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Meine erste Safari – Teil 2: Amboseli National Park

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Der Amboseli National Park, an der Grenze zu Tansania, ist berühmt für seine großen Elefantenherden und den unverwechselbarem Panoramablick auf den wohl berühmtesten Berg Afrika´s – der Kilimanjaro.

Heute morgen bin ich aus Tsavo West gestartet. Um zum Amboseli zu gelangen, geht es durch den Shetani Lavastrom. In dieser Mondlandschaft gibt es einen kurzen Halt für ein paar Erinnerungsfotos. Kaum zu glauben, in dieser unwirklichen Gegend leben tatsächlich Tiere, z.B. kleine Klippspringer.

Shetani Lavastrom

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Shetani Lavastrom

Klippspringer im Lavafeld

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Klippspringer im Lavafeld

im Lavafeld

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: im Lavafeld

Shetani Lavafeld

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Shetani Lavafeld

Nah an der Grenze zu Tansania geht es durch das karge Land der berühmten Maasai. Ich bekomme den Tipp, unterwegs keine Fotos von den Maasai und deren Dörfern zu machen. Das mögen sie nicht und können dann sauer werden. Ich halte mich an den Hinweis meines Guides Justin. Er verspricht mir auch, dass ich heute noch in den Genuss kommen werde und die Maasai persönlich kennenlernen kann.

Amboseli – am Fuß des Kilimanjaros

Unterwegs kann ich immer wieder einen Blick auf den Kilimajaro erhaschen. Es ist wirklich ein großes Glück, den Gipfel ohne Wolken zu sehen. Und es soll sogar Glück bringen, den Japanern auf jeden Fall. In der Tat reisen viele Japaner nach Amboseli, um den wolkenlosen Gipfel des „Daches Afrikas“ zu bestaunen. Es ranken sich Geschichten um japanische Gäste, die ihren Aufenthalt im Amboseli Tag um Tag verlängert haben – bis an die Grenze ihrer Pleite – nur für einen wolkenlosen Blick auf den Kilimanjaro.

der Kilimanjaro im Sonnenblumenfeld

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: der Kilimanjaro im Sonnenblumenfeld

Kilimanjaro in Sicht

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Kilimanjaro in Sicht

ein alter Amboseli Elefantenbulle

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: ein alter Amboseli Elefantenbulle

Amboseli Elefanten

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Amboseli Elefanten

Im Amboseli werde ich regelrecht von den großen Dickhäutern begrüßt. In großen Herden ziehen sie durch das flache und offene Land. In Amboseli gibt es Sumpfgebiete, wo sie sich sehr gern aufhalten. Besonders charakteristisch für die Landschaft sind die sogenannten Thermikstürme, auch „Dust Devils“ genannt. In sekundenschnelle Bilden sich diese Windhosen und verwehen wieder.

Windhosen über Amboseli

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Windhosen über Amboseli

Auch heute erreiche ich pünktlich zum Lunch die Unterkunft für diese Nacht. Die Ol Tukai Lodge liegt in einem großflächigen und eingezäuntem Areal. Das Hauptgebäude mit Pool und die Bungalows mit den Zimmern liegen unter den Akazienbäumen. Nach dem leckeren Willkommensdrink und dem Check-In geht es zu den Zimmern.

Ol Tukai Lodge Hauptgebäude

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ol Tukai Lodge Hauptgebäude

Ol Tukai Lodge Hauptgebäude

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ol Tukai Lodge Hauptgebäude

Ol Tukai Lodge

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ol Tukai Lodge

Poollandschaft Ol Tukai Lodge

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Poollandschaft Ol Tukai Lodge

Ol Tukai Lodge Gästeunterkünfte

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ol Tukai Lodge Gästeunterkünfte

Ol Tukai Lodge Gästeunterkünfte

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Ol Tukai Lodge Gästeunterkünfte

mein Schattenplätzchen

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: mein Schattenplätzchen

meine Unterkunft

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: meine Unterkunft

Unter und in den Bäumen wimmelt es nur so von Pavianen, Meerkatzen und verschiedenster Vogelarten. Wenn Ihr hier zu Besuch seid, dann passt höllisch auf, wenn Ihr die Tür zu Eurem Zimmer öffnet. Die Affenbande schlüpft sonst blitzschnell an Euch vorbei und ist im Zimmer. Im besten Fall klauen sie nur die Zuckertütchen, denn sie wissen ganz genau wo sich diese befinden.

Zuckerdiebe

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Zuckerdiebe

Zu Besuch im Maasai Dorf

Vor unserer Abendpirsch geht es, wie versprochen, in ein Maasai Dorf. Gegen eine Gebühr von 5000 KES (ca. 50,00 €) pro Wagen, darf alles angeguckt, gefragt und natürlich fotografiert werden. Es gibt auch ein kleines Programm. Mit einem traditionellen Tanz werde ich begrüßt und ins Dorf geführt. Die Hütten im Dorf werden von den Frauen gebaut. Sie bestehen aus getrocknetem Dung. Die Männer ziehen mit dem Vieh tagsüber zum Weiden über die Ebenen. Nach Einbruch der Dunkelheit wird das Vieh in die Dorfmitte getrieben. Das Dorf ist von dornigen Büschen umgeben, welche die Raubkatzen, wie Löwen und Leoparden abhalten soll.

zu Besuch bei den Maasai

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: zu Besuch bei den Maasai

je höher die Maasai Krieger springen, desto stärker sind sie

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Je höher die Maasai Krieger springen, desto stärker sind sie

Maasai Dorf

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Maasai Dorf

das Volk der Maasai sind ausgezeichnete Viehhirten

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: das Volk der Maasai sind ausgezeichnete Viehhirten

Feuermachen mit Elefantendung

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Feuermachen mit Elefantendung

Handeln für Anfänger

Es bietet sich auch die Gelegenheit das ein oder andere Mitbringsel zu erwerben. Handeln gehört hier mit dazu. Es ist Teil der Kultur und des Geschäfts. Folgende Strategie hat sich für mich immer gut bewährt: Angenommen Du möchtest z.B. eine Holzmaske kaufen und Dir wird ein Preis von 4000 KES (ca.40,00 €) genannt. Der erste Preis ist definitiv immer viel zu hoch. Aber Du weißt damit, dass der Preis dafür ungefähr bei 2000 KES (20,00 €) liegt. Um dahin zu kommen musst Du tief ansetzen, bei 1000 KES (10,00€). Natürlich wird es ein theatralischen Aufschrei geben, aber es wird Dir ein neuer Preis genannt von vielleicht 3200 KES. Du gehst mit auf 1500 KES. Und so weiter und so weiter bis irgendwann der Preis von um die 2000 KES erreicht ist und jeder zufrieden ist.

auf dem Maasai Markt

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: auf dem Maasai Markt

Maasai Lady

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Maasai Lady

Ein weiterer Tipp: ich habe immer kleine Scheine in der Tasche, damit ich möglichst passend bezahlen kann. Es kann sonst passieren, dass es kein Wechselgeld gibt.

Von den Maasai geht es direkt auf die Abendpirsch. Die Elefanten haben den Tag in den Sümpfen verbracht. Ihr solltet Euch unbedingt die Zeit nehmen und die Elefanten und ihr Verhalten beobachten. Es gibt so viele faszinierende Details zu entdecken, wie vorsichtig sie z.B. mit dem Rüssel die Grasbüschel umwickeln und sie dann ohne Wurzeln aus der Erde ziehen. Oder wie ihren Rüssel als Dusche oder Schnorchel benutzen. Im Park werden Euch vielleicht Fahrzeuge des Amboseli Elephant Trust begegnen. Seit über 40 Jahren dokumentieren und identifizieren Sie das Leben der Elefanten im Amboseli.

Elefantenfamilie im Sumpf

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Elefantenfamilie im Sumpf

Elefanten im Sumpf

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Elefanten im Sumpf

In großen Herden wandern die Elefanten, auch nachts, viele Kilometer und grasen dabei unentwegt die Savanne ab.

Elefantenherde im Abendlicht

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Elefantenherde im Abendlicht

Amboseli Elefanten

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Amboseli Elefanten

die Elefanten überqueren die Straße

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: die Elefanten überqueren die Straße

Die Elefanten, vor allem beim überqueren der Straße, verhalten sich im Amboseli wesentlich gelassener den Menschen gegenüber, als im Tsavo. Sie scheinen weniger misstrauisch zu sein.
Der Tag verabschiedet sich mit einem Sonnenuntergang, so wie ich es mir in Afrika immer vorgestellt habe.

Amboseli Sonnenuntergang

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Amboseli Sonnenuntergang

Natürlich geht es am nächsten Morgen wieder früh raus. Zum Sonnenaufgang sind wir im Park und besuchen einen Hyänenbau. Sie liegen vor dem Eingang ihres Baus und wärmen sich in der Sonne. Die Mini-Hyänen sind neugierig und sehr verspielt.

Hyänen im Morgenlicht

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Hyänen im Morgenlicht

eine Mini-Hyäne

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: eine Mini-Hyäne

Zum Parkausgang geht es durch den ausgetrockneten Lake Amboseli. Mein Ziel für diesen Tag ist aber ein anderer See – Lake Naivasha.

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