Brandenburg lockt mit einigen schönen Sehenswürdigkeiten, die von Menschenhand geschaffen worden sind. Einige Sehenswürdigkeiten haben wir allerdings Mutter Natur zu verdanken. Sie sind wahre Natur Sehenswürdigkeiten, die nicht nur in ihrem Aussehen, sondern auch mit ihren Geschichten dahinter beeindrucken.

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Brandenburg Natur Sehenswürdigkeiten

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Nonnenfließ: 52.809134, 13.770414
Silke-Buche: 52.926304, 13.621776
Wanderdüne Jüterbog: 52.065192, 13.102592
Spreewald: 51.782700, 14.074800
Grumsiner Forst: 53.008200, 13.876800
Naturdenkmal Großer Stein: 52.893970, 14.044680
Alte Eichen in Krügersdorf: 52.156675, 14.315703
Schwedenlinde von Brielow: 52.460881, 12.541887

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Das Nonnenfließ

Auf einer Länge von 11 km schlängelt sich das Nonnenfließ in geschwungenen Kurven durch den Erlen- und Buchenwald im Naturpark Barnim. Entstanden ist das Fließ nach der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren und entspringt in der Gemeinde Breydin südlich von der Ortschaft Tuchen.

Längst ist das Naturschutzgebiet „Nonnenfließ-Schwärzetal“ kein Geheimtipp mehr und wird gerne von Ausflüglern aus der Umgebung und Berlin besucht. Es gibt aber immer noch Zeiten, da kannst du den wunderschönen Weg am Fließ entlang für dich allein genießen.

Der mäanderartige Verlauf, steile Hänge und tiefe Täler macht das am südlichen Stadtrand von Eberswalde gelegene Nonnenfließ zu einer ganz besonderen Natur Sehenswürdigkeit in Brandenburg. Viele Besucher, die zum ersten Mal zum Nonnenfließ kommen, sprechen von einem tollen Fleckchen Erde und verwunschenem Ort. Und tatsächlich ranken sich viele Sagen um das Nonnenfließ.

Einer Sage nach befand sich einst ein Kloster am Nonnenfließ. Durch eine in einem Unwetter entstandene Flutwelle wurde das Kloster in die Tiefe gerissen. Es überlebte nur eine Nonne, Schwester Liese, die am Ufer des Flusses ein Kreuz zum Gedenken errichtete. Das Kreuz ist heute noch existent und am Wanderweg als Liesenkrüz zu finden. Zudem befindet sich heute dort eine Schutzhütte, die auf der Wanderung zu einer Pause einlädt.

Apropos Wanderweg. Entlang des Nonnenfließ gibt es einen schönen Wanderweg. Wenn dir der gesamte Wanderweg zu lang ist, gibt es von Spechthausen auskommend einen kürzeren Rundwanderweg. Er führt an der rechten Seite am Fließ entlang bis zum Liesenkrüz und von dort auf der anderen Seite wieder zurück zum Ausgangsort. Der Weg ist sehr abwechslungsreich und verläuft durch die beeindruckende Barnim-Hochebene. Zum Teil ist aber etwas Klettergeschick gefragt, da umgestürzte Bäume den Weg versperren können. Deshalb ist der Wanderweg nicht jedem zu empfehlen.

Ich liebe das Nonnenfließ besonders im Herbst, wenn die Baumkronen der Buchen sich in ein schönes Gelb verfärben. Im Sommer locken natürlich auch die grün leuchtenden Blätterdächer. Aber wer mit Mücken auf Kriegsfuß steht, hat dort an einer Wanderung keinen Spaß.

Natürlich kannst du mit etwas Glück auch Tiere im Naturschutzgebiet, das Teil des Schutzgebiet-Netzes NATURA 2000 ist, beobachten. Neben Rehwild, der Wasseramsel, dem Zwergschnäpper, dem Moorfrosch haben auch der Eisvogel und der Biber hier ihr zu Hause. Ehrlich gesagt habe ich bis auf den Moorfrosch bisher keines der Tiere dort entdecken können. Speziell die Spuren des Bibers lassen allerdings nicht verleugnen, dass es ihn dort gibt. Im Laufe der letzten Jahre hat das größte Nagetier Europas ganz schön im Nonnenfließ gewütet und lässt das Fließ immer mehr zu einem See werden. Im Wasser sind außerdem das Bachneunauge und die Westgroppe bzw. Mühlkoppe zu finden.

GPS-Daten: 52.80913378964917, 13.770414230870282

Das Nonnenfließ mit seinem mäanderartigen Verlauf

Das Nonnenfließ mit seinem mäanderartigen Verlauf

Nonnenfließ im Herbst

Nonnenfließ im Herbst

Steile Hänge im Nonnenfließ

Steile Hänge im Nonnenfließ

Moorfrosch im Nonnenfließ

Moorfrosch im Nonnenfließ

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Liebesgeschichte um die Silke-Buche

Brandenburg beherbergt einige mächtige, schöne und vor allem alte Bäume. Zu einigen unter ihnen existieren sogar eine kleine Geschichten und Sagen, wie zum Beispiel zur „Silke-Buche“. Das Alter der imposanten Rotbuche wird auf 250 – 300 Jahren geschätzt.

Ihren Namen verdankt das Naturdenkmal, welches sich im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Landkreis Barnim befindet, allerdings einer Liebesgeschichte um einen Förster und seiner Frau. Der gutherzige Mann hatte den 30. Geburtstag seiner Angetrauten vergessen. Aus Scham um seine Vergesslichkeit wollte er sich deshalb an einer Buche im Wald erhängen. Ein Waldgeist riet dem Förster allerdings, den wunderschönen Baum, an dem er eben noch sein Leben beenden wollte, seiner Frau zum Geschenk zu machen. Der Förster machte sich auf Geheiß vom Waldgeist zurück nach Hause, um seine Frau zu holen. Als die beiden zur Buche kamen, fanden sie unter dem Baum einen reichlich gedeckten Tisch mit einer Vielzahl an leckerem Essen und Wein. Die Försterfrau war natürlich hin und weg von diesem besonderen Geschenk und die beiden feierten dort bis tief in die Nacht. Seit diesem Tag trägt die Rotbuche den Namen „Silke“, denn so war der Name der Försters Frau.

Die Silke-Buche, welche sich nahe der Pinnowseen und dem Werbellinsee mitten im Wald befinde, hat ein wirklich stattliches Aussehen. Sie beeindruckt mit einer Höhe von 20 Metern und einem Umfang von etwa 6,55 Metern egal zu welcher Jahreszeit. Im Winter, wenn sich kein Blatt mehr am Baum befindet, nimmt man die gewaltigen Verästlungen erst richtig wahr. Im Sommer spendet die größte Buche in Brandenburg wunderbaren Schatten unter ihrem grünen Blätterdach. Durch die verfärbten Blätter im Herbst wirkt sie ein nahezu wenig mystisch, ganz so wie die Geschichte um kleinen Waldgeist und den Förster.

Leider ist die Silke-Buche (Stand August 2021) mit ihrem großen Umfang und der imposanten Baumkrone durch Pilzbefall erkrankt. Wer die Silke-Buche noch in einem Teil ihrer Pracht erleben möchte, sollte sich beeilen. Wanderwege vom Werbellinsee und von Eichhorst aus bringen dich direkt zu ihr.

GPS-Daten: 52.9263038462208, 13.621775613734597

Silkebuche im Spätsommer

Silkebuche im Spätsommer

Der mächtige Stamm und Geäst der Silkebuche

Der mächtige Stamm und Geäst der Silkebuche

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Wanderdüne Jüterbog

Dass Brandenburg durch die Eiszeit geprägt wurde zeigt ebenfalls die folgende Natur -Sehenswürdigkeit. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog im Landkreis Teltow-Fläming ist eine riesige Binnendüne als Überbleibsel der letzten Eiszeit zu finden. Bis vor einigen Jahren war die Binnendüne noch aktiv am Wandern, deshalb auch der Name Wanderdüne.

Bereits der Wanderweg zur Wanderdüne erweist sich als starker Kontrast zu den grünen Wäldern und feuchten Mooren Brandenburgs. Karg, sandig – wie in einer Wüste – prägen das Bild. Vorbei an den noch zu kleinen Kiefern, die an einem heißen Sommertag keinen Schatten spenden können, ist der 2,7 km Weg wenig spektakulär. Aber das Ziel lohnt sich wirklich.

Vom vorliegenden Wurzelberg, ein Aussichtspunkt mit Picknickplätzen, kannst du bereits einen Blick auf die Wanderdüne erhaschen. Das Bild wirkt nahezu surreal. Als hätte jemand einfach mitten im nirgendwo mit einem Bagger eine riesige Menge Ostseesand abgeladen. Ein wenig erinnert mich die Wanderdüne an die weiße Dünenlandschaft im De Hoop Nature Reserve von Südafrika. Was hier fehlt allerdings fehlt ist der Blick aufs Meer.

Dafür kann die Wüstenlandschaft allerdings mit etwas anderem Punkten, vor allem ab Mitte August bis in den September hinein. Vor der Wanderdüne erstreckt sich dann bis zum Wurzelberg ein lilafarbener Teppich, wenn dort nämlich die Heidepflanzen blühen. Wo bitte gibt es so etwas noch einmal zusehen auf der Welt? Nur in Brandenburg!

GPS-Daten: 52.065191876983, 13.102592384873384

Blick auf die Wänderdüne vom Wurzelberg

Blick auf die Wänderdüne vom Wurzelberg

Weißer Sandstrand mitten in Brandenburg

Weißer Sandstrand mitten in Brandenburg

Wanderweg zur Binnendüne

Wanderweg zur Binnendüne

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Natürliche Flusslaufverzweigungen im Spreewald

Eine Mischung aus Wasserwegen durch natürliche Flusslaufverzweigungen der Spree, sowie angelegte Kanäle, prägen das Landschaftsbild des Spreewalds. Er zählt zu einer der bekanntesten und beliebtesten Ausflugziele im südlichen Brandenburg. Auf Grund der einzigartigen Landschaft zähle ich ihn mit zu den schönsten Natur Sehenswürdigkeiten überhaupt.
Das verzweigte Flussnetz, das etwa 222 Kilometer lang im Unterspreewald und 45 Kilometer lang im Oberspreewald befindet, lässt sich natürlich am besten vom Wasser aus mit dem Paddelboot oder einem Kahn erkunden.

Wer aber denkt nur die unzähligen Wasserwege sind etwas Besonderes der irrt. Die abwechslungsreiche Auen- und Moorlandschaft, welche mittlerweile als Biosphärenreservat geschützt ist, geben dem Spreewald ebenfalls sein einmaliges Aussehen.

Natürlich hatte die Eiszeit bei der Prägung des Spreewald die Finger im Spiel. Der südliche Teil wurde von der Saaleeiszeit gebildet, während der nördliche Teil von der Weichseleiszeit geformt wurde. Mit der Nacheiszeit und der Spree wurde die heutige Landschaft geschaffen. Das Alter der Flussverzweigungen ist allerdings bis heute nicht geklärt.

Orte im Spreewald von denen du wunderbar Wanderungen, Radtouren sowie Touren auf dem Wasser starten kannst: Burg, Raddusch, Vetschau, Lübbenau, Schlepzig, Raddusch, Vetschau und Straupitz.

Typisches Landschaftbild im Spreewald

Typisches Landschaftbild im Spreewald

Der Spreewald zählt zu einem der schönsten Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg.

Der Spreewald zählt zu einem der schönsten Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg.

Mit dem Paddelboot den Sprrewald vom Wasser aus erkunden.

Mit dem Paddelboot den Sprrewald vom Wasser aus erkunden.

Natur pur im Spreewald

Natur pur im Spreewald

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: UNESCO Weltnaturerbe Grumsiner Forst

Ein ganzer Wald als Natur Sehenswürdigkeit? Natürlich, denn immerhin handelt es sich beim Grumsiner Forst seit Mitte Juni 2011 um ein UNESCO Weltnaturerbe. Und das nicht ohne Grund, auch wenn der Weg bis dahin nicht einfach war. Doch was macht den Grumsiner Forst nun so besonders? Beim Buchenwald Grumsin handelt es sich um basenreichen Tiefland-Buchenwald, der seit 20 Jahren nicht mehr genutzt wird. Zu mindestens was die Kernzone angeht. Starke Reliefs mit eingelagerten Wasserflächen und hochgewachsenen Buchen prägen das Landschaftsbild vom Grumsin.

Dort brüten Seeadler, Kraniche, Schwarzspechte und Schwarzstörche. Entdecken konnte ich bisher dort keine dieser Vogelarten. Allerdings konnte ich eine Vielzahl an Insekten beobachten. Ich bin mir sicher es war mindestens eine der fünf dort gefundenen Mückenarten dabei, die im Jahr 2012 im Grumsiner Forst entdeckt worden sind.

Bist du nämlich im Sommer im Grumsin unterwegs, solltest du dich gut vor den kleinen Blutsaugern schützen. Am liebsten mag ich den Buchenwald deshalb im Frühjahr, wenn alles in einem leuchtenden hellen Grün erstrahlt und im Herbst, wenn sich die Bäume bunt färben, um sich wieder auf den Winter vorzubereiten.

Durch den Grumsin führen vier Wanderwege, die jeweils mit einem farbigen Buchenblatt (Orange, Gelb, Rot, Grün) gekennzeichnet sind. Der Längste von ihnen ist der große Rundweg mit 21,5 Kilometer. Es werden aber Führungen vorrangig am Wochenende angeboten.

Grumsiner Forst im Frühjahr

Grumsiner Forst im Frühjahr

Eingelagerte Wasserfläche im Forst Grumsin

Eingelagerte Wasserfläche im Forst Grumsin

Der Urwald Grumsin im Spätherbst

Der Urwald Grumsin im Spätherbst

Herbst im Grumsinser Forst

Herbst im Grumsinser Forst

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Naturdenkmal Großer Stein

Neben den uralten Bäumen in Brandenburg gibt es weitere steinalte Naturschätze in Brandenburg zu finden. Dabei ist steinalt ein wirkliches Wortspiel, denn es handelt es sich tatsächlich um Steine und zwar um gewaltige alte Steine.

Einer von ihnen ist der Große Stein bei Neuendorf am Rande des Naturschutzgebietes „Urwald“ Breitefenn. Der Granitblock zählt zu den größten Geschiebeblöcken in Brandenburg. Seine beträchtlichen Maße liegen bei einer Breite von 6 Metern, einer Tiefe von 4 Metern und einer Höhe von 3,5 Metern.

Wenn du einmal vor diesem Stein stehst, kommst du dich richtig klein vor und fragst dich wahrscheinlich, wie so kolossaler Steinbrocken mitten in einer grünen Landschaft liegt und warum er auf ihm merkwürdige Rillen zu sehen sind. Erstere Frage ist einfach zu beantworten. Während der Eiszeit wurden solche großen Steine durch den Gletscher transportiert, die sogenannten Findlinge.

Diese spielen in der Geschichte Brandenburgs keine unwesentliche Rolle. Denn überall sind oder waren vereinzelt solche großen Steinbrocken zu finden. Die Findlinge wurden teilweise „abgesprengt“ und weiterverarbeitet. Ein bekanntes Beispiel ist die große Granitschale vor dem Alten Museum im Berliner Lustgarten, die aus einem Findling gefertigt wurde.

Eigentlich sollte der Große Stein bei Neuendorf für genau diese Schale dafür herhalten. Der preußische König beauftragte hierzu einen Steinmetz zwischen 1825 und 1828. Das ist auch die Erklärung für die Rillen, die heute noch am Stein zu sehen sind. Bei diesen handelt es sich um die Bohrlöcher um den Stein zu spalten, was nun die zweite Frage ebenfalls beantwortet. Das Material stellte sich allerdings für die Weiterverarbeitung für die Schale als zu weich heraus. Deshalb wählte der Steinmeitz schließlich den Großen Markgrafensteins in den Rauener Berge für die heutige „Suppenschüssel“ in Berlin.

GPS-Daten: 52.893970232482125, 14.044680211883545

Naturdenkmal Großer Stein

Naturdenkmal Großer Stein

Größenvverhältnis Mensch und Stein

Größenvverhältnis Mensch und Stein

Der große Stein von hinten

Der große Stein von hinten

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Alte Eichen in Krügersdorf

Wuchtig und unübersehbar stehen sie einfach am Straßenrand, fünf Eichen deren dicker Stammumfang erahnen lässt, dass diese Bäume schon ein paar 100 Jahre auf dem Buckel, eher gesagt auf dem Holz haben.

Die dickste Eiche unter ihnen, welche eingerückt an einer alten Allee steht, trägt zudem tatsächlich den Beinamen „Dicke Eiche“. Sie misst bei einer Höhe von 22 Metern einen Stammumfang von 10,26 Metern. Zuletzt wurde dieser Wert in 2016 ermittelt. Es ist also davon auszugehen, dass die Stieleiche in den letzten Jahren noch einmal an Umfang zugelegt hat und vielleicht schon an den 11 Metern kratzt. Der mächtige Baum ist damit die dickste vermessene Eiche in Brandenburg und somit eine nicht unerhebliche Natur Sehenswürdigkeit. Ihr Alter wird auf 500-700 Jahre geschätzt.

Aber auch die drei weiteren Eichen, die sich in unmittelbarer Nähe direkt an der B 246 in Krügersdorf im Landkreis Oder-Spree befinden, sind nicht weniger ansehnlich. Bei ihnen reicht der Stammumfang von 6,00 bis 8,77 Metern. Die Mächtigste von ihnen ist die Bouquet-Eiche, die nur etwa 250 m von der „Dicken Eiche“ entfernt steht. Das Besondere an ihr sind die drei Stammachsen, welche bouquetförmig nach oben streben und damit eine große Krone bilden. Diese Eiche, mit dem Stammumfang von 8,77 Metern ist mir als erstes in Auge gefallen und mich zu einem kleinen Stopp veranlasste, als ich in Richtung Beeskow unterwegs war.

Eine weitere fünfte Eiche befindet sich weitere 270 m von dem Baumgrüppchen, ebenfalls an der B 246 Ecke Reudnitzer Straße, entfernt. Sie erhielt einst den Beinamen Trauer- oder Begräbnis-Eiche. Trauerzüge hielten dort auf dem Weg zum Friedhof an um eine Gedenkminute einzulegen. Der Baumumfang liegt bei dieser Stieleiche bei 6,42 Metern und ihr Alter wird auf 400 Jahre geschätzt.

Alle 5 Eichen sind bereits seit Mai 1950 geschützt und zählen heute zum Naturdenkmal Krügersdorfer Eichen. Bist du also einmal in der Nähe von Beeskow, mache ruhig einen kleinen Abstecher nach Krügersdorf zu den Eichen und lass dich von dieser Natur Sehenswürdigkeit in Brandenburg beeindrucken.

GPS-Daten: 52.156674768191905, 14.315702548149938

Die Dicke Eiche ist 500-700 Jahre alt.

Die Dicke Eiche ist 500-700 Jahre alt.

Alten Eichen in Krügersdorf direkt an der Hauptstraße

Alten Eichen in Krügersdorf direkt an der Hauptstraße

Bouquet-Eiche

Bouquet-Eiche

Natur Sehenswürdigkeiten Brandenburg: Schwedenlinde von Brielow

Der vermutlich dickste Baum in Brandenburg befindet sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark und ist eine Sommerlinde. Das heutige Naturdenkmal steht direkt vor der Kirche auf dem Friedhof von Brielow. Das Alter der sogenannten Schwedenlinde ist allerdings umstritten. Märkische Heimatforscher sind der Meinung, dass die 24 Meter hohe Linde bereits 800 Jahre alt ist, währenddessen Wissenschaftler dem eindrucksvollen Baum ein Alter von etwa 500 Jahre zugestehen.

Doch warum heißt der Baum eigentlich Schwedenlinde? Diese Namensgebung geht weit in die Geschichte bis zum 30-jährigen Krieg zurück. Ein schwedischer Offizier fiel bei Kämpfen um das frühere namentliche Fischerdörfchen Brylow. Seine Frau soll den Offizier unter diesem Lindenbaum beerdigt haben, der bereits zur damaligen Zeit ein imposanter Baum war.

Mittlerweile misst der Baumumfang der Schwedenlinde bereits etwa 13 Meter. Auffällig ist, dass der Stamm im unteren Teil bereits zweigeteilt ist. Dass wir die Linde heute bewundern können ist einem Brielower zu verdanken. Im Jahr 1880 legte der Ortsschmied eine Kette von einem Ast zum anderen, da die Schwedenlinde drohte komplett auseinanderzubrechen und sicherte sie somit. Jahre später tat es ihm sein Sohn nach und in dritter Generation auch sein Enkel. Heute ist die Krone der Linde mit weiteren Spannseilen gesichert.

Adresse: Am Spennenbusch 1, 14778 Beetzsee
GPS-Daten: 52.46088123267543, 12.541887292057082

Der vermutlich dickste Baum in Brandenburg

Der vermutlich dickste Baum in Brandenburg

Die Schwedenlinde befindet sich auf einem Friedhof.

Die Schwedenlinde befindet sich auf einem Friedhof.

Zuletzt geändert am 12. September 2021

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Über die Autorin / Autoren

Anja

Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!