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Ngorongoro – Tansanias 8. Weltwunder

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Im ostafrikanischem Land Tansania befinden sich unglaubliche Naturschätze, wie der Kilimandscharo oder die Serengeti. Heute möchte ich euch die Schönheit des Ngorongoro Kraters zeigen und ihr werdet sehen, warum Professor Bernhard Grzimek den Krater in den 50er Jahren das achte Weltwunder nannte.

Tansania beheimatet wohl den mit berühmtesten Nationalpark der Welt – die Serengeti. Das 14.763 qm große Gebiet grenzt u.a. an weiteren Schutzgebieten, wie das Maasai Mara Reservat in Kenia oder das Ngorongoro Conservation Area inklusive des Ngorongoro Kraters.
Der Krater befindet sich ca. 170 km ( ungefähr 2,5 Stunden Fahrt) von der Stadt Arusha entfernt. Die hügelige Landschaft mit den saftigen Feldern und Weideflächen zwischen Arusha und der Stadt Karatu – das Tor zum Ngorongoro Krater – erinnert mich sehr an Deutschland im Frühsommer.

ngang zum Ngorongoro Schutzgebiet

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Eingang zum Ngorongoro Schutzgebiet

Regenzeit

Ich habe den Krater und die umliegende Region im Februar besucht, der in die Regenzeit (Ende November bis Mitte Mai) fällt. In den Nachmittagsstunden kann es zu kleinen Regenfällen kommen aber das ist nicht wirklich störend, sondern angenehm. Der Regen hat das Land in ein saftig grünes Paradies verwandelt. Die Steilhänge des Kraters sind mit tiefgrünem Dickicht bedeckt. Der schnelle Wechsel von Sonne und Regen kann wunderschöne Regenbögen zaubern.
Die Natur hat alles für die großen Tierherden vorbereitet. Den wandernden Gnus, Zebras und Thompson Gazellen, die durch die Serengeti zum Krater in dieser Jahreszeit ziehen, erwartet ein reich gedeckter Tisch.

Was für ein Ausblick in den Krater!

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Was für ein Ausblick in den Krater!

Blick vom "Crater View Point"

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Blick vom „Crater View Point“

Am Kraterrand

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Am Kraterrand

Am Kraterrand

Von der Stadt Karatu ist es nur ein Steinwurf entfernt – das Gate in das Ngorongoro Schutzgebiet. Die Straße aus rotem Sand, schlängelt sich um den Krater. Das Gras ist hier schulterhoch und lässt Wildtiere, wie etwa Hyänen, vollständig darin verschwinden.
Das erste Highlight ist der Halt am „Crater Viewpoint“ auf 2216m. Es ist nicht nur einfach eine Aussichtsplattform, es ist der erste Blick in den Krater! Ein Blick in den Mikrokosmos.
Ja, mein erster Gedanke ist: ein Blick zurück in die Geschichte der Erde. Oder wie im Disneyklassiker „In einem Land vor unserer Zeit“.
Ich kann mich nur schwer vom Anblick losreißen aber es geht weiter. Der Geländewagen schraubt sich weiter den Hang entlang. Am Gedenkstein für Michael Grzimek halten wir. Der Sohn vom Frankfurter Zoodirektor Prof. Bernhard Grzimek kam tragischerweise bei den Filmaufnahmen zu „Die Serengeti darf nicht sterben“ bei einem Flugzeugabsturz am Rand des Kraters im Jahr 1959 ums Leben. Beide setzten sich stark für den Erhalt dieser Region ein und führten u.a. die ersten Zählungen der Gnus aus der Luft durch. Noch heute trägt dieser Ort Zeugnis für ihren unermüdlichen Einsatz.

Gedenkstein Grzimek

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Gedenkstein Grzimek

Am frühen Abend, als ich in der Lodge einchecke, merke ich, wie die Temperatur langsam fällt. Es ist kurz vor Sonnenuntergang und von der kleinen Terrasse meines Zimmers habe ich wieder diesen unglaublichen Blick auf den Krater. Übrigens, er hat einen Durchmesser von 17 und 21 km.

Sonnenaufgang über den Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Sonnenaufgang über den Krater

Im Ngorongoro Krater

Um die volle Schönheit des Kraters zu erfahren, heißt es, wie auf jeder Safari, früh aufstehen! Für den Besuch im Krater gibt es feste Regeln. Von 6 bis 18 Uhr dürfen sich Besucher im Krater aufhalten. Ähnlich wie bei einer Einbahnstraße gibt es nur einen Weg, der hinein führt und einen Weg der sich den Steilhang raus schlängelt.
Um 6.12 Uhr passiere ich das Gate. Es ist noch stockfinster und im Landcruiser läuft die Heizung, als es auf ca. 1700 m über NN zum Kraterboden geht . Draußen sind es ca. 10°C und ich kuschel mich in mein Fleece. Langsam setzt die Dämmerung ein. Der Himmel ist bewölkt und ich kann erste Tiere erkennen. Gnus grasen am Wegesrand. Hinter den Wolken, am Kraterrand geht die Sonne auf und taucht die dunkelgrünen Hänge in goldenes Licht. Ich versuche den Weg ausfindig zu machen, auf welchen wir gekommen sind. Wo am Kraterrand könnte die Lodge liegen? Aber das Grün schluckt selbst diese menschlichen Eingriffe.

Sonnenaufgang im Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Sonnenaufgang im Krater

Sonnenaufgang im Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Sonnenaufgang im Krater

Der Tag beginnt im Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Der Tag beginnt im Krater

die tiefgrünen Hänge des Ngorongoro Kraters

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: die tiefgrünen Hänge des Ngorongoro Kraters

Die Morgenstunde ist die optimale Zeit, um nach Raubtiere Ausschau zu halten. Hat ein Leopard eine Gazelle erlegt und auf den Baum geschleppt? Waren die Löwen auf der Jagd? Die Löwenrudel im Krater legen vor allem in der Regenzeit wie im Schlaraffenland. Der Grund ist die große Tierwanderung (Big Migration). Millionen Huftiere treffen in der Regenzeit rund um den Ngrongoro Krater ein, um ihre Kälber zur Welt zu bringen. Große Herden von Gnus und Zebras prägen das Bild.
Im Krater leben auch weitere Tiere, wie Flusspferde, Schakale, Strauße und Nashörner. Ein Nashorn zu sichten ist immer wie ein Lottogewinn.

die Zebras halten Ausschau nach Raubtiere

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: die Zebras halten Ausschau nach Raubtiere

eine Familie Goldschakale

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: eine Familie Goldschakale

satte und müde Löwen

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: satte und müde Löwen

grünes Tierparadies

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: grünes Tierparadies

neues Leben im Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: neues Leben im Krater

grasende Büffelherde mit Elefant

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: grasende Büffelherde mit Elefant

Der Hauptgewinn: die Sichtung von Nashörner!

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Der Hauptgewinn: die Sichtung von Nashörner!

eine Herde Gnus

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: eine Herde Gnus

Pause machen

Zum Frühstück oder Mittag fährt man nicht aus dem Krater raus, sondern verbringt ein leckeres Picknick an gekennzeichneten Plätzen. Mit Blick auf badende Flusspferde und lautem Gezwitscher der gelben Webervögel schmeckt mein Sandwich auch gleich doppelt so gut. Ab und zu könnten sich Schwarzmilane (Black Kite) zu den Webervögeln gesellen. Sie haben es aber nicht auf die kleinen gefiederten Kollegen abgesehen, sondern auf ein leckeres Sandwich. Nun sollte das Lunch unbedingt im Wagen gegessen werden, denn falls sie mit ihren scharfen Krallen und Schnäbeln nach deinem Sandwich greifen, kann es vorkommen, dass dann plötzlich etwas mehr fehlt als nur ein belegter Toast. Immer auf die Anweisungen der Guides und Ranger hören. Ganz wichtig!

Gut gestärkt lässt sich am Kraterboden der kleine Lerai Forest erkunden. Verschiedene Affen und Elefanten suchen gerade zur Mittagszeit gern im Schatten Schutz vor der Sonne. Je nach Jahreszeit führt der Lake Magadi unterschiedlich viel Wasser. Am schlammigen Ufer dösen Büffel und Elefanten ziehen vorbei. Und überall halten sich mal größere und mal kleinere Gruppen von Zebras und Gnus auf. Sie stehen gern mitten auf den Wegen und galoppieren in alle Himmelrichtungen, wenn sich die Geländewagen nähern.

Anne frühstückt mit Webervögel

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Anne frühstückt mit Webervögel

Teilst du dein Sandwich mit mir?

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Teilst du dein Sandwich mit mir?

Der Weg hinaus

Zum späten Nachmittag geht es die unglaublich steile und geschlängelte Straße hoch zurück zum Kraterrand. Nach jeder Biegung breche ich in Begeisterungsstürme aus bei diesem Anblick aus dieser Perspektive. Welche Adjektive und Superlative wird diesem Anblick nur gerecht? Ihr müsst es mit eigenen Augen gesehen haben!

der steile Weg aus dem Krater

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: der steile Weg aus dem Krater

von diesem Ausblick kann ich einfach nicht genug bekommen

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: von diesem Ausblick kann ich einfach nicht genug bekommen

die schmale Straße schraubt sich den steilen Hang hoch

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: die schmale Straße schraubt sich den steilen Hang hoch

ein letzter Blick zurück

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: ein letzter Blick zurück

Ngorongoro Schutzgebiet

Der Krater liegt im gleichnamigen Schutzgebiet und in dieser Zone hat der stolze Stamm der Maasai seine Heimat. Aus der Serengeti kommend, sammeln sich hier die großen Herden an Gnus und Zebras. Endlich sehe ich auch Giraffen. Die Hänge zum Kraterboden sind für ihre langen Beine zu steil. Sie halten sich lieber außerhalb des Kraters auf und fressen die zarten Blätter des Pfeifenstrauchs.

im Ngorongoro Schutzgebiet

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: im Ngrorongoro Schutzgebiet

Giraffen leben außerhalb des Kraters

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Giraffen leben außerhalb des Kraters

Maasaijunge und seine Herde im Schutzgebiet

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Maasaijunge und seine Herde im Schutzgebiet

Das Land wird flacher und das Gras kürzer. Am Horizont verschwimmt die unsichtbare Grenze des Ngorongoro Schutzgebietes mit den Ebenen der Serengeti. Vor mir liegt die Serengeti.

Gnus zwischen Ngorongoro und Serengeti

© Anne-Katrin Gerner – GoOnTravel.de: Gnus zwischen Ngorongoro und Serengeti

Fototipp
Viele befürchten, auf Safari nur mit riesigen Objektiven ordentliche Fotos machen zu können. Im Krater habe ich verstärkt mit Brennweiten von 18-85mm fotografiert. Den Krater im Hintergrund in Szene zu setzen ist hier mein primäres Ziel gewesen.

2 Comments

  • Jessica sagt:

    Hallo Anne-Katrin,

    toller Beitrag 🙂 und wundervolle Fotos.
    Das macht richtig Lust auf eine Safari in Tansania. Wir planen für 2018 oder 2019 dorthin zu fahren 🙂

    Liebe Grüße

    Jessica

    • Anne-Katrin Anne-Katrin sagt:

      Hallo liebe Jessica,

      vielen Dank. Falls du noch Fragen rund um deine Safariplanung hast, dann meld dich doch einfach. Ich gebe dir gern noch ein paar Tipps. Aber denk dran: wenn du einmal mit angefangen hast, kommst du davon nur noch schwer los. Bei mir herrscht große Safarisucht! 😉
      LG, Anne

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