Spätestens wenn die Safari gebucht ist, beginnt das große Grübeln: Was muss eigentlich alles mit? Diese Safari Packliste beruht auf persönlichen Erfahrungen auf Pirschfahrten in Kenia und Südafrika. In diesem Artikel findest du alles, was du wissen musst – von der Wahl des richtigen Reisegepäck für die Safari*, über die optimale Safari-Kleidung bis hin zu unverzichtbaren Dokumenten, Reiseapotheke und effektivem Mückenschutz.
Inhaltsverzeichnis
- Welches Gepäckstück eignet sie am besten für eine Safari
- Weshalb passende Safari Kleidung unverzichtbar ist!
- Warum die richtige Farbwahl bei Safari Kleidung entscheidend ist!
- Safari-Packliste: Diese Safari-Kleidung solltest du einpacken
- Safari Kleidung mit Mückenschutz imprägnieren
- Weitere wichtige Dinge für deine Safari-Packliste
- Diese Reiseutensilien sind für mich auf Safari unverzichtbar
- Fotoausrüstung auf Safari
- Fernglas auf Safari: Das solltest du beachten
- Was nicht auf deine Safari Packliste gehört: Plastiktüten & Plastikflaschen
- Der perfekte Reiserucksack – auch auf Safari
Welches Gepäckstück eignet sie am besten für eine Safari
Bevor du mit dem Packen loslegst, lohnt es sich, kurz zu überlegen, welches Gepäck auf einer Safari wirklich praktisch ist. Wenn du leidenschaftlich gern Tiere fotografierst, wirst du deine Kameraausrüstung wahrscheinlich in einem Fotorucksack verstauen. Wenn die Kamera bei dir nicht im Mittelpunkt steht, empfehlen wir dir einen praktischen und robusten Tagesrucksack* – ideal, um alles Wichtige griffbereit zu haben.
Koffer vs. Reisetasche
Für alles, was neben der Kameraausrüstung mitkommt, hat sich eine robuste, aber weiche Reisetasche* bewährt. Koffer – ganz gleich ob Hartschale oder Trolley – sind auf Safaris schlicht unpraktisch. Viele Veranstalter weisen sogar schon vor der Reise darauf hin. Der Grund ist einfach: Taschen sind leichter, lassen sich besser verstauen und in kleinen Propellerflugzeugen oder Geländewagen problemlos auch etwas zusammendrücken. Ein Koffer dagegen nimmt nicht nur mehr Platz weg, sondern sorgt oft für unnötiges Gepäck-Tetris. Und keine Sorge – die Tasche muss kein schickes Modell sein. Nach ein paar Tagen im Busch wird sie ohnehin staubig sein und ein paar Gebrauchsspuren als Erinnerung an dein Abenteuer tragen.
Safari-Flieger: Darauf musst du bei deinem Gepäck achten
Wer eine Fly-In-Safari gebucht hat, sollte das begrenzte Gepäckgewicht unbedingt im Blick behalten. Je nach Fluggesellschaft sind es beispielsweise bei Mombasa Air Safari nur 15 kg – Handgepäck inklusive. Wird dieses Limit überschritten, entscheidet der Pilot persönlich, ob Gepäck am Boden bleiben muss oder ob eine Zusatzgebühr fällig wird. Auf größeren Flughäfen gibt es für solche Fälle meist Schließfächer im Terminal. Damit es gar nicht erst so weit kommt, lohnt es sich, vorab genau die Bestimmungen zu prüfen. Eine Kofferwage mit auf die Reise zunehmen, lohnt sich zusätzlich, denn so hast du dein Gepäckgewicht immer im Auge.
Nicht vergessen: Die kleinen Maschinen, wie etwa eine Cessna Grand Caravan mit Platz für maximal zwölf Passagiere, landen auf Sandpisten – den sogenannten Airstrips. Da ist die Traglast schnell erreicht.

In den Buschflieger passen keine Koffer
Weshalb passende Safari Kleidung unverzichtbar ist!
Eine mehrtägige Safari ist kein gemütlicher Spaziergang im Stadtpark. Es wird staubig, mal heiß, mal kühl – und zwischendurch merkt man, dass stundenlanges Sitzen eben auch zum Abenteuer gehört. Umso wichtiger ist bequeme, strapazierfähige Kleidung. Auf einer Morgen- oder Abendpirsch bist du in der Regel rund vier Stunden im Fahrzeug unterwegs. Je nach Strecke und Camp gibt es kleine Stopps, um sich zu strecken, kurz in der Wildnis zu frühstücken oder eine Lunchpause einzulegen. Die richtige Safarikleidung schützt dich nicht nur vor der intensiven Sonne, sondern auch vor Staub, Mückenstichen und Kratzern. Neben den klassischen game drives bieten viele Lodges auch Fußsafaris an – die sogenannten bush walks. Sie sind eine wunderbare Gelegenheit, Tiere aus nächster Nähe zu erleben und Spuren im Sand zu lesen. Dafür empfehlen sich feste Schuhe, lange Hosen und Kleidung in unauffälligen, gedeckten Farben.
Warum die richtige Farbwahl bei Safari Kleidung entscheidend ist!
Bei der Farbwahl lohnt es sich, die Natur als Vorbild zu nehmen. In der Tierwelt signalisieren knallige Farben bei Fröschen oder Insekten meist: „Vorsicht, ich bin giftig!“ Genau diesen Alarm-Effekt wollen wir vermeiden. Wer leuchtet wie eine Warnboje, macht das Wild nervös und verscheucht es, bevor man überhaupt die Kamera heben kann.
Deshalb sind Erd- und Naturtöne wie Beige, Khaki, Olive oder Braun die beste Wahl. Sie verschmelzen optisch mit der Savanne und verzeihen den unvermeidlichen Staub. Denn der feine rote Sand kriecht schneller als gedacht in jede Faser. Auch Grau oder Grau-Melange hat sich als erstaunlich unempfindlich erwiesen.

Auf Safari solltest du Kleidung in Erd- und Naturtönen tragen
Safari-Packliste: Diese Safari-Kleidung solltest du einpacken
Viel wichtiger als der perfekte „Safari-Look“ ist die Funktionalität. Denn in Ost- und Südafrika herrschen oft enorme Temperaturunterschiede: Während es morgens im offenen Jeep noch empfindlich kalt sein kann, brennt mittags die Sonne. Zudem spielen die richtigen Farben eine Rolle, um weder Tiere zu verschrecken noch lästige Insekten anzuziehen.
Schuhe für die Safari
Stabile Sneaker oder leichte Wander- / Trekkingschuhe
Auch beim Schuhwerk gilt: Funktion schlägt Mode. Viele Safari-Neulinge denken, man sitzt ja eh den ganzen Tag nur im Jeep – ein klassischer Irrtum. Wer einmal versucht hat, den feinen roten Staub aus seinen luftigen Mesh-Sneakern zu bekommen oder beim Aussteigen auf losem Schotter weggerutscht ist, weiß: Stabilität ist alles.
Deshalb gehören leichte, knöchelhohe Wanderschuhe oder zumindest robuste Trekkingschuhe mit ordentlichem Profil unbedingt ins Gepäck. Egal ob beim spontanen Reifenwechsel, der unvermeidlichen „Busch-Toilette“ hinter einem Termitenhügel oder einem geführten Bush Walk – der Untergrund ist uneben und voller kleiner Stolperfallen. Zudem geben höhere Schuhe ein sicheres Gefühl, weil der Knöchel geschützt ist.
Im Camp selbst darf es dann zwar etwas legerer zugehen, aber auch hier ein Tipp aus Erfahrung: Wenn du nachts vom Zelt zum Haupthaus gehst oder am Lagerfeuer sitzt, lass die Flip-Flops lieber stehen. Skorpione und andere nachtaktive Bewohner sind im Dunkeln oft schwer zu erkennen, und geschlossenes Schuhwerk ist da einfach die beste Lebensversicherung für deine Füße.
Flip Flops oder Sandalen
Aber keine Sorge: Ganz zu Hause lassen musst du deine Flip-Flops oder leichten Sandalen nicht. Sie haben nämlich ihren festen Platz im Safari-Alltag – und zwar in der Mittagspause.
Wenn du nach der Morgenpirsch staubig zurück ins Camp kommst und die schweren Wanderschuhe von den Füßen streifst, gibt es nichts Besseres, als die Füße atmen zu lassen. Für die Stunden zwischen den Ausfahrten, wenn du am Pool entspannst, unter der Außendusche stehst oder auf der Terrasse deines Zeltes ein Buch liest, sind sie Gold wert. Solange es hell ist und du dich auf den befestigten Wegen oder Holzdecks der Lodge bewegst, sind sie völlig okay. Nur sobald die Dämmerung einsetzt (oder es ins hohe Gras geht), sollten sie wieder gegen festes Schuhwerk getauscht werden.
Safari Kleidung für Mann und Frau
Pullover oder Fleecejacke
Unterschätze niemals die Morgenkälte in Afrika. Ein leichter Pullover oder eine Fleecejacke gehört deshalb zwingend ins Tagesgepäck – vor allem für den Start in den Tag. Im offenen Geländewagen sorgt der Fahrtwind oft dafür, dass es sich vor Sonnenaufgang empfindlich kühl anfühlt. Doch das Spiel ändert sich schnell: Sobald die Sonne über der Savanne aufsteigt, klettert das Thermometer im Minutentakt, und du wirst froh sein, wenn du die warme Schicht einfach ausziehen und verstauen kannst.
Hosen: bequem und strapazierfähig
Wie schon erwähnt, muss deine Hose zwei Dinge leisten: Sie muss super bequem sein, wenn du stundenlang sitzt, und gleichzeitig einiges aushalten, wenn es mal robuster zugeht. Was die Optik angeht, gibt es zwar viele Modelle in diversen Tarnmustern, aber lass die Finger von echter Camouflage oder Flecktarn. In vielen afrikanischen Ländern ist dieser Look dem Militär vorbehalten und wird an Touristen gar nicht gern gesehen – oder ist sogar verboten. Greif lieber zu schlichten Erdtönen; damit liegst du immer richtig, ohne militärisch zu wirken oder wie ein bunter Papagei aufzufallen.
Hemden, Polo, T-Shirts
Bevor du direkt ins nächste Outdoor-Geschäft rennst, lohnt sich erst mal ein gründlicher Check im eigenen Kleiderschrank. Oft findet sich dort schon einiges in den passenden Naturtönen, das wunderbar safari-tauglich ist.
Bei den Ärmellängen gibt es kein Richtig oder Falsch, da zählt vor allem, womit du dich wohlfühlst. Falls du allerdings empfindliche Haut hast, schnell Sonnenbrand bekommst oder Mückenstiche magisch anziehst, ist „lang und luftig“ definitiv die klügere Wahl.
Ein echter Geheimtipp für solche Fälle ist Kleidung mit integriertem Insektenschutz. Neben den bekannten Marken lohnt sich ein Blick auf ExOfficio*, deren BugsAway-Kollektion speziell dafür entwickelt wurde, lästige Plagegeister auf Abstand zu halten. Auch der Hersteller Asfixiado* bietet atmungsaktive und schützende Outdoor-Hemden, die sich auf Reisen bewährt haben.
Kurze Hosen
Kurze Shorts sind perfekt für entspannte Stunden im Camp oder in der Lodge. Aber ganz ehrlich: Auf der Pirsch haben sie ihre Tücken. Sobald du das sichere Fahrzeug verlässt, etwa für einen bush walk, sind sie sogar völlig fehl am Platz. Die afrikanische Vegetation ist wehrhaft: Ohne lange Hosenbeine sorgen die allgegenwärtigen Akaziendornen im Nu für zerkratzte Beine – eine Lektion, die man besser nicht am eigenen Leib lernen muss.
Schlafanzug, Nachthemd
Gerade wenn du in klassischen Zeltcamps übernachtest, wo dich nur eine Zeltwand von der Nachtluft trennt, ist lange Nachtwäsche definitiv die gemütlichere Wahl. In vielen gehobenen Camps erwartet dich dafür ein wunderbarer Service: Oft legen die Mitarbeiter beim „Turn-down-Service“ schon eine Wärmflasche unter deine Bettdecke. In festen Lodges spürst du die Kälte dagegen kaum – hier sorgen massive Wände und manchmal sogar Heizungen für wohlige Wärme, egal wie frisch es draußen wird.
Unterwäsche, Socken
Ein oft unterschätztes Thema: Was trägt man ‚drunter‘? Da die Pisten oft ruppig sind und man im Jeep ordentlich durchgeschüttelt wird, ist für Frauen ein guter Sport-BH von Vorteil – er bietet einfach mehr Komfort als Bügel-Modelle. Bei den Socken greifst du am besten zu atmungsaktiven Wandersocken. Sie verhindern Blasen in den festen Schuhen und regulieren das Klima, wenn es tagsüber heiß wird.
Und noch ein Tipp: Schnelltrocknende Synthetik-Stoffe sind super praktisch für die schnelle Handwäsche zwischendurch.
Badebekleidung
Badeshorts und Bikini auf Safari? Unbedingt! Viele Camps und Lodges überraschen mit einem Pool – oft sogar mit Blick auf ein Wasserloch. Wenn du dich also in der heißen Mittagspause zwischen den Pirschfahrten erfrischen willst, gehören Badesachen definitiv mit ins Gepäck. Es gibt kaum etwas Schöneres, als den Staub der Savanne einfach abzuwaschen, während Elefanten nur ein paar Meter weiter dasselbe tun.
Kopfbedeckung
Beim Thema Kopfbedeckung scheiden sich die Geister. Viele schwören auf den klassischen breitkrempigen Safarihut, aber ganz ehrlich: Das ist nicht mein Ding. Ich greife lieber zu meinem liebgewonnen und bewährten Cap. Es sitzt fest, schirmt die Augen super gegen die gleißende Sonne ab und sieht einfach lässiger aus. Damit Ohren und Nacken nicht verbrennen, creme ich mich einfach gründlich ein oder kombiniere das Cap notfalls mit einem leichten Tuch.
Fairerweise muss man sagen: Du brauchst den Sonnenschutz nicht rund um die Uhr. In Ostafrika etwa sind die meisten Safarifahrzeuge mit einem festen Dach ausgestattet, das ohnehin Schatten spendet. Im südlichen Afrika sieht das oft anders aus: Dort sind offene Geländewagen ohne Dach weit verbreitet. Spätestens hier bilden dein Cap und eine Portion Sonnencreme das wichtigste Duo: Ohne diesen Schutz für Gesicht und Nacken wird das offene Abenteuer nämlich schnell zum qualvollen Sonnenbrand.
Sonnenbrille
Apropos Sonne: Deine Sonnenbrille wird auf Safari zu deinem besten Freund werden. Das Licht in der Savanne ist oft extrem grell und blendet stark, besonders zur Mittagszeit. Eine Brille mit gutem UV-Schutz entspannt die Augen enorm, sodass du auch nach Stunden noch konzentriert nach Tieren Ausschau halten kannst.
Tipp: Achte darauf, dass die Gläser nicht zu dunkel sind oder nimm am besten eine Brille mit polarisierenden Gläsern. Sie nehmen die Spiegelungen aus der Luft und von Wasserflächen, schlucken aber nicht zu viel Licht und Kontrast. So erkennst du das Fell eines Löwen im gelben Gras deutlich besser als mit einer herkömmlichen Brille, die einfach nur abdunkelt.
Kleidung zum Abendessen
Und was zieht man abends an? Hier kannst du ganz entspannt bleiben: In den allermeisten Safari-Camps geht es herrlich ungezwungen zu. Der formelle Dresscode bleibt zu Hause. Selbst in luxuriösen Lodges sitzen die Gäste abends oft noch in ihrer (frischen) Safarikleidung oder einer bequemen Jeans und einem sauberen Hemd oder einer Bluse am Lagerfeuer.
Wichtiger als Eleganz ist auch hier der praktische Nutzen: Da es abends schnell abkühlt und die Mücken aktiv werden, bist du mit langen Ärmeln, langer Hose und geschlossenen Schuhen am besten beraten. Ein schönes Tuch oder ein leichter Schal wertet das Outfit optisch auf und wärmt zusätzlich. High Heels und das kleine Schwarze? Die kannst du getrost im Schrank lassen.
Extra Spar Tipp für Safari Kleidung
Eine Safari ist oft schon teuer genug, da muss man nicht auch noch Unsummen für die Garderobe ausgeben. Wenn du dein Budget schonen willst, kannst du bei der Kleidung ganz entspannt den Rotstift ansetzen. Ganz ehrlich: Es muss absolut nicht die sündhaft teure High-Tech-Hose aus dem Premium-Outdoorladen sein.
Eine Mischung aus günstigen Discounter-Schnäppchen, Fundstücken vom Second-Hand-Markt und nur wenigen Teilen aus dem Fachhandel reicht völlig aus. Das Einzige, was wirklich zählt, ist der Komfort. Die Hose muss bequem sitzen und praktisch sein. Auch bei T-Shirts und Hemden kannst du wunderbar sparen: Solange die Farbe stimmt, ist der Marke völlig egal, ob sie in der Savanne staubig wird.

Auf Safari trage ich am liebsten Caps
Safari Kleidung mit Mückenschutz imprägnieren
Falls deine Garderobe nicht von Haus aus „stichfest“ ist, solltest du unbedingt selbst nachhelfen. Das Imprägnieren der Kleidung ist einer der wichtigsten Punkte auf der gesamten Packliste – und ein echter Gamechanger gegen Mückenstiche.
Das Ganze machst du am besten ein paar Tage vor der Abreise: Jedes Teil – von der Hose bis zu den Socken – wird gründlich zum Beispiel mit Nobite Kleidung* eingesprüht. Wichtig: Mach das bitte unbedingt draußen an der frischen Luft, nicht in der Wohnung! Der Aufwand lohnt sich, denn der Schutz hält rund vier Wochen und hält dir zuverlässig Moskitos und Fliegen vom Leib. Das ist kein übertriebener Sicherheitswahn, sondern pure Statistik: Studien zeigen, dass rund 40 % aller Mückenstiche einfach durch den Stoff hindurch passieren.

Elefanten in der Morgensonne
Weitere wichtige Dinge für deine Safari-Packliste
Persönliche Dokumente
Natürlich dürfen auch die wichtigen Dokumente nicht fehlen – wobei heutzutage ja vieles digital läuft. Ein wichtiger Schritt, der Reisenden außerhalb Europas zu empfehlen ist, ist die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes (ELEFAND). Das geht elektronisch ganz fix und gibt ein gutes Gefühl: So wirst du per E-Mail sofort informiert, falls sich die Sicherheitslage oder politische Situation in deinem Reiseland ändern sollte.
Ansonsten gehört folgende Grundausstattung ins Handgepäck:
- Flugtickets & Reiseunterlagen (am besten auch offline auf dem Handy gespeichert)
- Impfpass (wird bei Einreise oft kontrolliert, z.B. Gelbfieber)
- Reisepass & Personalausweis (plus jeweils eine Kopie an einem anderen Ort im Gepäck)
- Bargeld (US-Dollar in kleinen Scheinen sind als Trinkgeld überall gerne gesehen)
- Kreditkarten (idealerweise zwei verschiedene, falls eine mal streikt)
- Nachweis der Reiseversicherung
Noch ein kleiner Tipp aus der Praxis: In fast allen Safari Camps und Lodges musst du beim Check-in ein recht detailliertes Formular ausfüllen. Hab deine Passnummer also am besten griffbereit (oder ein Foto davon auf dem Handy), damit du nicht erst umständlich im tiefsten Gepäck nach deinem Reisepass kramen musst, während der Welcome-Drink schon auf dich wartet.
Reiseapotheke
Auch wenn die Reiseapotheke ordentlich Platz in der Tasche frisst: Ohne sie würde ich nicht auf Safari gehen. Es ist einfach ein beruhigendes Gefühl, für den Fall der Fälle gewappnet zu sein – auch wenn man natürlich hofft, den Reißverschluss dieser Tasche den ganzen Urlaub über nicht öffnen zu müssen.
In meine persönliche Safari-Notfallbox gehören definitiv:
- Mittel gegen Insektenstiche (zum Behandeln) sowie Repellent (zum Vorbeugen)
- Magen-Darm-Medikamente (von Kohletabletten bis Elektrolyte – Durchfall kann einem den Game Drive echt verderben)
- Schmerzmittel (gegen Kopf- und Gliederschmerzen)
- Erste Hilfe: Verbandszeug, Pflaster und Desinfektionsspray
- Malaria-Prophylaxe (Stand-by) und ggf. Schnelltests
- Reisetabletten (für empfindliche Mägen auf holprigen Pisten oder im kleinen Buschflieger)
- Sonnencreme (hoher Lichtschutzfaktor!)
- Persönliche Medikamente in ausreichender Menge
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Hygiene zwischendurch: Pack unbedingt genügend Taschentücher und Feucht- oder Desinfektionstücher* ein. Wenn du nach Stunden im staubigen Jeep im Busch picknickst, wirst du dankbar sein, dir den roten Sand von den Händen wischen zu können.
Zusätzlich lohnt sich eine Tube Reisewaschmittel*. Zwar bieten viele Unterkünfte einen Wäscheservice an, aber mal eben schnell ein paar Teile im Waschbecken durchzuspülen, ist oft praktischer. Die afrikanische Sonne trocknet alles in Rekordzeit.

Mitten in der Masai Mara
Diese Reiseutensilien sind für mich auf Safari unverzichtbar
- Taschenlampe
Ein unscheinbarer, aber absolut unverzichtbarer Helfer auf deiner Packliste ist eine gute Taschenlampe. In Afrika ist die Nacht wirklich dunkel – und Stromausfälle sind keine Seltenheit. Dazu kommt, dass viele Camps den Generator ohnehin gegen 22 oder 23 Uhr abschalten, um die Ruhe der Wildnis nicht zu stören.
Zwar liegt in den meisten Zelten standardmäßig eine Lampe bereit, aber ich vertraue lieber auf meine eigene Ausrüstung.
Außerdem ist deine eigene Lampe (mit frischen Batterien!) Gold wert für den Weg zwischen Zelt und Haupthaus. Wenn dich nach dem Dinner ein Askari (Suaheli für Wächter/Soldat) zurückbegleitet, leuchtest du den Pfad lieber selbst noch mal gut aus. Gerade in nicht eingezäunten Camps ist dieser kurze Spaziergang nämlich immer ein kleines Abenteuer, bei dem im Lichtkegel gerne mal funkelnde Augenpaare für Überraschungen sorgen.
- Notizbuch und Stift
Auf Safari prasseln so viele Infos auf dich ein – der Name dieses bunten Vogels, der spannende Fakt über Elefanten-Kommunikation oder der Suaheli-Begriff für „Löwe“ (Simba). Wer mitschreibt, behält mehr.
Außerdem sind Eindrücke überwältigend. Ein Foto zeigt zwar das Bild, aber nicht, wie die Luft nach dem Regen roch oder wie dein Herz klopfte, als der Löwe brüllte. Diese kleinen Details verblassen schnell. Ein paar Notizen im holprigen Jeep halten das Gefühl für immer fest.
- USB Ladegerät mit mehreren Anschlüssen und Powerbank
Nutze für dein technisches Equipment in die Lademöglichkeiten den Lodges und Camps (Adapter nicht vergessen!). Aber Achtung: Strom ist oft ein rares Gut. Viele Unterkünfte werfen den Generator nur zu bestimmten Zeiten an – meistens morgens und abends, während er tagsüber oder nachts komplett schweigt. Du bekommst die genauen Zeiten meist direkt bei der Anreise mitgeteilt.
Um diese wenigen Stunden Strom maximal auszunutzen, ist ein Gegenstand unentbehrlich: Ein leistungsstarkes Ladegerät mit mehreren USB-Ports*. So kannst du Handy, Kamera-Akku und E-Reader gleichzeitig an nur einer Steckdose „betanken“. Für alles andere – sei es nachts im stromlosen Zelt oder tagsüber im Jeep – ist eine ordentliche Powerbank* deine verlässlichste Energiequelle.

Giraffen im Hluhluwe iMfolozi Park
Fotoausrüstung auf Safari
Egal ob du der Elefant am Wasserloch in Südafrika oder die Gnu-Wanderung in der Masai Mara in Kenia vor der Linse hast – auf Safari möchtest du diese magischen Momente natürlich festhalten. Egal, ob du mit der großen Profi-Ausrüstung oder einer guten Reisekamera unterwegs bist: Die Bedingungen im offenen Jeep sind einfach anders als bei der Landschaftsfotografie zu Hause. Damit deine Ausrüstung den Staub überlebt und du im richtigen Moment bereit bist, hier das Wichtigste in Kürze:
Kurz-Checkliste Fotoausrüstung:
- Tele ist Pflicht: Ein Zoom-Objektiv bis mindestens 300mm (besser 400mm) ist der Standard für gute Tierporträts.
- Achtung Staub: Ostafrikas Pisten sind extrem staubig. Wechsle Objektive nie während der Fahrt und schütze die Kamera mit einem Tuch oder Drybag.
- Bohnensack statt Stativ: Im Jeep ist kein Platz für ein Dreibein. Ein Bohnensack (Bean Bag) auf der Fensterkante sorgt für die perfekte, wackelfreie Auflage.
- Energie & Speicher: Packe doppelt so viele Akkus und SD-Karten ein wie sonst. Strom gibt es in Camps oft nur stundenweise.
- Drohnen-Verbot: Lass die Drohne zu Hause – sie ist in fast allen Nationalparks streng verboten und wird oft schon am Zoll konfisziert.
Fernglas auf Safari: Das solltest du beachten
Ein eigenes Fernglas – ja oder nein? Das hängt ganz davon ab, welcher Safari-Typ du bist. Dein Guide hat zwar eins im Auto, aber das muss man sich oft teilen.
Wenn du ambitioniert fotografierst, wirst du wahrscheinlich ohnehin die meiste Zeit durch dein Teleobjektiv schauen. Der ständige Wechsel zwischen Kamera und Fernglas ist im Eifer des Gefechts oft zu umständlich. Spar dir hier lieber das Geld und investiere es in noch besseres Glas für deine Kamera.
Bist du aber eher der Genießer, der Tiere beobachten und ihr Verhalten studieren will, ohne ständig auf den Auslöser zu drücken? Dann ist ein eigenes, hochwertiges Fernglas ein absolutes Muss. Hier gilt dieselbe Regel wie bei Kameraobjektiven: Qualität hat ihren Preis. Billige Gläser machen spätestens in der Dämmerung – also genau dann, wenn die Raubkatzen aktiv werden – schlapp und liefern nur noch grauen Matsch statt scharfer Kontraste.
Betrachte ein gutes Fernglas als Anschaffung fürs Leben*; das kauft man einmal richtig und hat jahrzehntelang Freude daran. Eine Top-Beratung findest du im Fotofachhandel oder beim Jagdausstatter.

Mit einem Fernglas kannst Tiere auch gut aus weiterer Entfernung beobachten.
Was nicht auf deine Safari Packliste gehört: Plastiktüten & Plastikflaschen
Ein ganz wichtiger Punkt, der bei der Einreise oft für Überraschungen sorgt: In Ostafrika – speziell in Ruanda, Kenia, Uganda und Tansania – herrscht mittlerweile ein striktes Plastiktüten-Verbot. Das wird an den Flughäfen oft penibel kontrolliert. Wer hier mit der typischen Duty-Free-Tüte ankommt, wird spätestens bei der Zollkontrolle aufgefordert, sie sofort abzugeben und zu entsorgen. Diskussionen sind hier zwecklos und können im schlimmsten Fall sogar zu Bußgeldern führen. Nutze für dein Handgepäck also lieber transparente Kulturbeutel mit Reißverschluss oder Stoffbeutel.
Auch Einweg-Plastikflaschen sind in Kenias Nationalparks längst Geschichte. Das Verbot greift dort schon seit 2020 konsequent. Die Camps und Lodges haben sich darauf perfekt eingestellt und bieten fast überall große Wasserspender (Water Stations) zum Nachfüllen an. Mein Tipp: Pack unbedingt eine eigene, robuste Trinkflasche ein – am besten eine isolierte aus Edelstahl. Die hält dein Wasser auch im heißen Jeep stundenlang herrlich kühl, und du vermeidest unnötigen Müll in dieser traumhaften Natur.
Der perfekte Reiserucksack – auch auf Safari
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Der WAYKS lässt sich im Handumdrehen vom Reiserucksack in einen kleineren Tagesrucksack und eine separate Kameratasche umwandeln. So hast du im Flugzeug alles dabei was du brauchst, bist an deinem Reiseziel aber flexibel.
Den Travel Backpack Original von WAYKS* gibt es in zwei unterschiedlichen Farben – sand und black. Der Sandfarbene passt natürlich auch perfekt zu einer Safari.

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Über die Autorin / Autoren
Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!

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