Unser Reiseblog mit Reiseberichten, Reisetipps und mehr!

Mit der Dhow nach Wasini Island

,
2

Die kleine Koralleninsel Wasini Island liegt am Rande des südlichsten kenianischen Meeresschutzgebietes. Im Marine Nationalpark Kisite-Mpunguti gibt es perfekte Bedingungen um beim Schnorcheln und Tauchen auf viele faszinierende Fische und mit etwas Glück sogar auf Meeresschildkröten und Delfine zu treffen.

Hinkommen

Dieser Tagesausflug wird gern von Diani Beach aus angeboten. Die Fahrt von Diani zum kleinen Hafen Shimoni, von wo aus die arabischen Dhows in den Marinepark starten, beträgt ca. 1,5 Stunden mit dem PKW. Aber auch von der Nordküste habe ich die Tour gebucht. Nur muss hier eine wesentlich weitere Fahrtzeit eingeplant werden.

Vor Shimoni warten die hölzernen Segelschiffe auf ihre Passagiere. Ein Beiboot setzt alle Gäste von der Mole rüber zur Dhow.

 eine klassische Dhow liegt vor Anker

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: eine klassische Dhow liegt vor Anker

Mole von Shimoni

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Mole von Shimoni

Die Fahrt in den Marine Nationalpark dauert ca. 1 Stunde und dabei geht es an viele kleine und größere Koralleninseln vorbei. Das Meer ist hier wirklich unverschämt türkis blau. Bei diesem Anblick kann ich einfach nicht aufhören zu staunen. Und wenn dann noch Delfine auftauchen, dann ist der Tag perfekt!

Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Wasini Island

Delfine vor Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Delfine vor Wasini Island

Delfine hautnah vor Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Delfine hautnah vor Wasini Island

An Board des Schiffes gibt es kalte Getränke und die Ausrüstung zum Tauchen und Schnorcheln (Maske, Schnorchel, Flossen) werden verteilt, damit sich jeder mit dem Equipment vertraut machen kann.

Unter Wasser

Je nach Besatzung der Passagiere werden die Taucher in tiefere Regionen abgesetzt und die Schnorchler ein Stückchen weiter, wo es nicht ganz so weit nach unten geht. Bei einem guten Anbieter gibt es 2 verschiedene Spots zum Schnorcheln. Der erste ist in der Regel in tieferem Gewässer. Hier ist die Chance auf Delfine zu treffen mit am größten. Ihre Klicklaute sind unter Wasser zu hören, noch bevor du sie im Meer siehst. Selbst wenn du ihre Rückenflossen über Wasser schon sehen kannst, kann es sein, dass du sie unter Wasser erst erkennst, wenn sie nur wenige Meter von dir entfernt sind. Ihre graue Färbung lässt sie im blauen Wasser fast unsichtbar erscheinen. Auch wenn die Freude riesig ist, verhalte dich unbedingt ruhig, halte Abstand und genieße einfach diesen magischen Moment. Wenn du die Möglichkeit hast, dann versuche dich in ihre Schwimmrichtung zu drehen und schwimme ein Stückchen mit ihnen. Du wirst sehen, wie schnell und wendig sie mit wenigen Flossenbewegungen sind.

Begegnung Unterwasser

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Begegnung Unterwasser

Zwischen Delfinen

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Zwischen Delfinen

Nach dem ersten Schnorchelgang warten an Bord der Dhow kleine Cookies und erfrischendes Obst. Genau das richtige, wenn man etwas zu viel Salzwasser geschluckt hat.

Der zweite Schnorchelgang ist meist in der Nähe eines Korallenriffs. Jetzt kann man den Meeresboden schon eher erkennen und wenn das Sonnenlicht auf die intakten Korallen fällt, dann leuchten diese in metallenden Farben. Schwärme von Putzerfische, Papageifische, Anemonenfische und viele mehr haben zwischen den Korallen ihr Zuhause. Mit etwas Glück lassen sich auch Moränen, Seeschlangen und Meeresschildkröten aufspüren.

Was für ein blaues Blau

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: was für ein blaues Blau

Meeresschildkröten sind gern neugierig und kommen auch etwas näher aber nur, wenn man sich ruhig verhält und Unterwasser keine hektischen Bewegungen gemacht werden. Dann kommen sie gern auf Schnorchler und Taucher zu. Ansonsten sind sie mit nur wenigen Ruderschlägen in den Tiefen des Meeres verschwunden. Ein wahres Glücksgefühl auf sie zu treffen.

Schnorcheln am Riff

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Schnorcheln am Riff

Lunch auf Wasini Island

Nach den Erlebnissen unter der Wasseroberfläche meldet sich schnell der Hunger. Die Dhow steuert zum Mittagessen Wasini Island an. Mit einem Beiboot geht es zur Insel, wo ein leckeres Swahili Lunch auf dich warten wird. Der Swahili-Coconut Reis und die großen Krabben sind wirklich ausgezeichnet. Auf der Insel kannst du einfach die Seele baumeln lassen, baden gehen und die riesigen Baobabs bestaunen. Einige Anbieter offerieren auch einen Dorfbesuch. Am Nachmittag kommt das Beiboot und sammelt die Gäste wieder ein. Die Dhow fährt zurück nach Shimoni.

Beach Restaurant Pilli Pipa auf Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Beach Restaurant Pilli Pipa auf Wasini Island

Beach Restaurants Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Beach Restaurants Wasini Island

Blick von Wasini aufs Festland

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Blick von Wasini aufs Festland

Blick von Wasini Island

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Blick von Wasini Island

Die Sklavenhöhlen von Shimoni

In Shimoni gibt es auch noch die Möglichkeit eine der Sklavenhöhlen zu besichtigen. Diese Gelegenheit solltest du dir nicht entgehen lassen. Es ist ein wichtiger Teil der Geschichte. In den unterirdischen Höhlen wurden die Gefangenen zu Hunderten zusammen gepfercht, um sie dann nach Sansibar auf den berüchtigten Skalvenmärkten zu verschiffen, von wo sie weiter nach Arabien und Asien gebracht wurden.
Es ist ein sehr beklemmendes Gefühl dort unten zu stehen und man versucht sich vor zu stellen, wie sich die Menschen damals gefühlt haben müssen.
Heute leben Fledermäuse in den Korallenhöhlen und flattern dir um deinen Kopf. Die „Shimoni Caves“ werden als Community project geführt und ein Einheimischer führt dich durch die Gänge.

Anne in den Shimoni Caves

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Anne in den Shimoni Caves

Anbieter Check

Wasini Island und Schnorcheln sind sehr beliebt. Wer träumt nicht davon, freie und wilde Delfine vom Schiff aus zu sehen oder sogar hautnah im Wasser auf sie und andere Meeresbewohner zu treffen.

Alles an Bord?

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Alles an Bord?

Es gibt verschiedene Agenturen die diesen gut organisierten Tagesausflug anbieten. Ich habe die Tour nun mehrmals gemacht und muss leider auch sagen: Ja, es gibt hier schwarze Schafe! Erkundige dich bei der Buchung was für Ausrüstung an Bord ist. Werden keine Flossen angeboten, dann rate ich aus folgenden Gründen ab:

Lässt dich ein verantwortungsloser Anbieter ohne Flossen ins zu flache Wasser springen, kannst du dich an den scharfkantigen Korallen schneiden.

Ohne Flossen können Ungeübte sich nicht weit fort bewegen und nach längerer Zeit im Wasser einen Krampf in den Beinen bekommen.

Wird nur ein Schnorchelgang angeboten, würde ich auch die Finger davon lassen.

Ja, leider alles erlebt!
Nur gute Erfahrungen habe ich mit Pilli Pipa gemacht!

Nicht vergessen!

Packt unbedingt Handtuch, Sonnenbrille und Sonnenhut ein. Ein Swim Shirt und Boardshorts mit eingewebten Lichtschutzfaktor sind gerade im Wasser ein prima Schutz gegen Sonnenbrand an Rücken und Hintern.

Die Sonnencreme mit hohen Lichtschutzfaktor solltest du auch nicht erst auf der Dhow auftragen.

Möglichst Schuhe/Sandalen anziehen, die auch unter Wasser tauglich sind. Vom Beiboot nach Wasini Island kann es, je nach Tide vorkommen, dass ein Stückchen über scharfkantigen Korallenboden zurückgelegt werden muss. Hier halten sich auch gern stachelige Seeigel auf.

Wasini Island in Sicht

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Wasini Island in Sicht

Seekrank? Aufgrund der Bauweise, schaukelt eine Dhow nicht vom Bug zum Heck, sondern von Backbord nach Steuerbord. Ich gehöre zu den Kandidaten, die dann ganz unfreiwillig die Fische füttern müssen. Reisetabletten haben mir hier sehr gut geholfen. Ansonsten? Sobald du im Wasser bist, ist die Übelkeit verschwunden!

Anne auf der Dhow

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Anne auf der Dhow

Warst du auch schon auf Wasini Island? Was für Momente hast du rund um Wasini Island erlebt? Wir freuen uns auf deine Erlebnisse.

2 Comments

  • Lynn sagt:

    Pili Pipa habe ich bei meiner Reise nach Kenia 2012 auch besucht. Eine der schönsten Orte überhaupt. Ich habe den Tag dort mit Schnorcheln, Dhow fahren und Essen sehr genossen. Leider haben wir keine Delfine zu Gesicht bekommen, aber auch so war es ein unvergessliches Erlebnis.

    Liebe Grüße,
    Lynn

    • Anne-Katrin Anne-Katrin sagt:

      Jambo Lynn,
      oh, das ist wirklich schade, dass du keine Delfine gesehen hast. Aber ein Tag im Kisite Marine Park ist wirklich ein schönes Erlebnis. Hast du beim Schnorcheln Meeresschildkröten gesehen? Die finde ich mindestens genauso faszinierend. Wann warst du 2012 in Kenia?
      LG, Anne

Wir freuen uns auf einen Kommentar von dir!

Your email address will not be published.