Dominica, die Naturinsel der Karibik, bietet eine abwechslungsreiche Landschaft aus Regenwäldern, Bergen, Flüssen und Stränden. Du kannst wandern, schwimmen, Wale beobachten oder einfach die Natur genießen. Die Insel zeigt, wie ursprünglich und grün die Karibik sein kann.

7 Fakten über Dominca

  • Dominica wurde erst 1978 vom Vereinigten Königreich unabhängig – eines der jüngeren unabhängigen Länder der Karibik.
  • Anerkanntes Kariben-Reservats: Die Kalinago Territory ist ein offiziell ausgewiesenes Gebiet, in dem Nachfahren der indigenen Bevölkerung leben und ihre Traditionen bewahren.
  • Drehort für „Fluch der Karibik“: Einige Dschungel- und Fluss-Szenen wurden auf Dominica gefilmt, weil die Landschaft so ursprünglich ist.
  • Die Insel hat den Spitznamen „Naturinsel der Karibik“ wegen ihrer Regenwälder, Berge und Wasserfälle
  • Auf Grund der 365 Flüsse wird Dominca oft „The Land of 365 Rivers“ genannt.
  • Dominica ist einer der wenigen Orte weltweit, an dem Pottwale das ganze Jahr über beobachtet werden können.
  • Dominica hat die höchste Vulkandichte der Welt gemessen an der Fläche.

Lage von Dominica

Dominica liegt mitten in der östlichen Karibik, genau zwischen den französischen Inseln Guadeloupe im Norden und Martinique im Süden. Die Insel befindet sich etwa 750 km östlich von Puerto Rico entfernt und gehört geographisch zu den Inseln unter dem Winde. Mit einer Länge von rund 47 km und einer Breite von 26 km ist Dominica verhältnismäßig klein, aber extrem gebirgig.

Geschichte Dominicas: Kalinago, Kolonialzeit und Unabhängigkeit

Dominica Geschichte beginnt weit vor der Ankunft europäischer Entdecker. Die Insel war ursprünglich von den Kalinago, den Ureinwohnern der Karibik, besiedelt. Im 15. und 16. Jahrhundert wurde Dominica von spanischen Seefahrern entdeckt. Aber erst im 17. Jahrhundert begannen französische und britische Kolonialmächte die Insel zu beanspruchen.

Die wechselhafte Kolonialgeschichte führte zu zahlreichen Konflikten zwischen Frankreich und Großbritannien, bis Dominica 1763 offiziell britische Kolonie wurde. Zuckerrohrplantagen und Sklaverei prägten die Insel über Jahrhunderte, bis die Sklaverei im 19. Jahrhundert abgeschafft wurde. Seit 1978 ist Dominica unabhängig und ein demokratischer Staat, der heute stolz auf seine Mischung aus karibischer Kultur, europäischem Einfluss und der Tradition der Kalinago ist.

Blick auf die Hauptstadt Roseau

Blick auf die Hauptstadt Roseau

Ureinwohner Dominicas

Auf Dominica leben noch heute die Kalinago, die Nachfahren der ursprünglichen Kariben. Sie bezeichnen sich selbst als Ureinwohner Dominicas und haben ihre Kultur, Sprache und Traditionen bis heute weitgehend bewahrt. Das Kalinago-Gebiet liegt an der Ostküste der Insel und ist offiziell als Kalinago Territory ausgewiesen – ein Schutzgebiet, in dem die Gemeinschaft autonom leben und ihre Traditionen pflegen kann.

Wenn du das Gebiet besuchst, kannst du sehen, wie die Kalinago traditionelles Handwerk herstellen, zum Beispiel Körbe, Töpfereien oder Holzarbeiten und sogar Einblicke in das Alltagsleben und ihre Kultur bekommen. Die Ureinwohner bieten Führungen, Geschichten über ihre Geschichte und Mythen sowie kleine Vorführungen von Tänzen und Musik an.

Die Kalinago spielen heute auch eine wichtige Rolle im Naturschutz und Tourismus von Dominica, denn sie vermitteln Besuchern die tiefe Verbundenheit der Menschen mit der Natur der Insel.

Kalinago Territory

Kalinago Territory

Ureinwohner Dominicas

Ureinwohner Dominicas

Land der 365 Flüsse

Auf Dominica wirst du schnell merken, warum die Insel oft als „Land der 365 Flüsse“ bezeichnet wird – es gibt tatsächlich über 300 Flüsse und Bäche, die von den Bergen ins Meer fließen.

Die Flüsse durchziehen die ganze Insel und bilden eine wunderschöne Landschaft aus Wasserfällen, Stromschnellen und natürlichen Pools. Besonders bekannt sind der Indian River, auf dem du gemütliche Bootsfahrten durch Mangrovenwälder unternehmen kannst. Sowie der Layou River, der mit seinen Stromschnellen ideal für Wassersport ist.

Die Flüsse spielen auch eine wichtige Rolle für das Ökosystem der Insel: Sie versorgen Regenwald, Feuchtgebiete und Küstenbereiche mit frischem Wasser und bieten zahlreichen Fischen, Vögeln und Amphibien Lebensraum.

Auf Dominica gibt es über 300 Flüsse und Bäche

Auf Dominica gibt es über 300 Flüsse und Bäche

Wetter auf Dominica

Das Wetter auf Dominica ist tropisch warm und feucht, wie eben typisch für die Karibik. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über meist zwischen 24 und 31°C, nachts kühlt es nur leicht ab. Die Insel hat zwei Hauptjahreszeiten:

  • Trockenzeit: Dezember bis Mai – viel Sonnenschein, wenig Regen, ideale Zeit zum Wandern, Schwimmen und für Walbeobachtungen.
  • Regenzeit: Juni bis November – häufige, teils starke Schauer, hohe Luftfeuchtigkeit, aber die Regenfälle dauern meist nur kurz. In dieser Zeit kann auch Hurrikan-Saison sein (vor allem August bis Oktober).

Aufgrund der bergigen Landschaft gibt es auf Dominica regionale Unterschiede: An der Westküste ist es tendenziell sonniger und trockener, während die Ostküste und das Landesinnere deutlich mehr Regen bekommen, vor allem – Überraschung – im Regenwald.

Auf Dominica erwartet dich tropisch warmes und feuchtes Wetter

Auf Dominica erwartet dich tropisch warmes und feuchtes Wetter

Top-Aktivitäten auf Dominica: Natur, Regenwald & Wale beobachten

Morne-Trois-Pitons-Nationalpark

Der Morne-Trois-Pitons-Nationalpark ist eines der beeindruckendsten Naturgebiete Dominicas und gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe. Auf rund 6.700 Hektar erwarten Dich dichte Regenwälder, aktive Vulkane, Kraterseen und dampfende geothermische Gebiete wie das Valley of Desolation.

Hier liegen auch einige der bekanntesten Naturwunder der Insel, darunter der Boiling Lake, die Emerald Pool und die Trafalgar Falls.

Der Morne-Trois-Pitons-Nationalpark liegt im Zentrum Dominicas und ist eines der eindrucksvollsten Naturgebiete der Karibik.  Er schützt eine außergewöhnliche Vulkan- und Regenwaldlandschaft, wie sie in dieser Form nur selten zu finden ist. Der Park ist bekannt für seine steilen Berge, tiefen Täler, heißen Quellen und zahlreichen Flüsse – ein echtes Herzstück der Naturinsel Dominica.

Geprägt wird der Nationalpark von aktiver vulkanischer Geologie. Hier findest du mit dem Boiling Lake den zweitgrößten kochenden Kraterseen der Welt, dazu Fumarolen, dampfende Erdspalten und heiße Schwefelquellen wie das Valley of Desolation. Gleichzeitig sorgen hohe Niederschlagsmengen für dichten Regenwald, Wasserfälle und natürliche Badebecken. Zu den bekanntesten Highlights zählen die Trafalgar Falls, der Emerald Pool oder der Freshwater Lake.

Der Morne-Trois-Pitons-Nationalpark bietet Wanderungen für unterschiedliche Ansprüche: von kurzen, leicht zugänglichen Wegen bis hin zu anspruchsvollen Ganztagestouren. Viele Pfade führen durch üppigen Bergregenwald mit Farnen, Moosen und Orchideen, in dem zahlreiche Vogelarten leben. Mit etwas Glück hörst oder siehst du sogar Dominicas Papageienarten, die in den höheren Lagen heimisch sind.

Neben seiner landschaftlichen Vielfalt ist der Park auch ökologisch enorm wichtig. Er schützt die Wasserquellen der Insel, reguliert das Klima und bewahrt Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere.

Emerald Pool

Emerald Pool

Trafalgar Falls

Trafalgar Falls

Wale beobachten vor Dominica

Eine Walbeobachtungstour vor Dominica ist ein absolutes Highlight. Die Gewässer rund um die Insel gelten als einer der besten Orte weltweit, um Pottwale zu sehen. Denn sie leben hier ganzjährig.

Die Touren starten meist in Roseau oder Portsmouth und führen dich entlang der Küste in tieferes Wasser, wo erfahrene Guides nach den Walen Ausschau halten. Neben Pottwalen lassen sich oft auch Delfine und andere Meeresbewohner beobachten. Die Guides kennen nicht nur die besten Plätze, sondern erklären auch viel über das Verhalten der Tiere und die Ökologie der Karibik.

Viele Boote sind klein und persönlich, sodass du Wale direkt an der Wasseroberfläche erleben kannst. Manchmal zeigen die Wale beeindruckende Sprünge, Schwanzschläge oder blubbernde.

Aber Natur ist halt Natur, nur weil du Wale ganzjährig beobachten kannst, heißt es nicht dass du sie auch wirklich zu Gesicht bekommst. Wale sind Wildtiere – meist klappt es, aber es gibt keine 100 % Garantie. Ich gehöre leider ebenfalls zu denjenigen die keine Wale gesehen hat. Die Tour fand ich dennoch gerade auf Grund der kleinen Boote richtig toll.

Meine Touranbieter Empfehlung

  • PH Whale Watch Dive & Snorkel – Sehr gut bewertet und bekannt für Wal- und Delfinbeobachtungstouren
  • eine Tour ab Roseau dauert ca. 3 Stunden
  • kleinen Gruppen (max. 8 Personen)
  • Hydrophone werden zur Walortung genutzt
  • 85 USD oder 225 East Caribbean Dollar pro Erwachsener (Barzahlung, keine Kreditkarte) inkl. Wasserflaschen oder Rum Punch
  • auf Grund der kleinen Boote: Toiletten an Bord
Eine Waltour vor der Küste Dominicas zählt zu den besonderen Erlebnissen

Eine Waltour vor der Küste Dominicas zählt zu den besonderen Erlebnissen

Keine Wale gesehen, dafür aber jede Menge Delfine

Keine Wale gesehen, dafür aber jede Menge Delfine

Wenn keine Wale, dann wenigstens Delfine

Wenn keine Wale, dann wenigstens Delfine

Bootsfahrt auf dem Indian River

Eine Bootsfahrt auf dem Indian River gehört zu den entspanntesten und zugleich eindrucksvollsten Erlebnissen auf Dominica. Du fährst in einem kleinen Ruderboot ganz gemächlich durch dichten Mangrovenwald, Motoren sind auf weiten Strecken verboten, damit die Natur geschützt wird. Dadurch gleitest Du fast lautlos über das Wasser und kannst die Umgebung in Ruhe beobachten: verschlungene Wurzeln, spiegelglatte Wasseroberflächen, Krabben, Reiher und mit etwas Glück sogar Leguane.

Der Fluss wirkt stellenweise fast mystisch, nicht ohne Grund wurden hier Szenen für „Fluch der Karibik“ gedreht. Dein Guide erzählt dir unterwegs viel über Pflanzen, Vögel und die Geschichte des Flusses, oft auch kleine Anekdoten aus dem Dorf Portsmouth. Am Ende der Fahrt legst du meist an einem kleinen Dschungel-„Bush Bar“ an, wo du einen Saft oder Rum Punch trinken kannst, bevor es gemütlich zurückgeht.

Indian River Bootstour

  • Dauer: 1,5–2 Stunden
  • Preis: US $ 25–35 pro Person (direkt an den Guide am Ende zu zahlen)
  • Startpunkt: Nähe Portsmouth, direkt am Flusszugang
  • Highlights: Mangrovenwald, Leguane, Reiher, „Fluch der Karibik“-Kulisse
  • Tipp: Bargeld und Mückenschutz mitnehmen
  • Beste Zeit: morgens oder spätnachmittags für ruhige Atmosphäre

Zusätzlich zur Bootsfahrt kostet auch der Zugang zum Indian River, wie auch andere Natur-Sites auf Dominica, US $ 5 Eintritt. Ich empfehle dir deshalb vorab den Eco-Tourism-Site-Pass für 7 Tage zu kaufen.

Eine Bootstour auf dem Indian River zählt zu den Top Aktivtäten Auf Dominica

Eine Bootstour auf dem Indian River zählt zu den Top Aktivtäten Auf Dominica

Mangroven entlang dem Indian River

Mangroven entlang dem Indian River

Drehorte zu „Fluch der Karibik“

Dominica war Film‑Schauplatz für den Hollywood‑Blockbuster „Fluch der Karibik 2“ (Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest) und zwar gleich an mehreren Orten.

Einer der berühmtesten Drehorte ist der Indian River im Osten der Insel. Hier wurden die Szenen gedreht, in denen Captain Jack Sparrow und seine Gefährten mit einem kleinen Boot durch einen geheimnisvollen, nebelverhangenen Dschungelfluss paddeln – eine Kulisse, die mit ihren hohen Mangrovenbäumen und üppigem Grün perfekt zur mystischen Atmosphäre des Films passt.

Im Norden bei Hampstead und am Batibou Beach wurden weitere Szenen gedreht, darunter auch Teile mit Action- und Dschungel‑Kampfszenen.

Auch die Titou Gorge, eine schmale, von Felsen umgebene Wasser‑Schlucht mit kühlem, klarem Wasser, diente als Filmkulisse.

In manchen Gegenden rund um das Kalinago Territory wurde das sogenannte „Kannibalendorf“ aufgebaut, das im Film für dramatische Szenen mit Captain Sparrow und seiner Crew diente.

Drehort zu Fluch der Karibik 2

Drehort zu Fluch der Karibik 2

Morne Diablotins Nationalpark

Der Morne Diablotins Nationalpark liegt im Norden Dominicas und schützt einen der letzten großen zusammenhängenden Regenwälder der Karibik. Herzstück des Parks ist der Morne Diablotins. Mit rund 1.447 Metern ist er der höchste Berg der Insel und gleichzeitig einer der höchsten Gipfel der gesamten Kleinen Antillen.

Der Morne Diablotins Nationalpark wurde 2000 eingerichtet, um vor allem die Bergregenwälder und seltenen Papageienarten zu schützen. Er gehört zum größeren Schutzgebietssystem rund um den Morne-Trois-Pitons-Nationalpark (UNESCO-Welterbe, allerdings eigenständiges Gebiet) und umfasst rund 3.000 Hektar, überwiegend schwer zugänglichen Hochlandregenwald.

Die Landschaft ist geprägt von dichtem Bergregenwald, Nebelwald und moosbewachsenen Bäumen, in denen Farne, Bromelien und Orchideen wachsen. Hier leben auch Dominicas Nationalvögel, der Sisserou-Papagei sowie der Jaco-Papagei. Nirgendwo sonst sind die Chancen auf Sichtungen so gut wie in diesem Gebiet.

Syndicate Falls und Midori Farms

Im Syndicate Nature Reserve befinden sich die Syndicate Falls. Der kurze Wanderweg führt durch eine alte Plantagenlandschaft und in dichten Regenwald, der heute Teil des Morne Diablotins Nationalparks ist. Der Wasserfall befindet sich auf privatem Farmland – den Midori Farms. Dort wachsen Bananen, Kakao und andere tropische Früchte wie Ananas, hier zeigt sich die „grüne“ Seite Dominicas sehr authentisch, fernab der Küste.

Der Wasserfall selbst ist nicht besonders hoch, aber sehr stimmungsvoll. Er stürzt in ein natürliches Becken, welches von Farnen, Moosen und üppiger Vegetation eingerahmt ist.

Leider sind die Tore zum Syndicate Falls bei meiner Ankunft auf Grund der starken Regelfälle geschlossen. Dafür habe ich allerdings Glück, dass ein Farmmitarbeiter vor Ort war. Es stellt sich heraus, dass er ein Kalinago ist. Wir kommen ins Gespräch und er gibt mir eine kleine Privatführung über die Farm inklusive der Verkostung einer Kakaofrucht. Ich hatte allerdings bereits die Möglichkeit eine Kakaofrucht in Ghana auf einer Farm zu probieren, meine Familie allerdings nicht.

Solche Begegnungen auf Reisen liebe ich ganz besonders.

Trail im Morne Diablotins Nationalpark

Trail im Morne Diablotins Nationalpark

Krabbe im Hochland

Krabbe im Hochland

Weg zum Syndicate Falls

Weg zum Syndicate Falls

Ananas auf der Midori Farms

Ananas auf der Midori Farms

Kakaofrucht

Kakaofrucht

Eco-Tourism-Site-Pass für 7 Tage

Auf Dominica gibt es ein zentral geregeltes „Eco-Tourism Site User Fee Programme“, mit dem Eintrittsgelder für viele Natur-Highlights wie Morne-Trois-Pitons-Nationalpark, Emerald Pool, Trafalgar Falls, Indian River, Boiling Lake und weitere Naturstandorte erhoben werden.

Für einzelne Besuche bezahlst du meist ca. US $ 5 pro Person. Wenn du mehrere dieser Orte besuchen willst, lohnt sich der Wochenpass: Er kostet ca. US $ 12 (EC$ 32) und ist sieben Tage gültig ab Kaufdatum für unbegrenzte Besuche an den zugelassenen Natur-Sites.

Den Wochenpass bekommst Du vor Ort an verschiedenen Verkaufsstellen – Online-Kauf ist derzeit noch nicht möglich. Du kannst ihn unter anderem an folgenden Orten erwerben:

  • direkt an den Visitor Centers der Sehenswürdigkeiten (z. B. bei den Trafalgar Falls, am Emerald Pool oder am Indian River),
  • bei der Forestry, Wildlife & Parks Division in Roseau (Valley Road)

Strände auf Dominica

Die Strände auf Dominica unterscheiden sich deutlich von dem, was du sonst aus der Karibik kennst. Statt endloser weißer Sandstrände findest Du hier vor allem schwarze Vulkanstrände, Kiesbuchten und naturbelassene Küstenabschnitte. Viele Strände sind wenig erschlossen, oft menschenleer und eingebettet in üppige Natur.

An der Westküste (Karibikseite) ist das Meer meist ruhiger und eignet sich gut zum Schwimmen und Schnorcheln. Hier bekannt sind Strände wie Mero Beach, Champagne Beach (besonders bekannt zum Schnorcheln oder tauschen) oder der Scotts Head Beach, wo Karibik und Atlantik aufeinandertreffen. Auch der Coconut Beach bei Portsmouth ist ein schöner Ort für einen entspannten Strandtag.

Die Atlantikküste im Osten ist wilder und rauer. Strände wie Batibou Beach, Hampstead Beach oder Rosalie Bay beeindrucken durch starke Wellen, weite Küstenlinien und viel Natur. Zum Baden sind sie je nach Wetter weniger geeignet, dafür perfekt für Spaziergänge und beeindruckende Ausblicke.

Hiroula Bay

Hiroula Bay

Strand von Calibshi

Strand von Calibshi

La Taille Bay

La Taille Bay

Sonnenuntergang am Mero Beach

Sonnenuntergang am Mero Beach

Infrastruktur und Autofahren auf Dominica

Autofahren auf der Karibikinsel

Dominica ist eine der weniger touristisch erschlossenen Inseln der Karibik, was ihr den Charme der Unberührtheit bewahrt. Es bedeutet aber auch, dass die Infrastruktur noch etwas einfacher ist als auf beliebten Nachbarinseln wie Martinique oder Barbados. Die Straßen sind größtenteils asphaltiert, können aber in den Bergregionen schmal, kurvig und teilweise beschädigt sein, besonders nach starkem Regen. Wenn Du die Insel individuell erkunden willst, ist ein Geländewagen als Mietwagen die beste Wahl.

Was mir allerdings auf Dominica besonders aufgefallen ist, aber auch auf St. Lucia, sind die vielen Autofracks am Straßenrand – vor allem entlang der kleinen Bergstraßen. Gefühlt gibt es auf der ganzen Insel einen Autofriedhof. Die rostigen alten Metallrahmen sind zum Teil schon stark von der Armen der Natur eingehüllt. Irgendwann werden die alten Karren wahrscheinlich komplett vom Grünen verschlungen sein.

Einkaufen und mehr

Die Orte und Städte wie Roseau, Portsmouth oder Marigot verfügen über grundlegende Einrichtungen wie Supermärkte, Banken, Postämter und Apotheken, während in ländlicheren Gegenden kleinere Dörfer eher einfach ausgestattet sind.

Empfehlungen für Supermärkte:

  • BIG W—Whitchurch
    8JH5+V7W, Industrial Estate Rd, Canefield (Google Maps)
  • Fresh Market
    Bay Front, Dame Eugenia Charles Blvd, Roseau (Google Maps)
Mein Mietwagen auf Dominica

Mein Mietwagen auf Dominica

Auf Dominica gibt es viele Autofracks

Auf Dominica gibt es viele Autofracks

Auf Dominica gibt es gut ausgebaute Straßen, aber auch beschädigte Straßen

Auf Dominica gibt es gut ausgebaute Straßen, aber auch beschädigte Straßen

Einreise nach Dominica

Wenn du nach Dominica reist, ist die Einreise relativ unkompliziert. Aber es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest. Für die meisten europäischen Staatsbürger, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, ist kein Visum für Kurzaufenthalte bis zu 90 Tagen erforderlich. Du brauchst lediglich einen gültigen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Für die Einreise nach Dominica musst du inzwischen ein Einreise‑ bzw. Immigrationsformular ausfüllen, aber nicht mehr in Papierform am Flughafen, wie das früher oft der Fall war. Stattdessen gibt es ein offizielles digitales Formular, das du online vor deiner Ankunft ausfüllen solltest:

  • Du kannst das Formular bis zu 72 Stunden (oder früher) vor deiner Anreise online ausfüllen.
  • Nach dem Absenden erhältst du eine Bestätigung mit QR‑Code, die du auf dem Smartphone oder ausgedruckt bei der Einreise vorzeigen musst.
  • Das Formular deckt Einreise‑ und Zoll‑Angaben ab und ersetzt die früheren Papiere.

Es ist empfehlenswert, das ED‑Formular vor dem Flug oder der Fährüberfahrt schon abzuschließen, so sparst Du Zeit bei der Grenzkontrolle.

Anreise nach Dominica

Die Anreise nach Dominica ist etwas spezieller, da die Insel kein großer Massentouristen-Hub ist, dafür aber umso authentischer. Direktflüge von Europa gibt es kaum – die meisten Reisenden fliegen über die Karibikinseln Guadeloupe oder Martinique. Von dort aus starten täglich kurze Regionalflüge nach Dominica, die nur etwa 30–45 Minuten dauern. Airlines wie Air Antilles, LIAT oder Winair bedienen die Strecke regelmäßig.

Alternativ kannst du auch mit der Fähre anreisen: Von Guadeloupe oder Martinique gibt es Fährverbindungen. Diese dauern je nach Wetterlage zwischen 2,5 und 4 Stunden. Die Fähren bringen dich zur Hauptstadt Roseau, die gleichzeitig auch der wichtigste Hafen der Insel ist.

Auf Dominica selbst gibt es einen kleinen internationalen Flughafen, den Douglas-Charles Airport (früher Melville Hall Airport) im Norden der Insel. Von dort aus erreichst du die verschiedenen Orte der Insel am besten mit Mietwagen, da die öffentlichen Verkehrsmittel begrenzt sind.

Segelschiff vor Dominica

Segelschiff vor Dominica

Mein Fazit über Dominica

Dominica ist keine klassische Karibikinsel für Pauschalurlaub oder endlose Strandtage. Stattdessen erwartet dich eine Insel, die vor allem durch Natur, Ruhe und Ursprünglichkeit überzeugt. Regenwälder, Wasserfälle, Vulkangebiete, Flüsse und eine beeindruckende Tierwelt prägen das Bild weit mehr als große Resorts oder touristische Infrastruktur.

Gleichzeitig erfordert die Insel etwas Zeit, Flexibilität und Lust auf einfache Strukturen – genau das macht den Reiz aus. Dominica ist auf meinen Inselhopping durch die Karibik zu meiner Lieblingsinsel geworden. Ich werde bestimmt noch einmal wieder kommen!

Altlantikküste von Dominica

Altlantikküste von Dominica

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Über die Autorin / Autoren

Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!