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Kenia kulinarisch – ein Blick in die Kochtöpfe

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Um ein Land richtig zu erleben, gehört es auch dazu, lokale Gerichte zu probieren. Was essen also die Kenianer? Hier gibt es einen kleinen Überblick, über meine kulinarischen Highlights, die ich alle vor Ort selbst gegessen habe.

Kenia kulinarisch: Ugali

Der weiß-gräuliche feste Getreidebrei aus Maismehl ist in ganz Ostafrika weit verbreitet. Er zählt in vielen Regionen zwischen Kenia, Uganda und Tansania zur Hauptnahrungsquelle. Ich finde die stärkehaltige Konsistenz sehr geschmacksneutral und extrem schnell sättigend. Nach ein paar Löffeln bin ich satt. Die Kenianer essen locker die zehnfache Menge und ich frage mich jedes Mal, ob ihre Mägen ein Geheimfach haben. 😉

Ugali

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ugali

Ugali abgepackt im Supermarkt

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ugali abgepackt im Supermarkt

Kenia kulinarisch: Kenyan Greens – Sukuma wiki

Hinter dem Begriff Kenyan Greens verbergen sich grüne Kohlblätter, die klein gehackt und gedämpft werden. Zusammen mit den Fleischresten, die von einem Essen vom Vortag übrig geblieben sind, werden sie zu einem eigenen Gericht. Fleisch kommt in Kenia maximal einmal in der Woche auf den Tisch und wenn davon noch etwas übrig bleibt, wird es mit grünen Kohlblättern „gestreckt“ und es ergibt wieder eine volle Mahlzeit. Sukuma wiki bedeutet auf Kisuaheli soviel wie „die Woche verlängern“.
Die grünen Kohlblätter erinnern mich geschmacklich sehr an den norddeutschen Grünkohl, allerdings ist der Kenianische nicht so verkocht.

Kenyan Greens

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Kenyans Greens

typischer Fleischer in Kenia

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: typischer Fleischer in Kenia

Kenia kulinarisch: Githeri und Mukimo

Das traditionelle Gericht aus Mais und einer Mischung aus allerlei Bohnen wird dem kenianischem Kikuyu Stamm zugeordnet. Die eintopfartige Konsistenz hat viele Proteine und ist extrem nahrhaft.

Githeri

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Githeri

Githeri wird auch genutzt, um Mukimo herzustellen. Es werden einfach Kartoffeln und Bananen gemischt und zu einer Art Püree verarbeitet.

Mukimo

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Mukimo

Beide Gerichte esse ich unglaublich gern, vor allem mit warmen Chapatis.

Kenia kulinarisch: Irio

Irio wird auch wieder den Stamm der Kikuyus zugeordnet, welche die größte Bevölkerungsgruppe im Land präsentieren. Irio gibt es in vielen verschiedenen Variationen, aber der Hauptbestandteil sind immer Kartoffeln, Mais und Erbsen. Es wird gern mit über Feuer gegrilltem Fleisch gegessen – nyama na irio.
Ich mag diesen Kartoffelbrei mit Erbsen und Mai unglaublich gern und habe ihn sogar schon in einen der Strandhotels in Diani Beach gegessen.

Irio

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Irio

Kenia kulinarisch: Chapati

Der Ursprung des dünnen Fladenbrots ist eigentlich Indien. Aufgrund der kenianischen Geschichte, ist es u. a. durch den Gewürzhandel im ostafrikanischem Raum nicht nur bei den einheimischen Indern beliebt. Chapati besteht aus Weizenmehl, Zucker, Salz, Wasser und „Ghee“ (Butterschmalz) oder Öl.
Die kleinen Fladen werden goldbraun auf einer heißen Platte hergestellt und als Beilage zu verschiedenen Gerichten serviert.

Chapati wird an der Feuerstelle hergestellt

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Chapati wird an der Feuerstelle hergestellt

Kenia kulinarisch: Samosas

Die kleinen, in heißem Fett gebackenen Teig-Dreiecke sind auch ein Teil kulinarischer Kultur der indischen Einwanderer. Samosas sind der ideale Snack für Zwischendurch und an jeder Straßenecke findet man immer kleine Stände, wo sie direkt aus dem heißen sprudelndem Fett angeboten werden. Die Füllungen sind meist vegetarisch, z. B. werden sie mit Erbsen und gewürzten Kartoffeln angeboten. Aber es gibt sie auch mit einer Fleischfüllung.
Die kleinen knusprigen Taschen kann ich jedem nur empfehlen.

Samosas

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Samosas

Kenia kulinarisch: Matoke

Matoke wird aus grünen Kochbananen hergestellt, die gedämpft werden. Dabei wird das helle feste Fruchtfleisch weich und gelblich. Matoke ist eigentlich das Nationalgericht aus dem Nachbarland Uganda, aber ich habe es auch schon an der Südküste Kenias und in der Mount Kenya Region gegessen.

Matoke

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Matoke

Markt mit Kochbanen

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Markt mit Kochbanen

Was mir bei allen Gerichten aufgefallen ist: sie sind mit sehr wenig oder gar keinem Salz zubereitet, was für eine europäische Zunge zuerst sehr gewöhnungsbedürftig sein kann. Aber nach einer Weile, habe ich mich schnell an den Geschmack gewöhnt und dadurch den unverfälschten Geschmack von frischen Zutaten genossen.

Was würdest du denn gern probieren? Oder vielleicht kennst du noch mehr köstliche Gerichte aus Kenia und möchtest darüber berichten?

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