkt in einen Geländewagen zu steigen und dann Tiere zu beobachten??? Ich bin nach so einem Flug echt geschlaucht und selbst im Geruckel des Allradwagens würden mir vor Müdigkeit die Augen zufallen. Ich gönn mir da lieber ein paar Tage und komm erstmal an. Gewöhne mich ans Klima, am besten an der Küste. Erkunde die Gegend, genieß die Sonne und geh Schnorcheln!

Als Hotelbetriebswirtin interessieren mich natürlich Hotels und ich wähle auch immer sehr gern eins. Ja, ich muss einfach wissen, wie das Business in einem anderen Land tickt. Aber ich buche nicht den gesamten Zeitraum. Ich buche vor der Safari ein paar Tage, lass meine Strandsachen im Hotel verstauen, checke aus und buche den Zeitraum nach der Safari. Die Zeit nach der Safari ist wichtig, um die vielen tollen Erlebnisse erstmal alle zu verarbeiten und auch um vielleicht ein bisschen Schlaf nachzuholen. Ich hab es ja bereits erwähnt, um 5 Uhr klingelt der Wecker und dann sind da vielleicht die ein oder anderen Tiergeräusche außerhalb des Zeltes, die dich kein Auge zumachen lassen.

Eine Safari ist eine Erfahrung, die Du nie vergessen wirst. Sie ist anstrengender als Du glaubst und sie birgt eine große Ansteckungsgefahr. Pssssst….Sie kann süchtig machen!! Ja, wirklich!! Mich hat´s nämlich erwischt! Ich MUSS jeden Tag an Kenia und Safariabenteuer denken!!!

Also, buche vorher und nachher eine Unterkunft damit die Safari auch für Dich ein unvergessliches Abenteuer wird!

Schnorcheln an Kenia´s Südküste

Schnorcheln an Kenia´s Südküste

Sterntaler auf kenianisch

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Über die Autorin / Autoren

Anne-Katrin

Als gebürtige Brandenburgerin arbeite ich dort, wo andere in Norddeutschland ihren Urlaub verbringen. Meinen Urlaub verbringe ich am liebsten als leidenschaftliche Wildlife Fotografin - zwischen A wie Afrika bis Z wie Zingst!