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Kurztrip an die polnische Ostsee: 9 Tipps für Swindemünde und Misdroy

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Speziell in der kalten Jahreszeit hat ein Ausflug an die Ostsee, wie auf die Insel Usedom, seinen Charme. Vor allem der polnische Teil der Halbinsel mit der Stadt Swinemünde, aber auch die Insel Wolin, eignen sich hervorragend für einen Kurztrip.

Schönstes Fotomotiv: Mühlenbake von Swinemünde

Die Mühlenbake ist nur 10 m hoch und wurde von 1873-1874 gebaut. Sie sollte einst zur besseren Navigation dienen. Inzwischen ist die Bake das offizielle Symbol der Stadt Swinemünde geworden. Die Swinemünder Mühlenbake wird oft verwechselt mit dem Leuchtturm, der sich allerdings auf der anderen Seite der Swine befindet.

Die Bake ist nicht nur zu meinem Lieblingsfotomotiv und Tipp für Swinemünde geworden, sonderrn auch vieler anderer Besucher und das gleichgültig bei welchem Wetter. Die Mühlenbake mal ohne Menschen zu fotografieren gestaltet sich deshalb als äußerst schwierig. Denn die Menschen strömen bis es dunkel wird dorthin.

Mühlenbake von Swinemünde am Tag

Mühlenbake von Swinemünde am Tag

Mühlenbake von Swinemünde am Abend

Mühlenbake von Swinemünde am Abend

Höchster Leuchtturm an der Ostsee

Wer hätte das gedacht! Der höchste Leuchtturm an der Ostsee und einer der höchsten Leuchttürme in Europa steht in Swinemünde. Er ist 64,8 m hoch und wurde das erste Mal 1857 in Betrieb genommen.

Wer auf die Aussichtsplattform möchte, um einen Blick von oben zu erhaschen, muss nur die 308 Stufen nehmen. Aber die haben es ganz schön in sich. Motivierend ist, dass beim Aufstieg die bereits geschafften Stufen immer wieder angezeigt werden. Für alle Menschen mit Höhenangst sei gesagt, es sind Steinstufen und keine Gitterstufen. Auf der Aussichtsplattform kann es allerdings ganz schön windig zugehen, da hatte ich schon wieder ein bissel Höhenangst.

Zum Leuchtturm zu gelangen ist allerdings gar nicht so einfach. Er steht am östlichen Ufer direkt an der Swine auf der Insel Wolin und am Rand vom Hafengebiet. Es empfiehlt sich entweder eine Tour mit dem Fahrrad oder gleich das Auto zunehmen. Öffentliche Verkehrsmittel fahren nicht bis zum Leuchtturm.

  • Eintritt: 8 Złoty für Erwachsene, 5 Złoty ermäßigt
  • Öffnungszeiten: täglich, 10:00-18:00 Uhr
  • Adresse: Bunkrowa 1, 72-600 Świnoujście
Der Leuchtturm von Swinemünde

Der Leuchtturm von Swinemünde

Im Treppenhaus vom Leuchtturm: Zur Motivation werden die bereits zurückgelegten Stufen angezeigt.

Im Treppenhaus vom Leuchtturm: Zur Motivation werden die bereits zurückgelegten Stufen angezeigt.

Blick vom Leuchtturm auf die Mühlenbake

Blick vom Leuchtturm auf die Mühlenbake

Blick auf den Hafen von Swinemünde zum Sonnenuntergang

Blick auf den Hafen von Swinemünde zum Sonnenuntergang

Piroggen essen im Kurna Chata

Bei einem Besuch in Polen sollten mindestens einmal Piroggen auf dem Speiseplan stehen. Als Restaurant möchte ich dir das urgemütliche „Kurna Chata“ als Tipp in Swinemünde empfehlen. Im originellen rustikalen Ambiente fühlt man sich irgendwie heimisch und auf der Speisekarte stehen neben Pirgoggen weitere traditionelle Gerichte der polnischen Küche.

Des Weiteren bietet das Kurna Chata auch vielerlei leckere Marmeladen und anderes Eingewecktes zum Verkauf an.

  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 12:00-22:00 Uhr, Samstag und Sonntag 11:00-22:00 Uhr
  • Adresse: Marszałka Józefa Piłsudskiego 20, 72-600 Świnoujście
Das Restaurant Kurna Chata

Das Restaurant Kurna Chata

Sehr gemütlich im Restaurant Kurna Chata

Sehr gemütlich im Restaurant Kurna Chata

Piroggen im Kurna Chata

Piroggen im Kurna Chata

Geschichte in Swinemünde erleben

Swinemünde steckt voller militärischer Geschichte. Es gibt hier drei Forts, die du auch alle besichtigen kannst: Das Fort Zachodni (Westfort), das Fort Aniola (Engelsburg) und das Fort Gerharda (Fort Gerhard).

Das Fort Zachodni beherbergt außerdem ein Militär Museum. Zugegeben ich bin kein Fan von allem, was irgendwie mit Krieg zu tun hat. Die Struktur und Aufbau der Forts war dennoch sehr interessant anzusehen.

Das Fort Aniola ist, wie es der Name auch schon verrät, der Engelsburg in Rom nachempfunden. Im Winter ist es allerdings geschlossen. Die Festungsanlagen Fort Zachodni und Fort Aniola liegen nur etwa 700 m (10 Laufminuten zu Fuß) voneinander in der Nähe vom Hafen an der Swine.

Das Fort Gerharda liegt auf der anderen Seite der Swine direkt neben dem Leuchturm von Swinemünde.

Fort Zachodni (Westfort)

Fort Zachodni (Westfort)

Fort Aniola (Engelsburg)

Fort Aniola (Engelsburg)

Fort Gerharda (Fort Gerhard)

Fort Gerharda (Fort Gerhard)

Turm mit Aussicht auf Swinemünde

Die schönste Aussicht auf Swinemünde erhältst du allerdings nicht vom Leuchtturm sondern vom 67 m hohem Turm der Martin Luther Kirche mitten in der Stadt.

Die protestantische Kirche wurde in den Jahren 1903 bis 1906 nach einem Entwurf von Fritz Gottlieb erbaut. Finanziert wurde der Bau durch eine Einwohnerin von Swinemünde. Nachdem die Kirche 1945 stark zerstört wurde, wurden Teile der Kirche1962 abgerissen. Übrig blieb nur der Turm, dessen Aussichtsplattform nach 222 Stufen erreicht werden. Von dort oben hat man einen wunderschönen Rundumblick auf Swinemünde.

Der Turm beherbergt aber noch einen Geheimtipp. Auf den unteren zwei Etagen befindet sich ein gemütliches Café in ganz besonderer Atmosphäre. Hier solltest du unbedingt den Apfelkuchen mit Baiser-Haube probieren.

  • Eintritt: 10 Złoty für Erwachsene, 6 Złoty für Kinder bis 12 Jahre
  • Öffnungszeiten: täglich, 10:00-18:00 Uhr
  • Adresse: Ignacego Paderewskiego 7, 72-600 Świnoujście
Treppenhaus des Martin Luther Turms

Treppenhaus des Martin Luther Turms

Blick auf Swinemünde vom Martin Luther Turm

Blick auf Swinemünde vom Martin Luther Turm

Cafe Wieza im Martin Luther Turm

Cafe Wieza im Martin Luther Turm

Seebrücke von Misdroy

Der etwa 395 Meter lange Pier auf der Halbinsel Wolin ist eine der wichtigsten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Misdroy. Auf der beliebten Seebrücke locken Restaurants, Süßwarenläden, sowie ein Panoramablick auf den Hafen von Misdroy. Von Pier aus lässt sich ein Spaziergang direkt am Meer und der Steilküste des Nationalpark Wollin unternehmen.

Die Seebrücke von Misdroy

Die Seebrücke von Misdroy

Kaffeeberg im Nationalpark Wollin

Der Kaffeeberg ist beliebter Aussichtspunkt und liegt im Osten von Misdroy. Ein Wanderweg führt durch den wunderschönen Nationalpark Wollin. Hier sind vor allem Buchen, vorrangig die Rotbuche zu finden. Stellenweise ist auch die Traubeneiche untergemischt. Im Herbst ist der Weg durch die Blätter rotbraun gefärbt, ein wunderschöner Kontrast zu den silbergrauen Stämmen, besonders dann, wenn sich Sonnenlicht durch die Buchen scheint. Ein tolles Farben- und Lichtspiel.

Der Wanderweg führt zu einer Aussichtsplattform mit Zugang zum Strand über eine schöne Holztreppe. Von hier hast du einen tollen Blick über die Ostsee. Viele Besucher kommen vom Strand und nehmen dann den beschwerlichen Weg über die Treppen nach oben zur Aussichtsplattform. Ich empfehle dir aber den Wanderweg über den Eingang oberhalb des Strandes zu nehmen und die kleine Wanderung mit dem Herabsteigen der Stufen abschließen.

Buchenwälder im Nationalpark Wollin

Buchenwälder im Nationalpark Wollin

Treppe zum Strand

Treppe zum Strand

Kuchen und Cafés ohne Ende

Egal ob in Swinemünde oder in Misdroy fast an jeder Ecke gibt es ein kleines oder großes Café, in der man die polnische Backkunst entdecken kann. Und diese Torten und Kuchen sehen nicht nur lecker aus, sondern schmecken auch noch hervorragend. Typisch für Swinemünde ist neben zahlreichen Tortenvarianten vor allem der einheimische Apfelkuchen mit Baiser-Haube. Aber auch in Misdroy spielt auch das Baiser eine Hauptrolle bei den Backwaren. Ihn gibt es hier in Form eines Windbeutels (oder auch Burger) mit einer cremigen Fruchtfüllung, sehr empfehlenswert.

Baisertorte

Baisertorte

Baiserwindbeutel

Baiserwindbeutel

„Nehmen Sie die Fähre“

Da Swinemünde durch die Swine geteilt ist, kannst du die östliche Seite der Stadt, sowie auch die Insel Wollin nur über eine Fähre erreichen. Bist du mit dem Auto unterwegs, so kannst du die Fähre im Zentrum von Swinemünde nur in der Zeit von 22:00-04:00 Uhr nutzen. Zu den anderen Zeiten ist sie nur den einheimischen Autofahrern vorbehalten. Als Fußgänger kannst du die Fähre allerdings 24 Stunden am Tag nutzen.

Südlich von Swinemünde, etwa 7,6 km von der Stadtfähre entfernt, ist eine andere Fähre die für alle anderen Autofahrer vorbehalten ist. Wenn du Glück hast, sind längere Wartezeiten eher nicht die Regel. Als ich allerdings Swinemünde wieder Richtung Heimat verlassen wollte, musste ich 1,5 Stunden auf die Fährfahrt warten.

Beide Fähren sind kostenfrei. Eine Fahrt dauert etwa 10-15 Minuten.

Die Fähre von Swinemünde

Die Fähre von Swinemünde

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2 Comments

  • Martina sagt:

    Hallo Anja,
    vielen Dank für die tollen Tipps. Dieses Jahr steht ein Kurztrip nach Usedom bei uns wieder auf dem Programm. Geplant haben wir auch schon einen Ausflug nach Swinemünde. Da kommen deine Empfehlungen genau richtig.
    Liebe Grüße
    Martina

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