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Isimangaliso Wetland Park: Hippo Tour, Turtle Tour und Safari

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Der iSimangaliso-Wetland-Park ist ein Nationalpark nahe der Kleinstadt St. Lucia an der Ostküste Südafrikas in der Provinz KwaZulu-Natal. Wie der Name es schon erahnen lässt, ist der Park ein Feuchtgebiet und liegt direkt an der Küste.

Neben einer Tag- oder Nachtsafari, empfiehlt sich hier eine Turtle – und Hippo Tour. Auch gehört der Park zu einem der schönsten Schnorchelgebieten Südafrikas. Vogelbeobachter kommen ebenfalls voll auf ihre Kosten.

Schildkröten Tour in Südafrika

Auf das was ich mich in Südafrika am meisten gefreut habe, ist die Turtle Tour im iSimangaliso-Wetland-Park. Die riesigen Schildkröten bei ihrer Eiablage zu beobachten oder den hunderten gerade geschlüpften kleinen Schildkröten bei ihrem Weg ins Meer zu begleiten war einer meiner Hoffnungen hier erleben zu können. Daran Teil zu haben ist etwas ganz Besonderes, denn es ist reine Glückssache, ob man dieses Spektakel sehen kann oder nicht.

Wann lassen sich Schildkröten beobachten?

In Südafrika kann man dieses Naturschauspiel nur im Zeitraum von Anfang November bis Ende Februar beobachten und das auch nur an bestimmten Orten. Der iSimangaliso-Wetland-Park bietet diese Möglichkeit. Voraussetzung ist allerdings eine geführte Tour mit einem Jeep und einem speziell ausgebildeten Guide. Die Touren sind sehr begehrt, deshalb solltest du frühzeitig buchen.

Selbst auf „Schildkröten-Safari“ mit einem eigenen Auto zu gehen, ist auf Grund der Schließzeiten des Nationalparks nicht möglich und außerdem auch nicht gestattet.

Zum Sonnenuntergang startet die Tour. Als erstes geht es auf dem Hauptweg auf eine kleine Minisafari quer durch den Park, die am Meer endet. Hier wird Luft aus den Reifen des Jeeps abgelassen, um später besseren Grip auf dem Sand zu haben.

Auf der Suche nach Schildkröten

Der aufregende Teil der Tour startet, wenn die Dämmerung einsetzt. Die weiblichen Schildkröten kommen im Schutz der Dunkelheit an Land, graben eine 30–50 cm tiefe Grube und legen darin ihre Eier ab. Dies passiert im ersten Teil der Saison von Anfang November bis Ende Dezember. Im zweiten Teil der Saison von Januar bis Anfang März schlüpfen die Jungen, ebenfalls in der Sicherheit der Nacht und wandern zu Hunderten ins Meer.

Viele Krebse sind nun ebenfalls im Sand unterwegs und weichen oft erst im letzten Augenblick dem Jeeps aus. Manche von ihnen sind aber nicht schnell genug und werden von den schweren Reifen überrollt. So viele Krebs verteilt über den gesamten Küstenabschnitt verteilt, habe ich noch nie gesehen. Auch sind die Krebse die natürlichen Feinde der frisch geschlüpften Schildkröten.

Picknick unterm Sternenzelt

Inzwischen ist es finstere Nacht geworden, während der Jeep insgesamt etwa 28 km am Strand entlang fährt. Immer wieder stoppt unser Guide, um an bestimmten Punkten Ausschau nach frisch geschlüpften Schildkröten zu halten. Bisher hatten wir kein Glück. Mitten in der Dunkelheit wird ein längerer Stopp eingelegt. Unter dem funkelnden Sternenhimmel und direkt am Meer wird am Jeep ein Picknick mit vielerlei Leckereien hergerichtet. Das Picknick ist im Preis der Turtle Tour inklusive und ein weiteres Highlight auf der Tour.

Ganz viele Krabben am Strand

Ganz viele Krabben am Strand

Auf Nachtsafari iSimangaliso Wetland Park

Nach dem ausgiebigen und leckeren Abendessen geht es anschließend wieder zurück. Immer wieder lehne ich mich aus dem Jeep und genieße den Blick auf die Milchstraße. Auch auf der Rückfahrt haben wir kein Glück mit den neuen kleinen Bewohnern des Meeres. Meine Hoffnung noch Schildkröten zu sehen schwindet.

Als wir dann vom Strand die Hauptstraße des Parks erreichen ist zwar die Schildkröten Tour vorbei, aber wir begeben uns nun auf eine kleine Nachtsafari. Nur wenige 100 m auf dem Weg und schon huscht etwas Geflecktes vor dem Jeep entlang. Mein Herz macht einen Sprung. Bekomme ich nun endlich eine Leoparden zu Gesicht? Der Guide versucht dem Tier zu folgen, richtet immer wieder sein Licht auf ihn. Als das Tier in den Wald verschwinden will, kann man es noch einmal kurz erspähen. Kein Leopard, aber eine Fleckenhyäne. Verdammt, wieder habe ich kein Glück gehabt.

Nur wenige Meter weiter steht im dichten Gebüsch ein weibliches Nashorn mit ihrem Jungen. Ein wenig vom Licht gestört, laufen sie über die Straße, dann wieder zurück und verschwinden im Gebüsch. Aufregend geht es weiter, denn auf dem weiteren Weg steht ein Flusspferd am Straßenrand. Ganz ungetrübt grast es und lässt sich von den nächtlichen Besuchern nicht stören.

Mein Fazit:
Auch wenn ich keine Schildkröten auf dieser Tour gesichtet habe, so empfehle ich die nächtliche Tour uneingeschränkt weiter. Allein schon auf Grund des Picknicks unter dem Sternenhimmel und der kleinen aufregenden Nachtsafari.

Ein Zebra grast am Wegesrand

Ein Zebra grast am Wegesrand

Auf Nachtsafari: Ein Nashorn

Auf Nachtsafari: Ein Nashorn

Ein Hippo am Straßenrand

Ein Hippo am Straßenrand

iSimangaliso Wetland Park: Hippo und Krokodil Tour

Mitten im iSimangaliso Wetland Park befindet sich mit einer Fläche von rund 300 km² der größte See Südafrikas. Der St.-Lucia-See ist etwa 40 km lang und hat eine Breite von bis zu 21 km. In diesem Feuchtgebiet leben etwa 800 Hippos und 1000 Krokodile. Daneben lassen sich auch eine stattliche Anzahl von unterschiedlichen Vogelarten wie Reiher, Pelikane und Störche beobachten.

Auf Grund der hohen Population von Flusspferden und Krokodilen eignet sich der St.-Lucia-See hervorragend für eine Beobachtungs-Tour mit einem Boot. Täglich werden mehrere solcher Bootstouren angeboten, die etwa 1,5 bis 2 Stunden dauern. Empfehlen würde ich dir immer die letzte Tour am Nachmittag, wenn die Sonne bereits tief steht. Um diese Zeit sind die Hippos aktiver, da die Sonne nicht mehr so intensiv auf die empfindliche Haut der Tiere scheint.

Während der Tour kommt es deshalb immer wieder zu spektakulären Beobachtungen. Immer reißen die Flusspferde das Maul weit auf, wobei man ihnen weit in den Rachen hineinblicken kann. Oder sie geben gellende Grunzgeräusche von sich. Besonders niedlich sind auch die kleinen Hippos zu beobachten. Sie haben oft noch keine Zähne und toben im Wasser herum.

Trotz der großen Anzahl an Krokodilen im Nationalpark, habe ich während der Tour nur eins zu Gesicht bekommen. Das war ziemlich groß. Und dennoch lohnt sich die Hippo und Krokodil Tour im iSimangaliso Wetland Park.

Ein Hippo reißt weit sein Maul auf

Ein Hippo reißt weit sein Maul auf

Kleine Hipps beim Spielen

Kleine Hipps beim Spielen

Entdeckt: Ein Krokodil lauert im Gebüsch

Entdeckt: Ein Krokodil lauert im Gebüsch

Ein Webervogel

Ein Webervogel

Der iSimangaliso Wetland Park und seine Tiere

Im iSimangaliso Wetland Park kannst du selbst mit dem Mietwagen eine Safari machen oder eine geführte Tour unternehmen. Im Nationalpark war ich selbst im Mietwagen unterwegs. Meine große Hoffnung war es hier endlich einen Leoparden zu sehen. Die Chancen stehen im Park eigentlich gut, da es keine natürlichen Feinde, wie Löwen gibt. Aber bei knapp 40 Grad am Tag hatte die Großkatze keine Lust sich zu zeigen. Dennoch kannst du hier viele Tiere und Vögel auf einer Selbstfahrer Safari beobachten. Hier nun eine kleine Übersicht.

Nashörner (White Rhino und Black Rhino)

Bevor es auf die Turtle Tour ging, konnte ich gleich zwei der Breitmaulnashörner (White Rhinos) im Park beobachten. Diese und die zwei Nashörner (Black Rhinos) auf der Nachtsafari sind die einzigen Male, wo ich sie zu Gesicht bekomme.

Es wird immer mehr zum Glücksspiel in Südafrika Nashörner in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten. Laut dem WWF sterben täglich drei Nashörner in Südafrika. Die Dunkelziffer ist vielleicht weitaus höher. Bei diesem rasanten Tempo wird man bald keine Nashörner mehr beobachten können.

White Rhino beim Grasen

White Rhino beim Grasen

Impalas

Ein stattliches Grüppchen von Impalas lies sich gleich am Eingang des iSimangaliso-Wetland-Park beobachten. Die Impalas versucht man hier anzusiedeln. Allerdings sinkt der Bestand immer wieder. Scheinbar sind die Feucht- und Sumpfgebiete einfach nichts für diese Antilopenart.

Eine Gruppe Impalas

Eine Gruppe Impalas

Büffel (Buffelo)

Auch Büffel lassen sich im iSimangaliso-Wetland-Park beobachten. In der Regel sind die Tiere immer in Herden unterwegs. Am Ufer des St.-Lucia-Sees habe ich allerdings auch nur ein einzelnes Tier im Wasser gesehen.

Büffel (Buffelo)

Büffel (Buffelo)

Kudu ( Greater Kudu)

Mehrere Male habe ich im iSimangaliso-Wetland-Park weibliche und männliche Kudus gesichtet. Besonders die bis zu 344 kg schweren Männchen, mit ihren gewaltigen Hörnern, wirkten auf mich besonders imposant.

Ein männliches Kudu

Ein männliches Kudu

Steppenzebras (Plains Zebra)

Ein Nationalpark ohne Zebras gibt es wohl selten in Afrika. Deshalb sind im iSimangaliso-Wetland-Park die Steppenzebras anzutreffen.

Steppenzebras beim Grasen

Steppenzebras beim Grasen

Wasserbock (Waterbuck)

Ich muss zugeben, das äußere Erscheinungsbild eines Wasserbocks finde ich sehr amüsant. Sein Hinterteil ziert um den Schwanzansatz herum ein weißer Ring (Ellipse). Warum das so ist weiß ich nicht. In diesem Fall handelt es sich bei der bis zu 270 kg schwere Antilope um einen Ellipsen-Wasserbock.

Ein Wasserbock mit dem markanten Hinterteil

Ein Wasserbock mit dem markanten Hinterteil

Streifengnu (Blue Wildbeest)

Mutterselen allein in der größten Mittagshitze entdecke ich ein Gnu. Das Tier macht Rast im Schatten eines Baumes. Gnus kenne ich eigentlich nur in riesigen Herden, wie ich sie in Kenia bei der Flussüberquerung des Mara River beobachten konnte.

Ein Streifengnu beim Grasen

Ein Streifengnu beim Grasen

Riedbock (Southern Reedbock)

Nur wenige Meter entfernt hat auch ein anderes Tier unter dem Schatten eines Baumes vor der Hitze Zuflucht gesucht. Aus der großen Distanz lässt sich schwer erkennen, um welche Antilope es sich handelt. Laut meiner Recherche handelt es sich dabei um den Riedbock. Normalerweise kommen sie paarweise oder auch in größeren Gruppen vor.

Ein Riedbock

Ein Riedbock

Rotducker (Red duiker)

Nur durch einen Zufall komme ich noch in den Genuss einen Rotducker zu entdecken. Sie sind meist Einzelgänger und leben in immergrünen und Flussuferwäldern an der Südostküste Afrikas. Man kann sie vom südlichen Tansania, dem südöstlichen Malawi, Mosambik, Swasiland bis zum östlichen Südafrika beobachten.

Ein Rotducker

Ein Rotducker

Trompeterhornvogel (Trumpeter Hornbill)

Fast schon urzeitlich sieht der Trompeterhornvogel aus, der auf einmal auf dem Draht des Hochseilmasten Platz vor mir nimmt. Der Vogel gehört zu den Nashornvögeln. Markant ist vor allem sein Schnabel. Diese Vögel sind Höhlenbrüter. Das bedeutet, dass das Weibchen bis zu drei Monate in einer Baumhöhle verbringt und die Brutstätte erst wieder mit den Jungvögeln verlässt.

Ein Trompeterhornvogel

Ein Trompeterhornvogel

Blauracke (European Roller)

Kaum ist der Trompeterhornvogel weg, nimmt ein anderer Vogel auf dem Seil Platz. Die Blauracke besticht durch ihr blaues-braunes Gefieder. Sie gehört zu den Zugvögeln, die sich auch in Deutschland beobachten lässt und in Südafrika überwintert.

Eine Blauracke

Eine Blauracke

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