St. Lucia ist eine Insel in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Sie ist bekannt für ihre üppige, bergige Landschaft, Regenwälder und die markanten Pitons – zwei vulkanische Bergspitzen, die zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören und zu den berühmtesten Wahrzeichen der Insel zählen.
Inhaltsverzeichnis
- 5 Fakten über St. Lucia
- Lage von St. Lucia
- St. Lucia im Wandel der Kolonialmächte
- Wetter auf St. Lucia
- St. Lucia Papagei: Alles über das bunte Nationaltier der Insel
- Top Sehenswürdigkeit auf St. Lucia: Pitons
- Weitere Sehenswürdigkeiten auf St. Lucia
- Die schönsten Strände auf St. Lucia
- Events und Festivals
- Infrastruktur und Autofahren auf St. Lucia
- Anreise nach St. Lucia
- Einreise nach St. Lucia
5 Fakten über St. Lucia
- Lucia wurde 1979 von Großbritannien unabhängig und ist heute ein souveräner Staat im Commonwealth.
- Amtssprache ist Englisch, zusätzlich wird weit verbreitet Saint Lucian Creole (Kwéyòl)
- Die offizielle Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD), der in mehreren Inselstaaten verwendet wird.
- Die Insel beherbergt den Lucia Papagei (Amazona versicolor), der endemisch ist und als Nationalsymbol gilt.
- Die berühmten Berge Gros Piton und Petit Piton sind auf der Nationalflagge abgebildet.

Der Yachthafen von Rodney Bay

Auf St. Lucia gibt es nahe Soufriere eine Kakaoplantage
Lage von St. Lucia
St. Lucia liegt in der östlichen Karibik und gehört zu den Kleinen Antillen. Die Insel liegt zwischen Martinique im Norden und St. Vincent im Süden und erstreckt sich entlang des Karibischen Meeres im Westen und des Atlantiks im Osten.
Mit einer Länge von etwa 43 km und einer Breite von rund 23 km ist St. Lucia relativ klein, bietet aber eine beeindruckende Vielfalt an Bergen, Regenwäldern, Vulkanen und Stränden auf kompaktem Raum. Die strategische Lage machte die Insel in der Kolonialzeit besonders begehrt für europäische Mächte.

Blick auf Martinique von St. Lucia
St. Lucia im Wandel der Kolonialmächte
Die Geschichte St. Lucias ist geprägt von Kolonialkämpfen, kultureller Vielfalt und dem Streben nach Unabhängigkeit. Ursprünglich war die Insel von den Kariben bewohnt, bevor europäische Mächte im 17. Jahrhundert Interesse zeigten. Aufgrund ihrer strategischen Lage wechselte St. Lucia in der Kolonialzeit mehrfach zwischen Frankreich und Großbritannien – die Insel angeblich sogar 14-mal den Besitzer gewechselt haben.
Während der französischen und britischen Herrschaft entstanden Plantagen für Zucker, Kaffee und Kakao, die auf afrikanischer Sklavenarbeit beruhten. Diese Zeit prägte die Gesellschaft, Kultur und Sprache der Insel nachhaltig.
Am 22. Februar 1979 erlangte St. Lucia schließlich seine Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde ein souveräner Staat im Commonwealth. Heute spiegeln die Kultur, die Architektur und die Lebensweise die Mischung aus afrikanischen, französischen und britischen Einflüssen wider.

Überbleibsel aus der Zeit als St. Lucia noch zu Großbritannien gehörte
Wetter auf St. Lucia
Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über meist zwischen 24 °C nachts und 30 °C tagsüber. Selbst in den kühleren Monaten (Dezember bis Februar) fühlt es sich angenehm warm an. Die Luftfeuchtigkeit ist hoch, besonders an der Küste, sodass leichte, atmungsaktive Kleidung empfehlenswert ist.
Das Wasser um die Insel bleibt das ganze Jahr über warm, meist 26–29 °C, ideal zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen.
- Trockenzeit: Dezember bis April
In dieser Zeit fällt nur wenig Regen, die Sonne scheint häufig, und die Bedingungen für Strandurlaub, Wandern und Wassersport sind ideal. - Regenzeit: Mai bis November
Es kommt regelmäßig zu kurzen, kräftigen Schauern oder Gewittern, meist am Nachmittag oder Abend. Die Regenzeit kann auch tropische Stürme und Hurrikane mit sich bringen, besonders zwischen Juni und November.

Auf St. Lucia herrscht ganzjährig ein warmes Klima
St. Lucia Papagei: Alles über das bunte Nationaltier der Insel
Der St. Lucia Papagei (Amazona versicolor), auch Jacquot genannt, ist eines der bekanntesten Symbole der Insel und gleichzeitig eine der seltensten Papageienarten der Karibik. Er ist endemic – das heißt, er kommt nur auf St. Lucia vor – und lebt vor allem in den bewaldeten Bergregionen, wie dem Morne Trois Pitons Nationalpark.
Der Papagei ist auffällig durch sein leuchtendes Gefieder: überwiegend grün mit blauen, roten und gelben Akzenten. Erwachsene Tiere erreichen etwa 40 cm in der Länge und haben einen kräftigen Schnabel. Der es ihnen ermöglicht, harte Samen und Früchte zu knacken. Die Art ist scheu und territorial, weshalb der Papagei oft schwer zu beobachten ist.
Früher war der St. Lucia Papagei stark vom Lebensraumverlust bedroht, da Regenwald gerodet wurde. Dank Schutzprogrammen und Nationalparks hat sich die Population stabilisiert, ist aber weiterhin als gefährdet eingestuft. Für Besucher der Insel lohnt sich ein Ausflug in die Berge, denn wer Geduld hat, kann diesen farbenprächtigen Vogel in seiner natürlichen Umgebung hören und vielleicht sogar sehen.
Heute ist der Jacquot nicht nur ein Natursymbol, sondern auch auf dem Wappen, Münzen und Souvenirs zu finden.
Orte, an denen die Chancen besonders gut sind, ihn zu beobachten
- Moule-à-Chique
Im Südwesten der Insel, an den steilen Berghängen, gibt es abgelegene Regenwaldgebiete, in denen der Jacquot lebt. Die Region ist wild und unerschlossen – ideal für Naturtouren mit lokalem Guide. - Praslin und Fond Latisab
Diese bewaldeten Bergregionen im Zentrum der Insel bieten Schutz für die Papageien. Wanderungen in diesen Gebieten erhöhen die Chancen, die bunten Vögel zu hören oder zu sehen. - Edmund Forest Reserve & Upper Pitons
In den höheren Lagen rund um die Pitons gibt es dichte Waldgebiete, in denen der Papagei heimisch ist. Hier findet man auch andere seltene Pflanzen- und Tierarten. - Pigeon Island National Park (begrenzte Sichtungen)
Obwohl hier mehr Besucher unterwegs sind, sieht man manchmal Papageien in den Bäumen rund um den Park – vor allem früh morgens.

Waldgebiet auf St. Lucia
Top Sehenswürdigkeit auf St. Lucia: Pitons
Die Pitons sind das bekannteste Naturwahrzeichen und die Top Sehenswürdigkeit von St. Lucia. Sie bestehen aus zwei steilen, kegelförmigen Bergen vulkanischen Ursprungs:
- Gros Piton – ca. 770 m hoch, größer und breiter
- Petit Piton – ca. 743 m hoch, steiler und spektakulärer
Beide liegen an der Südwestküste nahe der Stadt Soufrière und wurden zusammen mit der umliegenden Meeres- und Küstenlandschaft als UNESCO-Weltnaturerbe ausgezeichnet.
Entstehung und Natur
Die Pitons sind Überreste alter Vulkanschlote. Sie erheben sich direkt aus dem Meer und sind von dichtem Regenwald, Farnen, Bromelien und Orchideen bedeckt. Rundherum befindet sich ein geschütztes Meeresgebiet mit Korallenriffen – ideal zum Tauchen und Schnorcheln.
Wandern und Besteigung
- Gros Piton kann legal und vergleichsweise sicher bestiegen werden (mit Guide).
- Dauer: etwa 4–5 Stunden (hin & zurück)
- Anspruch: mittel bis anstrengend, vor allem wegen Hitze und Höhenmetern
- Belohnung: grandiose Ausblicke über die Küste und den Petit Piton
- Petit Piton ist wesentlich steiler und technisch anspruchsvoller. Er wird nicht offiziell für touristische Aufstiege empfohlen, da Kletterpassagen und Sicherungen notwendig sind.
Aussichtspunkte mit Blick auf die Pitons
Auch ohne Besteigung kannst du die Pitons hervorragend sehen:
- Tet Paul Nature Trail – einer der besten Fotospots
- Sugar Beach – Blick zwischen den beiden Bergspitzen
- Aussichtspunkte rund um Soufrière und Anse Chastanet
Spirituelle und kulturelle Bedeutung
Für viele Einwohner St. Lucias symbolisieren die Pitons Stärke, Identität und Naturverbundenheit. Sie erscheinen auf der Nationalflagge, Souvenirs, lokalen Produkten und sind ein häufiges Motiv in Kunst und Musik der Insel.

Die Pitons sind die Top-Sehenswürdigkeit auf St. Lucia

Die Pitons sind UNESCO-Weltnaturerbe
Weitere Sehenswürdigkeiten auf St. Lucia
Drive-in Volcano
Der „Drive-in Volcano“ auf St. Lucia ist eine der ungewöhnlichsten Attraktionen der Karibik. Gemeint ist das vulkanische Gebiet Sulphur Springs nahe der Stadt Soufrière, wo man tatsächlich mit dem Auto bis in die unmittelbare Nähe eines aktiven Vulkankraters fahren kann – daher der Name.
Entstehung und Geologie
Sulphur Springs ist Teil eines größeren vulkanischen Systems im Südwesten St. Lucias. Der eigentliche Vulkan ist nicht als klassischer Berg sichtbar, sondern als eingestürzter Krater (Caldera), in dem heute heiße Quellen und Fumarolen aktiv sind. Der letzte kleinere Ausbruch ereignete sich im 18. Jahrhundert; seither ist das Gebiet geothermisch aktiv, aber stark überwacht.
Besuch und Besichtigung
- Geführte Touren erklären mehr zur Geologie und Geschichte des Vulkans. Die Guides beantworten dir aber auch gerne alle weiteren Fragen zur Insel
- Holzstege und Aussichtsplattformen bieten gute Sicht auf die Fumarolen. Aus Rissen im Boden steigen heiße Dämpfe auf, die stark nach Schwefel riechen – daher auch der Spitzname „stinkender Vulkan“.
- In der Nähe befinden sich die Schlammbäder, die man separat besuchen kann. In speziell angelegten Becken kannst du in warmem, mineralreichem Wasser baden und dich mit Vulkanschlamm einreiben. Viele Besucher schwören auf eine „natürliche Spa-Kur“.
- Standard-Eintritt: 10 – 15 USD pro Person für den Zugang zum vulkanischen Gebiet und die heißen Quellen bzw. Aussichtspunkte.
- Kombi-Ticket (inkl. Mud Baths): etwa 11 – 15 USD pro Person.

Drive-in Volcano auf St. Lucia

Fumarolen des Vulkans

Die Schlammbäder befinden sich in direkt neben dem Vulkan
Pigeon Island National Park
Der Pigeon Island National Park liegt im Nordwesten von St. Lucia, gegenüber von Rodney Bay. Und gehört zu den landschaftlich schönsten und geschichtsträchtigsten Orten der Insel. Ursprünglich war Pigeon Island eine kleine vorgelagerte Insel; heute ist sie über einen Damm mit dem Festland verbunden und lässt sich bequem zu Fuß erkunden.
Über Jahrhunderte hinweg spielte Pigeon Island eine wichtige militärische Rolle. Vor allem die Briten nutzten die strategisch günstige Lage, um die Bewegungen der französischen Flotte in der Karibik zu überwachen. Noch heute zeugen die Ruinen davon: Fort Rodney, eine ehemalige Befestigungsanlage auf einem Hügel, ist über verschiedene Wege und Treppen erreichbar. Von oben hast du einen weiten Blick über die Küste, die Rodney Bay Marina und bei klarer Sicht sogar bis zur Nachbarinsel Martinique.
Pigeon Island eignet sich ideal für einen halben oder ganzen Tag: man kann wandern, picknicken, die Strände genießen oder einfach die friedliche Atmosphäre aufsaugen.
- Eintritt: etwa US$ 3–5 pro Person (Kinder oft günstiger)
- Öffnungszeiten: meist von 8:00 bis 16:30 Uhr, manchmal verlängert während Feiertagen oder besonderen Events
- Bezahlung: Bar oder mit Kreditkarte, abhängig vom Parkbüro

Ruinenreste im Pigeon Island National Park

Wanderweg im Pigeon Island National Park

Blick auf Fort Rodney

Blick von Fort Rodney auf die Bucht und Strände
Diamond Falls Botanical Gardens
Die Diamond Falls Botanical Gardens gehören zu den schönsten und ruhigsten Orten auf St. Lucia. Sie liegen nahe der Ortschaft Soufrière und beeindrucken neben der tropischen Vegetation mit einem besonderen Naturhighlight: dem farbigen Diamond Waterfall.
Bereits am Eingang taucht man in eine üppige grüne Welt ein, in der Palmen, Bambus, riesige Farne, Bougainvillea und zahlreiche exotische Blütenpflanzen dicht nebeneinander wachsen. Die Wege sind gut angelegt, sodass man ohne Anstrengung durch den Garten spazieren kann und immer wieder neue Perspektiven entdeckt.
Der Diamond Waterfall befindet sich im Zentrum des Botanischen Gartens. Sein Wasser fließt durch mineralreiche, vulkanische Gesteinsschichten und nimmt dadurch unterschiedliche Farbtöne an, die je nach Licht und Mineralgehalt variieren können – manchmal gelblich, manchmal rötlich oder grau. Anders als bei manch anderen Wasserfällen ist Baden hier nicht erlaubt, um die empfindliche Umgebung zu schützen.
Zum Gelände gehören außerdem historische Mineralbäder, die bereits im 18. Jahrhundert von französischen Plantagenbesitzern genutzt wurden. Heute können Besucher in restaurierten Becken in warmem, mineralhaltigem Wasser entspannen – ein angenehmer Kontrast zum feuchten Regenwaldklima. Informationstafeln erzählen von der kolonialen Geschichte des Ortes und von der Entwicklung der Gärten.
- Eintrittspreis: etwa US$ 7–10 pro Person (Kinder oft ermäßigt)
- Öffnungszeiten: normalerweise von 9:00 bis 17:00 Uhr, täglich geöffnet
- Inklusive: Zugang zu den tropischen Gärten, zum farbigen Diamond Waterfall und zu den Mineralbädern (einige Thermalbecken können separat kostenpflichtig sein)
- Bezahlung: meist Bar oder mit Kreditkarte möglich
Castries – St. Lucias Hauptstadt
Castries, die Hauptstadt von St. Lucia, ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Insel. Die Stadt liegt an einer natürlichen Bucht und ist zugleich ein wichtiger Kreuzfahrthafen, weshalb es tagsüber lebhaft zugehen kann.
Bunte Marktstände, kleine Geschäfte, Streetfood und der Geruch von Gewürzen und gegrilltem Fisch prägen die Atmosphäre. Besonders der Central Market ist ein guter Ort, um frisches Obst und lokale Handwerkskunst zu kaufen. Trotz ihres geschäftigen Charakters wirkt Castries überschaubar, mit einer Mischung aus moderner Bebauung und karibischer Gelassenheit.
Ein bedeutendes Bauwerk der Stadt ist die Cathedral of the Immaculate Conception, oft einfach als Kathedrale von Castries bezeichnet. Sie liegt am Derek-Walcott-Platz, umgeben von alten Mahagonibäumen. Sie ist eine der größten Kirchen der gesamten Karibik. Von außen eher schlicht, entfaltet sich ihre Wirkung im Inneren: Hohe Gewölbe, bunte Glasfenster und Wandmalereien schaffen eine eindrucksvolle Stimmung.

Castries von oben
Atlantic Drive
Der Atlantic Drive ist eine der spektakulärsten Küstenstraßen St. Lucias und zeigt die Insel von ihrer wilden, ursprünglichen Seite. Er verläuft entlang der Ostküste, die dem Atlantik zugewandt ist, und bietet dramatische Ausblicke auf steile Klippen, rauschende Wellen und unberührte Buchten. Anders als die Westküste mit ihren geschützten Stränden und Resorts ist die Ostküste rauer und weniger touristisch – genau das macht den Atlantic Drive zu einem Highlight.
Die Straße schlängelt sich durch kleine Dörfer, tropische Hügel und dichte Vegetation. Immer wieder eröffnen sich Aussichtspunkte, an denen man anhalten, die Landschaft fotografieren oder das Geräusch der Brandung genießen kann.
Entlang des Atlantic Drive kann man auch die authentischen Fischerdörfer der Ostküste besuchen, wie Dennery oder Praslin, wo das Inselleben noch ursprünglich ist.

Moule-à-Chique – ganz im Süden von St. Lucia

Dennery an der Ostküste von St. Lucia
Die schönsten Strände auf St. Lucia
St. Lucia ist bekannt für seine traumhaften Strände – von lebhaften Küstenabschnitten bis zu versteckten Buchten. Jeder Strand hat seinen eigenen Charakter. Egal ob du Sonnenbaden, Schwimmen, Schnorcheln oder einfach nur die Aussicht genießen willst.
Reduit Beach
Reduit Beach in Rodney Bay ist ein langer Sandstrand mit ruhigem, flachem Wasser – ideal für Familien und Anfänger im Wassersport. In der Umgebung gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Möglichkeiten für Jet-Ski, Segeln oder Kajakfahren.
Sugar Beach
Sugar Beach liegt spektakulär zwischen den Pitons und bietet kristallklares Wasser sowie feinen Sand. Der Strand ist ruhig, romantisch und besonders beliebt bei Paaren und Hochzeitsreisenden.
Anse Chastanet
Anse Chastanet ist ein naturbelassener Strand, der von vulkanischen Felsen und tropischem Regenwald umgeben ist. Er ist bekannt für hervorragende Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten direkt vor der Küste.
Anse Mamin
Direkt neben Anse Chastanet liegt der kleine, versteckte Anse Mamin Beach. Palmen spenden Schatten und das klare Wasser lädt zum Schwimmen und Entspannen ein.
Vigie Beach
Vigie Beach liegt nahe der Hauptstadt Castries und ist ein ruhiger Strand, der oft von Einheimischen besucht wird. Er eignet sich gut für kurze Strandaufenthalte ohne großen Trubel.
Grande Anse
Grande Anse an der Ostküste ist ein langer Strand mit dunklem Sand und kräftigen Wellen. Er wirkt wild und naturbelassen, perfekt für Fotografie und Spaziergänge entlang der Atlantikküste.
Pigeon Island Strände
Im Pigeon Island National Park gibt es zwei kleine Buchten, die sich gut zum Baden und Entspannen eignen. Die Kombination aus Strand, Wandern und historischen Ruinen macht den Besuch besonders vielseitig.

Anse Galet Beach

Pigeon Island Strand

Pigeon Island Strand

Reduit Beach

An der Küste von St. Lucia kannst du gut schnorcheln
Events und Festivals
Die Friday Night Street Party in Gros Islet ist eine der lebendigsten Traditionen auf St. Lucia und gehört zu den beliebtesten wöchentlichen Events der Insel. Jeden Freitagabend verwandelt sich das sonst ruhige Fischerdorf im Nordwesten in eine große Open-Air-Party. Straßen werden gesperrt, Stände aufgebaut, Lautsprecher installiert – und dann beginnt ein Abend voller Musik, Essen und karibischer Lebensfreude.
Schon früh am Abend duftet es überall nach frisch gegrilltem Fisch, würzigen Jerk-Chicken-Spießen und lokalem BBQ. Kleine Garküchen braten Langusten, Fischkuchen oder „Bakes“, während an anderen Ständen kühle Drinks, Rum Punch und lokale Biere ausgeschenkt werden.
Es ist quasi das wöchentliche Straßenfest, das man auf St. Lucia nicht verpassen sollte, wenn man das echte Inselleben kennenlernen will.
Tipp: Nimm dir am besten von deiner Unterkunft aus ein Taxi, da es nur wenige Parkmöglichkeiten vor Ort gibt und vereinbare mit dem Fahrer direkt auch die Rückfahrt.
- Ort: Gros Islet, Nordwesten der Insel
- Wann: Jeden Freitagabend ab ca. 18:00 Uhr
Infrastruktur und Autofahren auf St. Lucia
Autofahren auf der Karibikinsel
Das Straßennetz verbindet alle wichtigen Orte, besonders Castries, Soufrière, Rodney Bay und Vieux Fort. Die Straßen sind oft kurvig und bergig, auf Grund des vulkanischen Ursprungs der Insel. Hauptstraßen sind asphaltiert, die Nebenstraßen können schmal oder holprig sein. Es herrscht Linksverkehr.
Als ich die Insel besucht habe, wurde die Straße in den Süden an der Westküste gerade neu gemacht, weshalb sich die Fahrtzeit enorm verzögert hat. Ich denke aber das müsste in der Zwischenzeit behoben sein.
Wirklich nervig ist besonders am Vormittag und auch ab dem Nachmittag bis in den Abend hinein rund um die die Hauptstadt Catries der Verkehrsstau. Auf meiner Karibikreise war St. Lucia am Staureichsten. Das musst du einfach in deine Zeitplanung mit einberechnen. Meine Theorie ist, es liegt an den vielen Bodenschwellen und dass sich Autos aus den Nebenstraßen gerne mit in den Verkehr drängen, weshalb alles oft zum Erliegen kommt.
Da die Ostküste weniger besucht ist wie die Westküste, ist das Autofahren dort wesentlich entspannter. Auch das Straßennetz ist dort sehr gut ausgebaut und die Straßen in einem guten Zustand.
Einkaufen
Supermärkte, Banken und Geldautomaten gibt es in Castries, Rodney Bay und Vieux Fort. In Dörfern sind kleine Läden üblich. Kreditkarten werden in Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, in kleineren kannst du oft nur mit Bargeld zahlen.
Meine Supermarktempfehlungen:
- Massy Stores (Castries) City Store
Manoel St, Castries (Google Maps) - Massy Stores
Vide Bouteille Rd, La Clery (Google Maps) - CPJ FRESH MARKET – Bois D’Orange (Orange Grove Plaza)
324Q+233 Boisd’orange, Corinth (Google Maps) - Massy Stores – Rodney Bay
329W+FFR, Baywalk Shopping Mall Gros Islet, Rodney Bay (Google Maps)
Steckdosen
Auf St. Lucia werden hauptsächlich britische Steckdosen verwendet.
- Steckertyp: Typ G (dreipoliger, rechteckiger „UK-Stecker“)
- Spannung: 230 Volt
- Frequenz: 50 Hz
Wenn du aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz reist, benötigst du einen Reiseadapter von Typ C/F auf Typ G.

Die Straßen auf St. Lucia sind größtenteils in einem guten Zustand

Auf St. Lucia gibt es Linksverkehr
Anreise nach St. Lucia
Der George F. L. Charles Airport (SLU) im Norden ist der Hauptflughafen der Insel, auf welchen in der Regel die internationalen Flüge landen. Im Süden gibt es zusätzlich noch den Hewanorra International Airport (UVF).
Du kannst aber auch mit der Fähre von Martinique oder St. Vincent anreisen, falls du eh auf einer der Nachbarinseln bist. Tatsächlich empfehle ich dir die Anreise von Martinique, da es von Deutschland aus über Paris Direktflüge auf diese Insel gibt.
Meine Anreise von Sint Maarten war gefüllt eine Ganztagesreise über Barbados und Trinidad mit einem Overnight auf Trinidad. Grund dafür war eine Flugplanänderung nach meiner Buchung. Würde ich heute so nicht mehr buchen.

Per Fähre, Per Boot oder per Flugzeug – so kommst du nach St. Lucia
Einreise nach St. Lucia
St. Lucia ist ein beliebtes Ziel in der Karibik, und die Einreise ist für die meisten Reisenden unkompliziert.
- Pass: Ein gültiger Reisepass ist für alle Besucher erforderlich.
- Visum: Staatsbürger der meisten EU-Länder, der USA, Kanada, Australien und vielen weiteren Ländern benötigen kein Visum für touristische Aufenthalte bis 6 Wochen.
- Impfungen: Keine Pflichtimpfungen für die Einreise, empfohlen werden Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A.
- Einfuhrbestimmungen: Obst, Pflanzen, Fleischprodukte oft verboten – informiere dich vorher genau. Ohja, in der Karibik wird auf den Inseln sehr genau auf die Herkunft von Obst geachtet, genau wie bei Alkohol.
Einreiseformular / Passenger Locator Form
- Vor der Reise muss in der Regel ein Passenger Locator Form (Einreiseformular) ausgefüllt werden.
- Angaben: persönliche Daten, Flugdetails, Aufenthaltsadresse, Gesundheitsfragen.
Ich empfehle dir unbedingt, das Formular vor deiner Einreise online auszufüllen, das kann deine Wartezeit wirklich verkürzen. Du kannst das Formular auch auf deinem Handy bei der Einreise ausfüllen, aber das Flughafen WLAN ist eher schlecht als recht und es kostet einfach Zeit. Bei meinem Flug haben viele Passagiere das Formular erst am Flughafen ausgefüllt, hätte ich schon alles parat gehabt, hätte ich mir die Schlange am Einreiseschalter sparen können.

Soufriere im Süden der Insel
Über die Autorin / Autoren
Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!

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