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Grand Canyon: Das Wow-Erlebnis

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Der Grand Canyon gehört definitiv zu den Highlights meines Roadtrips im Westen der USA. Dieses spektakuläre Naturwunder sollte jeder einmal im Leben gesehen haben.

Von San Diego geht es zum Grand Canyon National Park. Da ich mir unsicher bin, ob die Strecke an einem Tag zu schaffen ist, habe ich einen Übernachtungsstopp in Laughlin (eine Stadt im Süden Nevada) eingeplant. Am Ende ist es nicht unbedingt meine beste Idee gewesen, aber okay aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Inzwischen weiß ich, dass die Strecke durchaus zu bewältigen ist. Du musst zwar recht früh in San Diego starten und bist dann den ganzen Tag unterwegs, aber am Ende hast du dann mehr Zeit am Grand Canyon.
Zum Teil legen wir die Strecke auf dem Interstate Highway 40 zurück, nehmen uns aber auch viel Zeit die berühmte Route 66 zu erkunden.

South Rim oder North Rim?

Bereits gegen Mittag passieren wir den südlichen Eingang am South Rim des Grand Canyon National Parks. Der Südrand des Canyons ist sehr gut erschlossen und auch gut durch das Straßennetz zu erreichen. Deshalb gehört dieser Teil jährlich auch zu den meist gesuchtesten Orten des Grand Canyons.

Der North Rim ist etwas weniger besucht und auch besonders im Winter auf Grund der Witterung schwer zu erreichen. Angeblich ist dieser Teil auch nicht so vielseitig und eindrucksvoll wie der South Rim. Das kann ich allerdings nicht beurteilen.

Eingang zum South Rim

Eingang zum South Rim

Viele Aussichtspunkte entlang am South Rim

Ich muss zugeben es fällt mir schwer das Gesehene in Worte zu fassen. Ich stehe auf einmal vor dieser gewaltigen Wucht aus Canyons, die in den verschiedensten roten Schattierungen ihre lange Entstehungsgeschichte erzählen. Das Wort „Wow“ (ist das überhaupt ein Wort), trifft es deshalb wohl am ehesten, wenn man auf die schroffe Felslandschaft schaut. Und ganz unten in der Schlucht „plätschert“ der Erschaffer dieser imposanten Landschaft ganz unscheinbar vor sich hin – der Colorado River.

Den gesamten South Rim entlang kannst du mit dem Auto erkunden. Überall gibt es immer wieder Vista Points – Aussichtspunkte mit Blick auf den Grand Canyon, bei denen auch begrenzt Parkplätze zur Verfügung stehen. Vom südlichen Eingang bis zum östlichen Eingang sind es etwa 40 km. Es gibt jede Menge zu sehen auf dieser Strecke. Ich habe jeden einzelnen Vista Point angesteuert und war von jeder einzelnen Aussicht dort fasziniert. Ich konnte mich gar nicht satt sehen.

Blick auf den Colorado River

Blick auf den Colorado River

Wirkt wie Fototapete im Hintergrund.

Wirkt wie Fototapete im Hintergrund.

Egal, wo man hinschaut, die Landschaft des Grand Canyon National Parks ist so beeindruckend.

Egal, wo man hinschaut, die Landschaft des Grand Canyon National Parks ist so beeindruckend.

Natürlich darf das Posen vorm Grand Canyon auch nicht fehlen

Natürlich darf das Posen vorm Grand Canyon auch nicht fehlen 😉

Wildlife im Grand Canyon National Park

Die Tierwelt im Grand Canyon Nationalpark ist sehr vielfältig. Zufällig erspähe ich ein paar „Mule Deers“ (Maultierhirsch), die ich auch schon im Yosemite Nationalpark beobachten konnte. Ich bin überrascht diese Tiere auch hier wieder zu sehen.

Darüber hinaus sind auch 447 verschiedene Vogelarten im Grand Canyon zu Hause. Auch wenn diese eher unscheinbar sind, haben wir zum Sonnenuntergang ein besonders schönen blauen Vogel (vermutlich ein Jays) beobachten können.

Aber auch Squirrels (Hörnchen) sind hier beheimatet. Leider werden sie trotz Verbot von den Touristen gefüttert und gestreichelt, obwohl die so niedlichen Tierchen Krankheiten übertragen können.

Gerne hätte ich auch einen Puma (Mountain Lion) oder einen Ringtail (Nordamerikanisches Katzenfrett) erspäht, aber ich glaube diese Tiere halten sich von den Touristenscharen lieber fern und sind deshalb schwer zusehen.

Ein große Rabe vor dem Grand Canyon

Ein große Rabe vor dem Grand Canyon

Ein Mule Deer grast vor dem Gebüsch.

Ein Mule Deer grast vor dem Gebüsch.

Sonnenuntergang am Grand Canyon

Am Nachmittag verlassen wir kurz den Grand Canyon um im Hotel einzuchecken. Ich habe mir extra im in einer App angeschaut, wann die Sonne über den roten Steinformationen untergeht. Dieses Naturschauspiel am Grand Canyon wollte ich mir unbedingt ansehen. Was ich zu dem Zeitpunkt allerdings nicht wusste, dass wir tagsüber durch den Wechsel des Bundesstaates auch in eine andere Zeitzone gefahren sind. Am Ende breche ich also zu spät zum Sonnenuntergang auf. Durch diesen Faupax habe ich leider nur noch erlebt, wie die letzten Sonnenstrahlen die Canyons in ein noch tieferes rot färben. Der Himmel danach ist aber danach in ein bombastisches Orange-Rot gefärbt.

Sonnenuntergang am Grand Canyon National Park

Sonnenuntergang am Grand Canyon National Park

Der Himmel brennt in Orange und Rot

Der Himmel brennt in Orange und Rot

Übernachtung im Grand Canyon National Park

Du hast die Möglichkeit auch direkt im Grand Canyon National Park zu übernachten. Ich habe mich allerdings für das „Best Western Premier Grand Canyon Squire“ in dem Ort Tusayan entscheiden, der sich direkt vor dem südlichen Eingang befindet. Tusayan ist ein sehr kleiner Ort, der eigentlich nur aus Hotels, Restaurants, Souvenir-Geschäften und einer Tankstelle besteht. Also komplett für Touristen ausgerichtet. Auf Grund der Nähe zum Eingang des Nationalparks kann ich eine Übernachtung dort absolut empfehlen.

Anreise zum Grand Canyon

Den südlichen Eingang am South Rim erreichst du über die Interstate 40 aus Richtung Los Angeles kommend. Bei Willems nimmst du die 64 und gelangst auf diesem Weg direkt zum Eingang.

Solltest du aus Richting Osten auf der Interstate 40 kommen, nimmst du den Abzweig bei Flagstaff auf die 89 und dann bei Cameron auf die 64. So erreichst du den östlichen Eingang am South Rim. Kommst du aus Richtung Page im Norden nimmst du am besten die 89 und nimmst dann ebenfalls bei Cameron die 64.

6 Comments

  • Diana sagt:

    Oh ja, das war bestimmt das absolute WOW-Erlebnis!!!
    Der Grand Canyon… den würde ich auch so gerne mal live erleben. Das muß so wahnsinnig sein. Ich hoffe sehr, dass sich mein Wunsch nach einer Amerikareise eines Tages erfüllen läßt. Im Moment leider unmöglich 🙁 Also träume ich mich durch Reiseblogs. Wirklich sehr tolle Fotos!
    LG Diana

    • Anja Anja sagt:

      Hallo Diana,

      vielen Dank! Träume sind da um sie sich zu verwirklichen. Ich hoffe für dich, dass dein Traum irgendwann in Erfüllung geht.

      LG Anja

  • Kathrin sagt:

    Traumhafte Bilder! Der Grand Canyon ist wirklich atemberaubend. Wir waren schon zwei Mal da, einmal am South Rim und einmal am North Rim. Der North Rim ist wirklich deutlich entspannter und man kann dort umsonst im National Forrest campen. Aber welche Seite schöner ist, könnte ich nicht beantworten. Fand beides genial!

    • Anja Anja sagt:

      Hallo Kathrin,

      es ist interessant von beiden Seiten mal im Vergleich zu hören. Zu welcher Jahreszeit warst du jeweils am North oder South Rim?

      LG Anja

  • Synke sagt:

    Wirklich schöne Eindrücke vom Grand Canyon! Bei meinem ersten Besuch 1999 war ich auch schwer beeindruckt! Vor ein paar Wochen war ich zum zweiten Mal dort und ich fand es zwar schön, aber der Funke sprang diesmal nicht so richtig über. Ich vermute es lag etwas daran, dass es die 4.Roadtrip Woche war und auch sehr viele Touristen im Park unterwegs war.

    Sicher ist es auch spannender wirklich mal einen Trial zu wandern, um die Touristenmassen etwas hinter sich zu lassen, aber dafür fehlte dieses Mal die Zeit.

    LG Synke

    • Anja Anja sagt:

      Hallo Synke,

      das erste Mal ist wahrscheinlich immer am beeindrucksten. Wir hatten Glück, dass sich die Touristenmassen auseinander gelaufen haben. Zumindestens an bestimmten Vista Points war weniger los. Auch hatten wir nicht so viel Zeit und gerne würde ich den Grand Canyon auch noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.

      LG Anja

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