Unser Reiseblog mit Reiseberichten, Reisetipps und mehr!

Das erste Mal Nepal – 11 Fragen und Antworten

,
3

Einfach ganz spontan nach Nepal? Wie ist es ohne große Vorbereitungen zum Dach der Welt das erste Mal zu reisen? Und dann noch zum Annapurna Basecamp zu kraxeln? Luisa steht mir Frage und Antwort in unseren 11 Fragen. Sei gespannt, was sie aus dem Himalaya zu berichten hat!

Die Top 5 Highlights deiner Nepal Reise!

  1. Die Natur in all ihren Facetten. Von unglaublich bunten Pflanzen bis zur kargen Mondlandschaft hoch oben in den Bergen.
  2. Die innere Stille die ich gefunden habe beim Aufstieg: Je dünner die Luft, desto friedlicher wurde ich.
  3. Die unfassbare Weite.
  4. Die ausgeglichenen und fröhlichen Einheimischen
  5. Das vielfältige Wetter bzw. Klima von reiner Luft im Himalaya bis zur dreckigen und stickigen in Kathmandu.
Luisa Nowak: unterwegs im Himalaya

Luisa Nowak: unterwegs im Himalaya

Sehenswerte Orte, Städte und Regionen von Nepal

Ganz klar alles! Aber etwas ganz besonderes und natürlich sehr sehenswert ist die Region, die ich hautnah auf meinem 8-tägigen Trekking-Trip zum Annapurna Base Camp (ABC Trek) erleben durfte. Ich hatte mich vorher nicht groß belesen, so konnte ich jeden Augenblick ganz unvoreingenommen erleben. Hier oben im Himalaya sind die Einheimischen authentischer und irgendwie echter, als in den touristischen Hotspots.

Die Stadt Pokhara und die berühmte Friedens-Stupa in der Provinz Gandaki, auch wenn es sehr touristisch ist, gehört mit zu den sehenswerten Orten auf meiner Reise.

Luisa Nowak: Annapurna Base Camp

Luisa Nowak: Annapurna Base Camp

Das Besondere an Nepal

Die Berge!!! Das Dach der Welt!!

Luisa Nowak: Blick vom Annapurna Base Camp

Luisa Nowak: Blick vom Annapurna Base Camp

Luisa Nowak: Annapurna Base Camp

Luisa Nowak: Annapurna Base Camp

Die Nepalesen und ihre kulturellen Verhaltensweisen. Was ist dir aufgefallen?

Sie sind sehr vom Glauben des Hinduismus geprägt und gehen ihn in voller Hingabe mit ihren Ritualen nach. Man findet es in ihrer Kleidung oder auch beim Essen. So gelten die Füße und die linke Hand als unrein. Deswegen wird ausschließlich mit der rechten Hand gegessen.

Luisa Nowak: fröhliche Nepalesin

Luisa Nowak: fröhliche Nepalesin

Das Essen in Nepal (von skuril bis lecker). Was hat dir total geschmeckt, was nicht und was hast du gar nicht erst probiert?

Skurilles Essen habe ich nicht gesehen. Skurill habe ich es empfunden, mit welcher rasenden Geschwindigkeit sie das Essen in sich reingeschaufelt haben.

Richtig köstlich ist Dal Bhat. Das ist Reis, serviert mit fünf kleinen verschiedenen Töpfen mit unterschiedlichen gekochten Gemüse und Linsensuppe. Sie werden alle auf den Reis gekippt und mit der rechten Hand verzehrt. Als Europäer bekommst du aber auch einen Löffel oder eine Gabel.

Ich hätte sehr gerne Milch und Käse vom Yak probiert. Der Reiseleiter hat vor dem Aufstieg jedoch empfohlen keine Experimente mit Lebensmitteln zu machen, die mein Magen nicht kennt. Nach meiner Besteigung des Annapurna Base Camps bekam ich leider nicht mehr die Gelegenheit.

Das erste Mal Nepal – Was gibt es zu beachten?

Wie in vielen Ländern auch, ist die Hygiene in Nepal eine andere als in Europa. Darüber muss man sich im klaren sein.

In den touristischen Orten werden die Kinder von ihren Eltern erzogen nach der Geldbörse oder der Bauchtasche von Touristen zu greifen und „Money!“ zu fordern.

In Tempeln können dir Frauen begegnen, die dir scheinbar eine Blume schenken möchten. So bald du sie empfangen hast und du dich für die nette Geste bedanken möchtest, halten sie dir im gleichen Atemzug ihre Hand hin und verlangen bares für ihr „Geschenk“. Ich hab ihr einfach die Bume zurück geschenkt!

Luisa Nowak: Luisa´s spontaner Schulbesuch

Luisa Nowak: Luisa´s spontaner Schulbesuch

Von A nach b durch Nepal. Wie bist du zu deinen Zielen gelangt oder mit was hast du dich an deinen Urlaubszielen fortbewegt?

Da meine Reise nach Nepal durch einen Veranstalter oganisiert wurde, brauchte ich mich um die Fortbewegung keine großen Gedanken machen. Ehrlich gesagt war ich über die Organisation auch sehr froh, vor allem in einer Stadt wie Kathmandu wäre ich sehr überfordert gewesen.

Zum Annapurna Base Camp war ich zu Fuß unterwegs. Ganze 5 Tage hoch und 3 Tag abwärts.

Das Wetter in Nepal?

Ich bin im November gereist und hatte wirklich von allem etwas. In Kathmandu war es warm mit über 23 Grad Celsius und oben im Himalaya erlebte ich -11 Grad Celsius.

Deine Packliste für deinen Nepal-Urlaub. Was darf im Koffer nicht fehlen, worauf kann man verzichten?

Ehrlich gesagt, ist es nicht schlimm wenn man etwas vergessen hat. In Pokhara kannst du alles kaufen beziehungsweise kannst du dir alles ausleihen. Für meine Tour zum Annapurna habe ich mir Wanderstöcke ausgeliehen, welche auf den schmalen und steilen Wegen sehr hilfreich waren. Wichtig ist: immer handeln!

Besondere Unterkünfte und Restaurants in Nepal?

Besonders sind die Unterkünfte auf dem Weg zum Annapurna Base Camp. Je höher ich kam, desto schlechter und teurer wurden sie. Ich spreche hier von Vierpersonenzimmer mit klammen Betten, wo es sich empfiehlt nur mit Schlafsack drauf zu schlafen. Das Abendessen genossen wir mit der Beleuchtung unserer Stirnlampen.

Luisa Nowak: Unterkünfte im Himalaya

Luisa Nowak: Unterkünfte im Himalaya

Braucht man bei der Einreise ein Visum und werden Impfungen benötigt?

Visum

(Quelle: Auswärtiges Amt, Stand Januar 2019) Für die Einreise ist ein Visum erforderlich, das bei Einreise an den Grenzübergangsstellen nach Nepal oder am Flughafen Kathmandu erteilt wird. Die Gebühr für ein 30 Tage gültiges Touristenvisum beträgt 40,- US-Dollar; am Flughafen ist ein Passfoto vorzulegen. Visagebühren können auch in Euro oder anderen konvertiblen Währungen bezahlt werden, die von der Bank am Flughafen zum Dollar-Tageskurs umgerechnet werden. Kinder unter zehn Jahren bezahlen keine Visagebühr.
Reisende sollten direkt nach Erteilung prüfen, ob das Visum tatsächlich den gewünschten Zeitraum umfasst. Ansonsten führt dies zu Problemen bei der Ausreise, u.a. zu empfindlichen Strafgebühren, ohne deren Bezahlung keine Ausreise gewährt wird.

Das Visum kann auch vorab in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft in Berlin sowie bei den nepalesischen Honorarkonsuln in Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart beantragt werden. Dort sollte man sich die Einreisevorschriften im eigenen Interesse vor Antritt der Reise bestätigen lassen. In der Ankunftshalle des Tribhuvan International Airports stehen mehrere Automaten, an denen ein Visumantrag elektronisch eingegeben und das Passfoto gefertigt werden kann.

Laut derzeitiger Auskunft der nepalesischen Einwanderungsbehörde soll die Visumserteilung bis zum Ende der Gültigkeit des Reisedokuments möglich sein, es wird jedoch dazu geraten, mit einem noch mindestens sechs Monate gültigen Pass zu reisen. Manchmal akzeptieren Fluggesellschaften Passagiere nicht, deren Pässe in Kürze ablaufen.

Eine Registrierung oder Meldepflicht nach Einreise ist nicht vorgesehen. Allerdings hat die nepalesische Regierung neue Richtlinien zur Überprüfung von Ausländern erlassen. Es ist davon auszugehen, dass die Überziehung von erteilten Visa und vor allem nicht erlaubte Tätigkeiten mit Touristen- oder Studenten-Visa strenger überprüft werden. Wird der Aufenthalt in Nepal nach Ablauf des Visums unerlaubt fortgesetzt, droht eine Geldstrafe von derzeit 2,- US-$ für jeden ohne Aufenthaltsgenehmigung in Nepal verbrachten Tag. Ab dem 31. Tag erhöht sich der Tagessatz auf 3,- US-$, bei mehr als 90 Tagen auf 5,- US-$. Wird die Strafe nicht bezahlt, muss mit einer empfindlichen Haftstrafe gerechnet werden, bei der sich die Geldbuße nur alle drei Tage um etwa 1,- US-$ reduziert. Im Falle der Ausübung einer auch unbezahlten Tätigkeit ohne entsprechende Arbeitserlaubnis ist mit einer Geld- und Gefängnisstrafe zu rechnen.

Touristenvisa sind bis zu 150 Tagen verlängerbar, sofern die zuständigen Behörden die Voraussetzungen für eine Verlängerung als gegeben betrachten.
Aufenthalte ohne oder mit abgelaufenen Visa führen zu empfindlichen Geld- und teilweise auch Gefängnisstrafen.
Zur Ausübung von Freiwilligendiensten in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Behörden erteilt werden. Die Ausübung dieser Tätigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft. Dies gilt auch für medizinische Hilfsaktionen in Nepal (sog. Health Camps), welche zusätzlich grundsätzlich die Zustimmung des Nepal Medical Councils benötigen.

Aktuelle Visabestimmungen und Gebühren sind beim Department of Immigration zu finden oder können von der nepalesischen Botschaft in Berlin erfragt werden. Es wird geraten, die aktuellen Informationen vor Abreise zu prüfen.

Impfschutz

Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene (siehe: www.rki.de) anlässlich einer Reise zu überprüfen und gegebenenfalls zu vervollständigen.
Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung), ggf. auch gegen Masern Mumps und Röteln (MMR) und gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken.
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird nur für die Einreise aus einem Gelbfieber-Endemie Gebiet gefordert (siehe www.who.int). Bei direkter Einreise aus Deutschland bestehen keine Impfvorschriften.
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Japanische Enzephalitis empfohlen.

Weitere Informationen zu Cholera, Malaria, Dengue-Fieber u.ä. sind auf der Seite des Auswätigen Amtes zu finden.

3 Comments

  • Sandra sagt:

    Wahnsinn, ich habe ja schon extrem Respekt vor der Höhenkrankheit, aber es wirkt einfach nach einem unvergesslichen Erlebnis! Ich habe übrigens mal jemanden interviewt, der den Nepal Marathon gelaufen ist für den guten Zweck. Ebenfalls eine ziemlich unglaubliche Leistung!
    Ich werde erstmal weiter in Brandenburg rumwandern ;).
    Liebe Grüße,
    Sandra

  • Nadja sagt:

    Wow da bekomme ich richtig Fernweh, wobei klamme Vierbettzimmer sich nicht so einladend anhören :D Die Bilder sind aber traumhaft :)

    • Anne-Katrin sagt:

      Hallo Nadja,
      mit eigenem Schlafsack wird das Zimmer hoch oben in den Bergen erträglicher und bei der Aussicht ist die NAcht schnell vergessen. ;)

Wir freuen uns auf einen Kommentar von dir!

Your email address will not be published.

Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen und akzeptiert.