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Brüssel – Schlaraffenland für Schokoladen-Liebhaber

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Mein Vorhaben klingt ein wenig abenteuerlich, vielleicht auch stressig. Morgens von Berlin nach Brüssel fliegen, sich die Stadt anschauen und abends wieder zurück. Geht das überhaupt?

Zugegeben, frühes Aufstehen war unumgänglich, aber das Angebot mal eben für 40 EUR nach Brüssel und zurück zu fliegen war einfach zu verlockend.  Diese Stadt wollte ich mir immer schon einmal sehr gerne anschauen. Inder Regel plane ich meine Reisen immer sehr sorgfältig, für diesen Tagesausflug habe ich nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf mein Handy gespeichert und wollte mich von der Stadt einfach überraschen lassen.

Vom Flughafen zur Innenstadt von Brüssel

Die erste Überraschung gibt es dann direkt am Flughafen von Brüssel, als ich den Zug in die Innenstadt nehmen will. Der Fahrpreis liegt pro Fahrt bei 8,50 EUR – extrem überteuert. Aber man kommt auch wesentlich günstiger in die Innenstadt. Für 7,50 EUR kaufe ich schließlich am Automaten ein Tagesticket für Bus, U-Bahn und Straßenbahn. Vom Flughafen aus fahre ich mit dem Bus der Linie 21 dann bis zur U-Bahn Station „Schuman“. Danach geht es weiter mit der U-Bahn Linie 1 oder 5 vier Stationen weiter bis zur „Centraal Station“. Und schon befinde ich mich mitten im Zentrum von Brüssel. Zugegeben die Fahrt dauert etwas länger als mit der Bahn, ist aber wesentlich günstiger. Die Fahrt geht vorbei am Europa Parlament und NATO Ratsgebäude, zu erkennen an der stilisierten Windrose.

Von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit in Brüssel

Vom Hauptbahnhof aus laufe ich die Straße hinunter und biege nach rechts ab. Wenige Minuten später stehe ich auch schon vor der berühmten „Galeries Royales St Hubert“.  Sie ist noch menschenleer morgens um 8. Die vielen Confiserien haben noch geschlossen. Perfekt also für einen ersten Schaufensterbummel.

GoOnTravel.de: Galeries Royales St Hubert in Brüssel

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Galeries Royales St Hubert in Brüssel

Kreuz und quer schlendere ich durch die Gassen aus denen noch die Spuren der letzten Nacht sichtbar sind. Ich befinde mich scheinbar rund um die „Galeries Royales St Hubert“ mitten im Partyviertel von Brüssel. Zwei Querstraßen weiter stehe ich auf einmal auf Brüssels historischem Marktplatz – dem „Grand-Place“, dessen Häuserfassaden rings rum detailreich mit Gold verziert sind und das Rathaus hier unübersehbar in die Höhe ragt. Von diesem Platz aus gelangt man über die Rue de L´Etuve zur berühmtesten „Persönlichkeit“  Brüssels dem „Manneken Pis“.

GoOnTravel.de: Der Grand-Place mit dem Brüsseler Rathaus

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Grand-Place mit dem Brüsseler Rathaus

Auf dem Weg dorthin sollte man unbedingt die Statue „Everard ‚t Serclaes“ (Herzog von Cruyckembourg – der berühmteste Bürger Brüssels) berühren, da diese angeblich Glück bringen soll. Und ganz ehrlich, ich habe die Figur über den Tag hinweg mehrmals berührt und sie hat mir wirklich Glück gebracht!

Enttäuschung macht sich breit als ich nun endlich vor der bekanntesten Figur Brüssels stehe. Das „Manneken Pis“ ist nur wenige Zentimeter groß und da heißt es doch immer es kommt auf die Größe an.

GoOnTravel.de: Das Manneken-Pis ist gerade mal 60 cm groß

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Das Manneken-Pis ist gerade mal 60 cm groß

Ziellos laufe ich durch die leeren Gassen, entdecke Kirchen und die Brüsseler Börse, die vom Gebäude her aussieht wie ein Museum. Aber irgendwie hatte ich mir Brüssel an einem Samstag voller vorgestellt. Außerdem macht das „Manneken Pis“ seinem Namen alle Ehre. Ich habe das Gefühl, dass die Brüsseler diese sehr ernst nehmen, denn in vielen Ecken von Brüssel riecht es unangenehm nach Urin.

GoOnTravel.de: Die St-Nikolaus-Kirche in Brüssel

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die St-Nikolaus-Kirche in Brüssel

GoOnTravel.de: Eglise Notre-Dame des Riches Claires

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Eglise Notre-Dame des Riches Claires

GoOnTravel.de: Die Brüsseler Börse

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Brüsseler Börse

Flohmarkt und Aussicht auf Brüssel

An der „Rue du Marché aus Herbes“  entdecke ich das Tourismusbüro und erkundige mich wie ich am besten zum Atomium gelange – Brüssels bekanntestes Wahrzeichen neben der kleinen pinkelnden Figur. Es werden mir allerdings noch ein toller Aussichtspunkt sowie auch der Flohmarkt von Brüssel ans Herz gelegt. Tipps nehme ich immer gerne entgegen und schon befinde ich mich auf dem Weg zum „Place du Jeu de Balle Vossenplein“. Okay, den Flohmarkt empfinde ich nicht wirklich interessant aber vom schräg gegenüberliegenden „Palais de Justice“  (Justiz-Palast) hat man wirklich einen tollen Blick auf Brüssel.

GoOnTravel.de: Der Flohmarkt in Brüssel

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Flohmarkt in Brüssel

GoOnTravel.de: Blick auf Brüssel vom Justizpalast aus

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Blick auf Brüssel vom Justizpalast aus

GoOnTravel.de: Blick auf Brüssel vom Justizpalast aus

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Blick auf Brüssel vom Justizpalast aus

GoOnTravel.de: Der Justizpalast von Brüssel

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Justizpalast von Brüssel

Mit der U-Bahn zum Atomium von Brüssel

Mit der U-Bahn geht es nun auf zum Atomium. Von der Station „Louise“ nehme ich die Linie 6 in Richtung „Koning Boudewijn“. Leider wird zurzeit auf dieser Linie gebaut. So dass ich in den Schienenersatzverkehr umsteigen muss, aber das kenne ich ja bereits aus Berlin. Das Atomium liegt etwas abseits vom Zentrum und durch Ersatzverkehr dauert die Fahrtzeit etwa eine Stunde. Aber ich erhalte dadurch einen anderen Blick auf die Stadt und entdecke auf dem Weg die Nationalbasilika des Heiligen Herzens in der Gemeinde Koekelberg. Auf dem Rückweg werde ich hier noch einmal kurz halten, um sie mir noch etwas genauer anzusehen.

GoOnTravel.de: U-Bahn Station von Brüssel

© Anja Müller – GoOnTravel.de: U-Bahn Station von Brüssel

GoOnTravel.de: Brüssels Wahrzeichen - Das Atomium

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Brüssels Wahrzeichen – Das Atomium

GoOnTravel.de: Die Basilika von Koekelberg

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Basilika von Koekelberg

Das Atomium selbst ist ein tolles Bauwerk, allerdings fehlt die Zeit mir das Gebäude bzw. „Atome“ auch von innen anzuschauen. Der Hunger treibt mich wieder zurück in die Innenstadt.

Kulinarisches in Brüssel

Nun gilt es mich den kulinarischen Genüssen der Stadt hinzugeben. Und was isst man, wenn man in Brüssel ist? Natürlich „Belgische Fritten“! Von denen bin ich allerdings enttäuscht, die schmecken wie Pommes überall. Geht es also weiter mit der berühmten „Brüsseler Waffel“, die überall in den verschiedensten Variationen angeboten wird. Ich entscheide mich für eine Waffel mit Erdbeeren. Die Waffel ist für mich eine volle Punktlandung, absolut lecker und empfehlenswert. Wer mal in Brüssel ist, sollte diese unbedingt probieren!!!

GoOnTravel.de: Belgische Fritten sind nicht mein Favorit

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Belgische Fritten sind nicht mein Favorit

GoOnTravel.de: Brüsseler Waffel mit Erdbeeren - Sehr lecker!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Brüsseler Waffel mit Erdbeeren – Sehr lecker!

Schokolade überall

Inzwischen ist die Innenstadt rappe voll und es zieht die vielen Besucher in die zahlreichen Schokoladen Geschäfte. Ich kann mich nicht erinnern so viele Confiserien auf so einem kleinen Gebiet gesehen zu haben. Ich habe wirklich das Gefühl Brüssel ist das Schokoladenzentrum der Welt. Besonders sind die Varianten an Schokolade in der „Galeries Royales St Hubert“, dementsprechend hoch sind hier auch die Preise.

GoOnTravel.de: Leckere Kreationen aus Gebäck und Schokolade!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Leckere Kreationen aus Gebäck und Schokolade!

GoOnTravel.de: Leckere Kreationen aus Gebäck und Schokolade!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Leckere Kreationen aus Gebäck und Schokolade!

GoOnTravel.de: Manchmal kann man bei der Schokoladenherstellung auf die Finger schauen!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Manchmal kann man bei der Schokoladenherstellung auf die Finger schauen!

GoOnTravel.de: Feinste Schokoladen Kreationen haben auch ihren Preis!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Feinste Schokoladen Kreationen haben auch ihren Preis!

Das Pendant vom Manneken Pis

Gleich in der Nähe der Galerie, von der Rue des Bouchers aus und in der Querstraße Impasse de la Fiélité findet man übrigens das Gegenstück zum „Manneken Pis“. Die „Jeanneke Pis“. Diese ist aber wirklich in den kleinen Gassen versteckt und ich habe sie nur mit Hilfe eines Einheimischen gefunden.

GoOnTravel.de: Das Pendant vom Manneken Pis - Jeanneke Pis

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Das Pendant vom Manneken Pis – Jeanneke Pis

Mit einem Rucksack voller Schokolade mache ich mich auf den Weg zurück zum Flughafen. Um kein zeitliches Risiko einzugehen und am Ende den Flug zu verpassen, nehme ich den teuren Zug und bin innerhalb von 10 Minuten am Flughafen.

Fazit:
Irgendwie hatte ich mir Brüssel immer ganz anders vorgestellt, fand die Stadt aber trotzdem toll – vor allem auch wegen der Vielfältigkeit und den vielen Schokoladen-Geschäften. Man kann Brüssel durchaus an einem Tag erkunden, besser sind aber zwei Tage, denn alles zu sehen habe ich leider nicht geschafft.

Am Flughafen entdecke ich etwas, was ich zuvor an noch keinem Flughafen bisher gesehen habe. Einen Stand mit 0,5 Liter Flaschen Wasser, die pro Flasche nur 1 EUR kostet. So günstiges Wasser habe ich bisher ein noch keinem Flughafen gefunden. Der Stand ist unbesetzt und die Abgabe des Geldes erfolgt durch einen Schlitz im Karton.

GoOnTravel.de: Wasser für einen Euro am Flughafen? Das ist richtig günstig!

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Wasser für einen Euro am Flughafen? Das ist richtig günstig!

Was mich nun interessiert – warst du auch schon einmal in Brüssel? Was hat dir dort gefallen?

2 Comments

  • Daniela sagt:

    Toller Artikel. Genaue Anweisungen, wo ich lang muss und wie ich sparen, ist genau dass, was ich für einen Kurztripp mit wenig Zeit brauche. Jetzt hab ich richtig Lust auf Brüssel. Ich war nämlich noch nie dort.

Wir freuen uns auf einen Kommentar von dir!

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