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Roadtrip durch den Westen der USA – Meine Route

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Bereits im Februar 2014 machte ich mit einem Bruder einen Roadtrip quer durch den Westen der USA. Er führte uns einmal quer durch Kalifornien, nach Arizona und Nevada. Die Route hatte ich zu Hause geplant und auch die Hotels / Motels im Vorfeld gebucht. Ich wollte mich vollkommen auf das Unerwartete einlassen und mich nicht von der Suche nach einer Unterkunft ablenken lassen.

Die Route im Detail

17 Tage, 3.537 Kilometer – vier amerikanische Großstädte, drei Nationalparks, eine Wal-Tour, zwei bekannte Straßen!

San Francisco – Yosemite Nationalpark – Monterey – Santa Barbara – Los Angeles – San Diego – Grand Canyon – Las Vegas

Hier gibt es Beiträge zur Route

Tag 1: Ankunft in San Francisco

  • Flug von Berlin nach San Francisco mit Ankunft gegen 12:00 Uhr mittags.
  • Highlights des Tages: Fisherman’s Wharf, Pier 39, die Straßen von San Francisco
  • Übernachtung: Seaside Inn (Motel)

Direkt nach der Einreise in San Francisco geht es auf Entdeckungstour. Das erste große Highlight ist dabei die Golden Gate Bridge, die wir das erste Mal erblicken, nur etwa 5 Minuten nach dem Verlassen vom Motel. Was für ein Anblick!

Direkt weiter geht es zum Fisherman’s Wharf und dem Pier 39, wo uns die grölenden Robben begrüßen. Interessant ist dann auch der Weg zurück zum Motel. Die Steigung der Straßen in San Francisco ist teilweise echt enorm. Fast sind wir auf allen Vieren die Straßen hochgekrochen. Am Ende des Tages werde ich dafür mit einer fetten Blase an der Ferse belohnt.

Am Pier 39 in San Francisco

Am Pier 39 in San Francisco

Tag 2: Sightseeing in San Francisco

  • Highlights des Tages: Besuch der Gefängnisinsel Alcatraz, die Lombard Street, Fahrt mit dem Cable Car, Chinatown, Downtown, „The Painted Ladies“ (bekannte viktorianische Häuser)
  • Übernachtung: Seaside Inn (Motel)

Der Jetlag hat mich um 7 Uhr am Abend zuvor ausgeknockt. Es war mir einfach nicht mehr möglich gewesen, die Augen offen zu halten. Dafür bin ich nun schon seit 3 Uhr nachts hellwach und kann einfach nicht mehr einschlafen. Gut, dass ich die Tickets für Alcatraz so früh für den Morgen gebucht habe. So geht es direkt mit der erste Fähre auf die Gefängnisinsel und das ist auch gut so. Denn als wir die Insel schon wieder verlassen, ist die Insel mit den Touristen richtig gefüllt.

Danach geht es direkt mit dem Cable Car in die Innenstadt, ein weiteres Highlight auf das ich mich bei meinem San Francisco Besuch besonders freue. Ich halte mich draußen an der Stange fest und lasse mir den Fahrtwind um die Ohren wehen, während das Cable Car die Straße hinunter saust.

Nach einem kurzen Abstecher durch Chinatown geht es zu den „The Painted Ladies“, eines der bekanntestes Fotomotiven von San Francisco, bekannt durch die USA Sitcom „Full House“ aus den 90er Jahren. Um dorthin zu gelangen nehmen wir den Bus. Und ich bin überrascht, denn in San Francisco werden zum teil O-Busse eingesetzt. Das kenne ich eigentlich nur aus meiner Heimatstadt Eberswalde.

GoOnTravel.de: Die berühmten viktorianischen Häuser in San Francisco

Die berühmten viktorianischen Häuser in San Francisco

Tag 3: Die Golden Gate Bridge

  • Highlights des Tages: Downtown, Golden Gate Bridge
  • Übernachtung: Seaside Inn (Motel)

Nachdem wir die Golden Gate Bridge nun täglich so einige Male aus der Distanz gesehen habe, steht heute die Besichtigung aus nächster Nähe an. Mit dem Bus dauert die Fahrt von unserem Motel gerade einmal 10 Minuten.

Vorgestellt habe ich mir einen Spaziergang über die Brücke. Dieser wird für mich allerdings fast zu einer Mutprobe, denn ich habe auf Grund der Höhe sehr mit mir zu kämpfen. In die Nähe des Geländers traue mich wegen meiner Höhenangst nicht. Auch spürt man beim Überqueren der Brücke leicht Schwingungen, oder bilde ich mir das auf Grund das Verkehrs nur ein? Es ist ganz schön zugig auf der Brücke und weil auch bald darauf etwas Regen einsetzt, kehren wir auf etwa der Hälfte der Brücke wieder um.

GoOnTravel.de: Die Golden Gate Bridge im Abendnebel

Die Golden Gate Bridge im Abendnebel

Tag 4: Weiterfahrt zum Yosemite Nationalpark

  • Highlights des Tages: Yosemite Nationalpark
  • Übernachtung: Yosemite Westgate Lodge
  • Tagesdistanz: ca. 322 km

Heute verlassen wir San Francisco. Zuerst geht es allerdings früh am Morgen noch einmal nach Downtown, um dort unseren Mietwagen abzuholen. Einen enormen Vorteil hat der Jetlag schon, wir sind immer so früh wach, dass wir schon sehr viel bereits am frühen Morgen erledigt haben.

Mit dem Mietwagen geht es natürlich noch kurz zum berühmtesten Teil der Lombard Street. Die kurvige kleine Straße mit dem Auto hinunter zu fahren, steht auf meiner San Francisco To-Do-Liste. Genauso auch wie mit dem Auto über die Golden Gate Bridge zu fahren. Eigentlich steht noch ein Stopp auf der anderen Seite auf dem Tagesplan, aber den müssen wir auf Grund von stark einsetzenden Regen wieder streichen. Deshalb geht es nun in Richtung Yosemite Nationalpark, den wir am frühen Nachmittag erreichen.

On the road - Auf dem Weg zum Yosemite National Park

On the road – Auf dem Weg zum Yosemite National Park

Tag 5: Vom Yosemite Nationalpark nach Monterey

  • Übernachtung: Inn By the Bay Monterey
  • Tagesdistanz: ca. 323 km

Regen, Regen, nichts als Regen. Der Roadtrip entpuppt sich allmählich als Regentrip. Nachdem wir uns den Yosemite Nationalpark und das Valley bei Starkregen angeschaut haben, verlassen wir ihn am frühen Nachmittag wieder uns fahren zurück an die Küste nach Monterey. Die Hafenstadt erreichen wir erst am Abend. Auch hier regnet es weiter ununterbrochen.

Ein Mule Deer gesichtet im Yosemite Nationalpark

Ein Mule Deer gesichtet im Yosemite Nationalpark

Tag 6: Whale Watching bei Monterey

  • Highlights des Tages: Whale Watching, Carmel-by-the-Sea
  • Übernachtung: Inn By the Bay Monterey

Die geplante Whale Watching Tour läuft aus meiner Perspektive anders als gehofft und ein wenig Enttäuschung macht sich bei mir breit. Monterey an sich ist ganz nett, wenn nur nicht ständig dieser Regen wäre. Ich bin genervt. Befinde ich mich nicht Sonnenstaat Kalifornien, warum regnet es dann die ganze Zeit? Meine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt und auch mein Bruder kann mich nicht wirklich motivieren. Morgen soll es in den Big Sur gehen und das bei dem Wetter?

Am Abend verfolgen wir noch einmal den Wetterbreicht im TV. Da es im Januar kaum geregnet hat, ist der Regen im Februar aktuell ein Segen für Kalifornien, der damit die Wasser Speicher des Staates wieder auffüllt. Einen kleinen Lichtblick gibt es auch, ab morgen Mittag soll das Wetter besser werden. Deshalb entschieden wir uns, unsere Tour erst später am Tag zu starten.

Blick auf den Hafen von Monterey

Blick auf den Hafen von Monterey

Tag 7: Dem Pacific Coast Highway 1 entlang durch den Big Sur

  • Weiterfahrt nach Pismo Beach
  • Highlights des Tages: Mazda Raceway Laguna Seca, 17-Mile Drive, Pacific Coast Highway 1 und der Big Sur
  • Übernachtung: Beachwalker Inn & Suites
  • Tagesdistanz: ca. 249 km

Bevor wir unsere Tour entlang des Küstenhighways gen Süden starten, machen wir von Monterey einen Ausflug auf eine Rennstrecke in der Nähe. So ganz nebenbei hat mir mein Bruder erklärt, dass er – als Rennsport-Fan – dort unbedingt hin möchte. Die Info hätte er mir auch bereits bei der Planung des Trips stecken können. Aber gut, unsere Tour haben wir eh auf später verschoben, so geht es erst einmal zum Mazda Raceway Laguna Seca. Eine Rennfahrer sind an diesem Tag auch auf der Strecke, ansonsten ist es dort eher leer und wir können uns in Ruhe umsehen.

Nachdem Besuch des Mazda Raceway Laguna Seca geht es nun 17-Mile Drive. Es ist immer noch bewölkt, aber es regnet nicht mehr, immerhin. Auch während der Tour durc den Big Sur, dem Pacific Coast Highway 1 entlang bleibt es trocken, einmal lässt sich sogar die Sonne blicken. Gut dass wir mit dem Start unserer Tagesroute gewartet haben. Auch wenn wir dadurch weniger Zeit für die Highlights der Strecke hatten, hat mich die Fahrt entlang der Küste wahnsinnig gut gefallen. Ich werde bestimmt noch einmal hierher irgendwann zurück kehren.

Der Coast Highway Nr. 1

Der Coast Highway Nr. 1

Tag 8: Santa Barbara

  • Weiterfahrt nach Santa Barbara
  • Highlights des Tages: Shopping im Outlet Center, Surfer am Morgen, Pier und Farmers Market in Santa Barbara
  • Übernachtung: Parkside Inn (nicht zu empfehlen)
  • Tagesdistanz: ca. 131 km

Durch Zufall entdecken wir bei der Planung der Tagesstrecke, dass es ganz in der Nähe von unserem Motel in Pismo Beach ein Outlet Center gibt. Da dieses erst um 10 Uhr am Morgen öffnet, zieht es uns an den Strand, wo wir einige Surfer beobachten. Und was soll ich sagen, die Sonne scheint und es ist schon deutlich milder als noch die letzten Tage zuvor. Liegt es vielleicht daran, dass wir immer südlicher von Kalifornien kommen?

Bevor es uns an diesem Tag nach Santa Barbara treibt gehen wir erst einmal shoppen und verlassen das Outlet mit einigen Schnäppchen. Shopping hatte ich eigentlich gar nicht groß auf den Plan gesetzt und nun sind wir dem Outlet Fieber verfallen. So schnell geht das.

Als wir Santa Barbara erreichen, bin ich ein wenig enttäuscht von der Stadt, der ist Ruf scheinbar größer ist als ihr Sein. Allerdings bin ich vom Farmers Market, für den am Abend die halbe Stadt gesperrt zu sein scheint, sehr begeistert. Viele lokale Bauern bieten hier Obst und Gemüse oder andere „organic“ (bio) Produkte an.

Ein Surfer früh am Morgen in Pismo Beach

Ein Surfer früh am Morgen in Pismo Beach

Tag 9: Auf nach Los Angeles

  • Highlights des Tages: Sonnenaufgang in Santa Barbara, Malibu Beach, Santa Monica, Venice Beach, Hollywood, Walk of Fame
  • Übernachtung: Hollywood La Brea Inn
  • Tagesdistanz: ca. 153 km

Heute geht es nach Los Angeles. Yhhhh! Bevor es los geht, zieht es uns zum Sonnenaufgang an den Strand von Santa Barbara. Schnell ein paar wärmere Klamotten übergeworfen, über die Straße und schwups sind wir schon am Strand. Das einzige Gute an unserem Motel ist die Lage.
Bevor wir uns in den nächsten Tagen L.A. anschauen, machen wir halt am berühmten Malibu Beach. Der Strand ist am Morgen noch relativ leer, nur ein Surfer ist hier unterwegs. Allmählich wird es immer wärmer und der Tag entpuppt sich als T-Shirt Wetter.

Der nächste Stopp ist Santa Monica und natürlich das Santa Monica Pier mit seinen Attraktionen. Das Pier wird als Ende der Route 66 deklariert und hier ist so einiges los. Eigentlich haben wir vor von Santa Monica Beach zum Venice Beach zu laufen, stellen dann aber fest, dass die Strecke doch um einiges weiter ist als angenommen. So fahren wir weiter direkt zum Venice Beach.

Wie beschreibt man am besten Venice Beach. Gechillt würde ich mal sagen. An fast jeder Ecke riecht es nach Gras, da wird man bereits vom entlang schlendern high. Der allgewärtige Grasgeruch empfinde ich irgendwann als störend. Ein Abstecher zum Muscle Beach und zur Halfpipe am Venice Beach dürfen natürlich auch nicht fehlen. Hier habe ich tatsächlich zum ersten Mal so ein typisches Kalifornien-Gefühl.

Am späten Nachmittag geht es dann richtig Hollywood, wo unser Motel direkt am Walk of Fame liegt. Natürlich geht es gleich noch zum Chinese Theatre, wo ich doch glatt weg Johnny Depp in seinem Kostüm aus „Fluch der Karibik“ über den Weg laufe.

Venice Beach

Venice Beach

Tag 10: Sightseeing Los Angeles

  • Highlights des Tages: Wanderung zum Hollywood Zeichen, Beverly Hills, Rodeo Drive
  • Übernachtung: Hollywood La Brea Inn

Heute Morgen steht eine Wanderung zu den berühmtesten Wahrzeichen von Los Angeles an, dem HOLLYWOOD Schriftzug. Leider habe ich bei meiner Recherche nur wenig darüber gefunden, wie wir dort hin kommen. Deshalb entwickelt sich das ganze Vorhaben etwas schwierig. Gegen Mittag kommen wir, nach ein paar Tipps, den riesigen Lettern aber schon ziemlich nahe.

Einen kleinen Einblick in die Welt der Reichen und Schönen haben wir bereits auf der Suche nach dem HOLLYWOOD Zeichen erhalten. Jetzt zieht es uns nach Beverly Hills, vielleicht entdecken wir ja den einen oder anderen Star ja beim Müll raus bringen. Fehlanzeige, hinter dichten Hecken ist niemand zu entdecken. Deshalb zieht es uns weiter zum Rodeo Drive, der vor allem durch den Film „Pretty Woman“ bekannt geworden ist.

Der berühmte Rodeo Drive in Los Angeles

Der berühmte Rodeo Drive in Los Angeles

Tag 11: Auf zum Sonnenuntergang nach San Diego

  • Highlights des Tages: Downtown Los Angeles mit Walt Disney Concert Hall und Stables Center, Long Beach, Nebelwand an den Stränden von Kalifornien, Sonnenuntergang in San Diego
  • Übernachtung: Best Western Yacht Harbor Hotel
  • Tagesdistanz: ca. 194 km

Bevor wir heute nach San Diego aufbrechen geht es noch fix nach Downtown LA. Dort möchte ich noch unbedingt Walt Disney Concert Hall. Parkplätze in dieser Gegend sind rar und richtig teuer. Wir haben ein Valet Parking gefunden. Ich erkläre, dass wir nur fix zur Walt Disney Concert Hall wollen, müssen aber trotz der etwa 15 Minuten stolze 7 Dollar hinlegen. Ähnliches erwartet uns auch beim Stables Center, dem zuhause der LA Lakers. Darauf habe ich aber keine Lust, deshalb muss es für einen schnellen Schnappschuss reichen.

Auf dem Weg gen Süden, legen wir noch einen Stopp in Long Beach ein und besuchen dort  den schicken Hafen der Stadt.

Die Weiterfahrt wird dann sehr skurril. Die rechte Seite, an der sich die Küsten befindet ist in einen dicken Nebel getaucht, während links kein Wölkchen am Himmel zu sehen ist. Die Strände und Palmen stehen in einer weiß grauen Wand. An einem Strand halten wir an, um dieses Naturphänomen festzuhalten. Obwohl man vom Strand aus nicht einmal das Meer sehen kann und die Sonne erst recht nicht durch das dicken Nebelfeld durchdringt, liegen am Strand einige Menschen in Badesachen und sonnen sich – oder bilden es sich zu mindestens ein.

Irgendwo auf dem Weg nach San Diego stehen wir im Stau. Ende im Gelände. Geplant ist, dass wir am frühen Nachmittag in San Diego sind und dann noch ein wenig die Stadt erkunden. Es ist Freitag und am Montag ist frei, da der Sonntag ein Feiertag ist. Damit haben die Amerikaner ein verlängertes Wochenende und viele zieht es über die mexikanische Grenze für einen Miniurlaub. Das habe ich bei meiner Planung nicht einkalkuliert. So begrüßt uns San Diego mit einem fantastischen Sonnenuntergang beim Eintreffen. In etwa haben wir für die Strecke 5 Stunden länger als geplant gebraucht.

Ein fazinierendes Naturschauspiel - Nebel am Strand

Ein fazinierendes Naturschauspiel – Nebel am Strand

Tag 12: Sightseeing San Diego

  • Highlights des Tages: Gaslamp Quarter, Seaport Village, Balboa Park, Old Town, La Jolla Cove
  • Übernachtung: Best Western Yacht Harbor Hotel

Da uns durch die verspätete Ankunft am Tag zuvor, Zeit für die Erkundung der Stadt flöten gegangen ist, müssen wir San Diego an einem Tag erkunden. Obwohl einiges bei uns auf dem Programm steht, hetzen wir nicht sondern nehmen uns ausgelassen Zeit. Vor allem der Balboa Park gefällt uns und wir besuchen hier unter anderem den Botanischen Garten.

Aber auch die inszenierte Altstadt oder das touristische Seaport Village finden wir toll. Das Highlight des Tages ist der Sonnenuntergang an der La Jolla Cove. Dort schmeißt sich tatsächlich am Strand ein Seehund vor meiner Kamera in Pose.

Eine Kirche in San Diego

Eine Kirche in San Diego

Tag 13: Es geht auf die Route 66

  • Weiterfahrt nach Laughlin
  • Highlights des Tages: USS Midway Flugzeugträger, Route 66
  • Übernachtung: Aquarius Casino Resort
  • Tagesdistanz: ca. 549km

Wir verlassen San Diego schon wieder, ich muss zugeben, dass mir die Stadt richtig gut gefallen hat, gerne wäre ich hier länger geblieben. Aber der Grand Canyon ruft und unser Etappen Ziel heute ist die Stadt Laughlin in Nevada.

Bevor wird aber uns auf den Weg machen, besuchen wird noch den Flugzeugträger USS Midway am Hafen von San Diego. Leider öffnet dieser erst um 10 Uhr seine Tore für eine Besichtigung. Leider zu spät für uns wir müssen los. Es ruft die berühmte Route 66. Außerdem wird mir heute ein Geburtstagswunsch erfüllt, das erste mal habe ich eine Außentemperatur von über 30 Grad an meinen Jubeltag. Dazu noch eine gechillte Fahrt auf der Route 66 was will man mehr.

Umso enttäuschter bin ich allerdings von unserem Übernachtungsstopp auf dem zum Grand Canyon. Laughlin ist wie klein Las Vegas, ein Casino Hotel am nächsten, kein weiteres Highlight bietet diese Stadt. Merke Laughlin werde ich nicht noch einmal in meinem Leben einen Besuch abstatten, und schon gar nicht an meinem Geburtstag.

Unterwegs auf der Route 66

Unterwegs auf der Route 66

Tag 14: Auf zum Grand Canyon

  • Highlights des Tages: Route 66, Grand Canyon
  • Übernachtung: Best Western Premier Grand Canyon Squire
  • Tagesdistanz: ca. 330 km

Ganz früh am Morgen verlassen wir diese hässliche kleine Stadt irgendwo im nirgendwo und sind bereits mittags am Grand Canyon. Nach einer ausgiebigen Erkundung aller Aussichtspunkte beschließen wir am späten Nachmittag zum Hotel zu fahren und zum Sonnenuntergang wieder am Grand Canyon zu sein.

Was wir nicht mit einkalkuliert haben. Hier in Arizona befinden wir uns in einer anderen Zeitzone als noch in Kalifornien. Damit verpassen wir die Hälfte des Sonnenuntergangs. Zurück in der Stadt, gehen wir in einen Laden und schauen ungläubig dort auf eine Wanduhr. Als uns ein Ladenmitarbeiter anspricht fragen wir ob es hier eine andere Zeit als in Kalifornien. Er fand amüsant und bestätigt uns, dass hier die Uhren anders ticken als im Bundesstaat nebenan.

Das absolute Wow-Erlebnis - Der Grand Canyon

Das absolute Wow-Erlebnis – Der Grand Canyon

Tag 15: Viva Las Vegas

  • Highlights des Tages: Hoover Dam
  • Übernachtung: Planet Hollywood Resort & Casino
  • Tagesdistanz: ca. 446 km

Da es heute nach Las Vegas geht und wir eine längere Strecke vor uns haben, fahren wir direkt nachdem Frühstück los und lassen besuchen den Grand Canyon nicht noch einmal zum Sonnenaufgang.

Einen Zwischenstopp legen wir allerdings ein – am berüchtigten Hoover Dam. Der Staudamm ist eine richtige Touristenattraktion. Was ich hier aber besonders cool finde, die Talsperre verläuft direkt auf der Grenze  von Nevada und Arizona. Man kann also quasi zwischen den beiden Zeitzonen hin und her hüpfen.

Am Abend erreichen wir dann unseren letzten Stopp auf unserem Roadtrip durch den Westen der USA – Las Vegas.

GoOnTravel.de: Der Hoover Dam von oben. Dieser verläuft quer durch eine Zeitzone. Auf der linken Seite Nevada, auf der rechten Seite Arizona, mit einer Stunde Unterschied.

Der Hoover Dam von oben. Dieser verläuft quer durch eine Zeitzone. Auf der linken Seite Nevada, auf der rechten Seite Arizona, mit einer Stunde Unterschied.

Tag 16: Shopping und der Red Rock Canyon

  • Tagesausflug zum Red Rock Canyon
  • Highlights des Tages: Shopping im Outlet Center, Red Rock Canyon
  • Übernachtung: Planet Hollywood Resort & Casino
  • Tagesdistanz: ca. 60 km

Viva Las Vegas! Am Abend wollen wir den Strip einmal hoch und runter laufen und natürlich auch dem Fontänen Spektakel  vor dem Bellagio frönen. Vorher steht aber noch Shopping im Las Vegas North Premium Outlet an und ein Ausflug zum nahe gelegenen Red Rock Canyon an.

Pünktlich zum frühen Abend sind wir zurück in der Stadt der Lichter. Es ist inzwischen windig, sehr windig und zwar so sehr das sich sogar die Palmen biegen. Das wars dann mit dem Spaziergang über den Strip. Bleibt nur noch der morgige Tag bevor es wieder zurück nach Hause geht.

Der Red Rock Canyon nahe Las Vegas

Der Red Rock Canyon nahe Las Vegas

Tag 17: Der Las Vegas Strip

  • Highlights des Tages: Shopping im Outlet Center, der Las Vegas Strip
  • Übernachtung: Planet Hollywood Resort & Casino

Unser letzter Tag in las Vegas bricht. Zunächst steht wieder Shopping auf dem Programm, dieses Mal geht es ins Las Vegas South Premium Outlet. Dort in der Nähe befindet sich auch das berühmte Las Vegas Schild, ein Foto davor darf natürlich nicht fehlen. Nach einem Stau zurück zum Hotel sind wir am Nachmittag endlich auf dem Strip unterwegs.

Die stilvollen bunten Lobbys der Hotels ist eine Welt für sich, besonders die unterirdische Welt des Venetian finde ich beeindruckend. Die Kopie von Venedig kommt sehr echt rüber. Und endlich stehe ich zum Abschluss dieses Roadtrip vorm Bellagio und schauen der Show aus Wasser zu.

Das berühmte Bellagio Hotel in Las Vegas

Das berühmte Bellagio Hotel in Las Vegas

Tag 18: Abreise

Heute geht es wieder mit einem Zwischenstop über Detroit zurück nach Hause mit vielen unvergesslichen Momenten im Gepäck.

Meine Tops im Westen der USA

Ein echtes Wow-Erlebnis ist für mich definitiv der Grand Canyon. Diese vielen markanten Felsformationen und Schluchten in den unterschiedlichen Rottönen, mit einer Weite, die mit dem bloßen Auge nicht erfasst werden kann. Ich finde der Grand Canyon ist ein Naturwunder, das jeder einmal in seinem Leben gesehen haben sollte. Daher möchte ich hierher unbedingt noch einmal zurückkehren und dem Grand Canyon sowie auch den benachbarten Canyons einen intensiveren Besuch abstatten. Was mich auch landschaftlich echt umgehauen hat, ist der „Big Sur“ National Park, der sich der kalifornischen Küste entlang schlängelt.

Natürlich war die Fahrt auf der berühmte Route 66 ein Erlebnis, das seit Jahren auf meiner langen „To-Do-Liste“ stand. Genau wie die Fahrt mit Cable Car in San Francisco. Generell hat mir von den Städten her besonders San Francisco gefallen. San Diego hat mich sehr überrascht und gehört seitdem auch mit zu meinen liebsten amerikanischen Städten.

Meine Flops auf der Route

Gab es Flops auf dieser Reise? Ich würde sagen „Jein“. Im Nachhinein hätte ich auf den Zwischenstopp in Laughlin auf dem Weg zum Grand Canyon verzichtet. Lieber die gesamte Distanz an einem Tag durchziehen und die Zeit dann effektiver am Grand Canyon nutzen. Auch war ich etwas von der Wal-Tour in Monterey enttäuscht, aber das kann man nicht wirklich beeinflussen. Las Vegas hat mich nicht wirklich umgehauen. Es war mir dort einfach zu laut und zu voll, ein Tourismus Magnet halt. Aber auch das ist Geschmackssache.

Autofahren in den USA

Ich habe den Mietwagen bereits in Deutschland gemietet. Diesen haben wir am dritten Tag in San Fransisco in Downtown abgeholt. Da wir eine Stunde zu früh vor Ort waren, war unser Mietwagen noch nicht fertig und so haben wir ein Upgrade auf ein größeres Auto in Kauf genommen. Das haben wir aber nicht bereut, auch wenn der Mietwagen uns etwas teurer kam am Ende.

Bereut habe ich allerdings, dass wir kein Navigationssystem mitgebucht haben. Gerade um die zahlreichen Hotels auf unserer Route zu finden, wäre es von Vorteil gewesen. So haben wir jeden Abend auf dem Tablet die Route zum Hotel mit Screenshots festgehalten. Auch haben wir uns Offline-Karten von den Großstädten bereits zu Hause auf das Tablet gezogen. Mit diesen konnten wir super durch die Städte navigieren. Beim nächsten Mal ist ein Navi aber mit dabei.

Wichtig ist, dass du dich auf jeden Fall an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hälst. Auch wenn dich vielleicht die Amerikaner überholen. Du weißt nie, an welcher Ecke die Polizei wartet. So hatten wir wirklich den Fall, dass uns ein Amerikaner überholt hat und kurze Zeit später dieser von der Polizei rausgezogen worden ist.

Auch das Tanken ist ganz einfach. Ran an die Tankstelle, rein gehen und bezahlen (Bar oder mit der Kreditkarte). Hier gibt du vor wie viel du Tanken möchtest. Zum Beispiel für 30 Dollar, solltest du diesen Wert nicht erreichen, erhältst du das überschüssige Geld zurück.

Unser Mietwagen in den USA

Unser Mietwagen in den USA

Das Wetter im Februar im Westen der USA

Im Februar hast du im Westen der USA generell gutes Wetter. In der Regel fällt viel Regen im Januar um die Wasservorräte wieder aufzufüllen. Wir hatten zu Beginn der Reise allerdings etwas Pech. Vom letzten Tag in San Fransisco bis zur Abreise in Monterey hat es geregnet oder genieselt. Im Yosemite Nationalpark hatten wir in den Bergen sogar Schneefall und im Tal Dauerregen. Danach gab es aber ausschließlich Sonnenschein. Insgesamt hatten wir Temperaturen zwischen -2 Grad bis 34 Grad. Das Wetter kann man nun einmal nicht auf Reisen beeinflussen, mach also immer das Beste daraus.

Premium Outlets – Einkaufen in den USA

Im Westen der USA liegen auf dieser Route einige Premium Outlets, in denen du richtige Schnäppchen, bei Marken wie Tommy Hilfiger, Calvin Klein, DKNY, Michael Kors, Ralph Lauren u.v.a. machen kannst. Als ich die Route geplant habe, hatte ich das Shopping in Outlet Centern gar nicht auf Zettel. Es war reiner Zufall, dass wir das Outlet Center in Pismo Beach besucht haben. Danach war das Einkaufen von Klamotten und Schuhen, nie wieder wie vorher.

Die Preise in den USA im Vergleich zu Deutschland sind enorm, so dass ich die Outlets in Deutschland teilweise sehr überteuert empfinde. Beispielsweise habe ich mir ein Tasche von Tommy Hilfiger im Pismo Beach Outlet gekauft, die dort 18 Dollar gekostet hat. Im Outlet Center bei Berlin hat die gleiche Tasche jedoch stolze 70 Euro gekostet.

Daneben gibt es selbst in den USA qualitative Unterschiede zwischen den diversen Outlets. Mir wurde von Einheimischen dazu geraten darauf zu achten, Outlets, wo vor allem Touristen und wenig Amerikaner einkaufen gehen, zu meiden. In diesen Outets soll das Angebot der Markensachen von niedriger Qualität sein. Ob das stimmt kann ich allerdings nicht beurteilen.
Neben dem Outlets in Pismo Beach kann ich dir ebenfalls die beiden Outlets in las Vegas empfehlen. Das Las Vegas North Premium Outlets fand ich persönlich aber noch um einiges besser als das Las Vegas South Premium Outlets, welches sich in der Nähe vom Flughafen befindet.

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5 Comments

  • […] meiner Rundreise durch den Westen der USA stand der Besuch des Yosemite National Park ganz weit oben auf der Liste. Vor allem wegen der […]

  • Sabine sagt:

    Hallo Anja,
    da habt ihr ja wirklich eine Menge gesehen! Die einzelnen Etappen sind auch recht angenehm gewählt, mir ist immer wichtig, dass Roadtrips nicht zum totalen Stress ausarten, weil die einzelnen Strecken zu anstrengend sind . Ich finde ein Navi auch ein absolutes Muss. Die Handy-Apps verbrauchen immer noch zu viel Power.
    Bei Las Vegas würde es mir wohl ähnlich gehen wie dir.
    Liebe Grüße
    Sabine

    • Anja sagt:

      Hallo Sabine,

      die Route hatte ich so geplant, dass an den einzelnen Tagen immer genügend Zeit bleibt auch die Umgebung auf der Strecke zu genießen oder anzuschauen :-) Mit den Handy Apps gebe ich dir absolut recht, ich nehme jetzt aber immer mein Navi mit, das ist günstiger als eins beim Mietwagen Anbieter zu mieten.

      LG Anja

  • Liebe Anja,

    Ist ja witzig! Ich hatte 2015 eine ganz ähnliche Route! Nur den Gran Canyon und San Diego habe ich ausgelassen… Aber sonst fand ich das auch perfekt :) Heute bereue ich, dass den Gran Canyon ausgelassen habe, weil ich die 100 Euro nicht hatte. Hätte ich die mal von meinen Eltern oder so geliehen :( Naja, hinterher ist man immer schlauer ;)

    Liebe Grüße und danke für deinen Beitrag, der mich zwei Jahre hat durch die Zeit reisen lassen!
    Barbara

    • Anja sagt:

      Hallo Barbara,

      das ist wirklich schade, dass du den Grand Canyon verpasst hast. Aber es gibt gute Gründe noch einmal dorthin zu reisen. Vielleicht überzeuge ich dich spätestens dann, wenn der Grand Canyon Beitrag online ist ;-)

      LG Anja

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