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Die Halbinsel Snæfellsnes im Westen Islands

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Wenn du auf Island bist, solltest du unbedingt einen Tagesausflug auf die Halbinsel Snæfellsnes einplanen. Egal ob von der Hauptstadt Reykjavík oder der näheren Umgebung aus, die „unscheinbare“ Halbinsel hält einige Highlights für seine Besucher parat und lässt sich an einem Tag erkunden.

Die Kirche in Budir

Zu den ältesten Holzkirchen Islands zählt unter anderem die Kirche in Budir, die im Süden der Halbinsel steht. Sie befindet sich in der Nähe der Bucht Faxaflói. Das erste Mal wurde die Kirche in 1703 erbaut, wieder abgrissen und später wieder neu errichtet.

Eine tapfere Frau setzte sich für die Neuerrichtung der Holzkirche gegen die Ablehnung der Landeskirche ein. Letztendlich wurde die Kirche mit königlicher Erlaubnis im Jahr 1848 fertiggestellt.

In den 1980ern wurde die Kirche allerdings nach dem alten Vorbild wieder errichtet und eingeweiht. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und beherbergt unter anderem die Kirchenglocke von 1672 und den Flügelaltar von 1750.

GoOnTravel.de: Die Kirche in Budir auf der Halbinsel Snæfellsnes

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Kirche in Budir auf der Halbinsel Snæfellsnes

Die Raudfeldar-Schlucht

Den Namen hat die Raudfeldar-Schlucht, die sich auch im Süden der Halbinsel Snæfellsnes befindet, einer Sage zu verdanken. Hier die Kurzfassung: Zwei Brüder, die im 9. Jahrhundert lebten, haben je zwei Kinder. Der eine hat zwei Töchter, der andere zwei Söhne. Beim Spielen der Kinder am Strand, schubst der eine Sohn (Raudfeldar), die älteste Tochter Helga auf einen Eisberg mit dem sie bis nach Grönland treibt. Der Vater des Mädchens war so wütend darüber, dass er beide Söhne seines Bruders tötete. Raudfeldar stieß er in die Schlucht, die dann nach ihm benannt worden ist.

Die Schlucht selbst wirkt von außen geheimnisvoll. Mit viel Fantasie kann man auf den Felsen ein Gesicht erkennen. Durch einen schmalen Eingang gelangt man über das Balancieren von Steinen und Wasser ins Innere der Bucht. Drinnen wird der Gang dann immer enger bis ein Weiterkommen nicht mehr möglich ist.

Von der Schlucht aus hat man wiederum einen wundervollen Blick auf den Strand. Die Farbe des Sandes ist gelb-rot, für Island eher selten und ungewöhnlich.

GoOnTravel.de: Wer erkennst das Gesicht in den Bergen der Raudfeldar-Schlucht?

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Wer erkennst das Gesicht in den Bergen der Raudfeldar-Schlucht?

GoOnTravel.de: Direkt in der Raudfeldar-Schlucht auf die Halbinsel Snæfellsnes

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Direkt in der Raudfeldar-Schlucht auf die Halbinsel Snæfellsnes

Hellnar im Süden der Halbinsel Snæfellsnes

Direkt am Meer liegt das alte Fischerdorf Hellnar, zu Füßen des Gletschers Snæfellsjökull. Das Besondere hier? Es gibt größere Höhlen im Meer und die Felsformation Baðstofa. Das Meer hat mitten durch den Felsen ein Loch gegraben. Bei Ebbe kann man auf den glitschigen Steinen in den Felsformationen herum klettern. Bei Flut besteht die Möglichkeit mit einem Boot hineinfahren.

GoOnTravel.de: Die Felsformation Baðstofa Bei Hellnar

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Felsformation Baðstofa Bei Hellnar

GoOnTravel.de: Grandios geformte und übereinander geschichte Steine der Felsformation Badstofa

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Grandios geformte und übereinander geschichte Steine der Felsformation Baðstofa

GoOnTravel.de: Die schroffe Felsenküste auf der Halbinsel Snæfellsnes

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die schroffe Felsenküste auf der Halbinsel Snæfellsnes

Snæfellsjökull und Snæfellsjökull-Nationalpark

Der Gletscher Snæfellsjökull und der gleichnamige Snæfellsjökull-Nationalpark nehmen einen großen Teil des westlichen Endes der Halbinsel Snæfellsnes ein. Dem 1446 m hohen Stratovulka Snæfellsjökull werden unter anderem auch energetische Kräfte nachgesagt. Außerdem sollen all die, den Berg einmal gesehen haben, wieder zu ihm zurückkehren.

Leider hat sich der Gletscher hinter einer großen „Wolkenhaube“ vor mir versteckt. Von Norden aus, konnte ich dann aber doch einen Blick fast vollständigen Blick auf den Snæfellsjökull erhaschen. Viel näher bin ich an den Gletscher jedoch nicht herangekommen, da wir mit unserem Mietwagen bestimmte Straßen leider nicht passieren dürfen.

GoOnTravel.de: Der Gletscher Snæfellsjökull versteckt sich hinter einer dicken Wolke

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Gletscher Snæfellsjökull versteckt sich hinter einer dicken Wolke

GoOnTravel.de: Der Gletscher Snæfellsjökull zeigt sich mit Sicht von Norden aus.

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Gletscher Snæfellsjökull zeigt sich mit Sicht von Norden aus.

GoOnTravel.de: Ewiges Eis? Der Gletscher Snæfellsjökull auf der Halbinsel Snæfellsnes

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Ewiges Eis? Der Gletscher Snæfellsjökull auf der Halbinsel Snæfellsnes

Kirkjufell und Kirkjufellsfoss

Der Besuch der Halbinsel Snæfellsnes war ein Kurzentschluss. Viel informiert über sehenswertes habe ich mich im Vorfeld nicht. Erst im Nachhinein habe ich deshalb realisiert, dass der 463 m hohe Berg Kirkjufell und der Wasserfall Kirkjufellsfoss zusammen ein beliebtes Fotomotiv ist. Für mich als Fotobegeisterte ärgert es immer noch, dass ich beides „nur“ einzeln fotografiert habe. So ist das manchmal, wenn man nicht alles von verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Der Kirkjufell (Kirchberg) verdankt seine ungewöhnliche Keilform den Eiszeitgletschern und man kann diesen sogar besteigen.

GoOnTravel.de: Der Kirkjufellsfoss im Norden der Halbinsel Snæfellsnes

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Kirkjufellsfoss im Norden der Halbinsel Snæfellsnes

GoOnTravel.de: Der 463 m hohe Berg Kirkjufell

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der 463 m hohe Berg Kirkjufell

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