Was ist Weihnachten ohne selbstgemachte Kekse oder Plätzchen? Wir haben hier für dich drei einfache nationale und internationale Plätzchen bzw. Kekse Rezepte zum Nachbacken und natürlich auch einiges Hintergrundwissen zum leckeren Gebäck.

Kekse Rezepte: Florentiner

Zutaten für Florentiner

  • 80 g Butter
  • 40 g weißer Zucker
  • 40 g Rohrzucker
  • 1 Esslöffel Honig
  • 2 Esslöffel Kondensmilch
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 80 g geschälte gemahlene Mandeln
  • 100 g Mandelblättchen
  • 2 Esslöffel Mandelstifte
  • 80 g Zartbitter-Kuvertüre

Zubereitung der Florentiner

Schritt 1: Heize den Ofen auf 180 Grad vor.

Schritt 2: Die Butter, den Zucker, den Honig, die Kondensmilch und das Mehl zusammen in einem Topf aufkochen lassen.

Schritt 3: Nehme den Topf von der heißen Herdplatte und mische die Mandeln unter die dick flüssige Masse.

Schritt 4: Nimm zwei Teelöffel, feuchte sie mit Wasser an und setze mit ihnen kleine Teighäufchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Achte dabei auf genügend Abstand.

Schritt 5: Backe die Florentiner etwa 7-8 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen. Kleiner Tipp: Die kleinen Teighäufchen verlaufen bereits nach kurzer Zeit. Ich hole das Bleck nach etwa 5 Minuten aus dem Ofen und schiebe sie wieder kurz zusammen und lasse Sie dann noch einmal weitere 2-3 Minuten backen.

Schritt 6: Lasse die Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen und streiche sie auf die Unterseite auf die inzwischen abgekühlten Florentiner. Alles gut trocknen lassen.

Wissenswertes zum Florentiner Gebäck

Wer bisher geglaubt hat, dass Florentiner ihren Ursprung in der Stadt Florenz in Italien haben, den muss ich enttäuschen. Die Italiener kenn noch nicht einmal das Gebäck Florentiner. Der Ursprung des Rezeptes wird in Frankreich vermutet. Allerdings konnte die Herkunft nie richtig geklärt werden, sondern es gibt nur Vermutungen. Vor allem in Süddeutschland sind die Florentiner Plätzchen ein beliebtes und traditionelles Weihnachtsgebäck.

Florentiner gehören nicht zu den italienischen Kekse Rezepten

Florentiner gehören nicht zu den italienischen Kekse Rezepten

Kekse Rezepte: Kourabiedes (Butterplätzchen mit Mandeln)

Zutaten für Kourabiedes

  • 225 g Butter, weiche
  • 60 g Puderzucker, für den Teig
  • 200 g Puderzucker, zum Bestreuen
  • 1 Eigelb
  • 2 Esslöffel Ouzo, Weinbrand oder Cognac
  • 350 g Mehl
  • 120 g Mandeln, gemahlen
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung der Kourabiedes

Schritt 1: Heize den Ofen auf 180 Grad vor und belege ein Blech mit Backpapier.

Schritt 2: Verrühre mit einem Mixer die Butter und den Puderzucker zu einer schaumigen Masse.

Schritt 3: Rühre nun das Ei sowie nun den Alkohol deiner Wahl (du kannst diesen natürlich auch weglassen) unter die Masse.

Schritt 4: Gebe das Mehl, das Backpulver und die Mandeln dazu und knete alles zu einem geschmeidigen Teig.

Schritt 5: Halbiere den Teig, wenn du sie zu Halbmonden und Kugeln formen möchte. Zerteile die eine Hälfte gleichmäßig in etwa in 5 cm große Stücke. Forme nun Kugeln aus den Stücken, drücke sie danach etwas platt und lege die aufs Blech.

Bei der andere Teighälfte verfährst du genauso. Danach die Kugeln zu einer etwa 9 cm langen Schlange rollen, zu einem Halbmond formen und aufs Backbleck legen.

Schritt 6: Backe die Kourabiedes nun bei etwa 12-14 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen.

Schritt 7: Die fertig gebackenen Kourabiedes etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Danach in einer Schüssel mit Puderzucker gefüllt vorsichtig wälzen, dann auf ein mit Puderzucker betreuten Untergrund legen und weitere 3-4 Stunden abkühlen lassen.

Wissenswertes zum griechischen Gebäck Kourabiedes

Kourabiedes ähneln sehr den in Deutschland beliebten Vanillekipferln. Ihren Ursprung hat das Gebäck Kourabiedes in Kappadokien (Türkei), wo die Griechen es dort als Weihnachtsgebäck zubereitet haben. Erst viel später, zum Anfang des 20. Jahrhunderts gelangt das Rezept durch Flüchtlinge nach Griechenland, wo es mittlerweile ein traditionelles Weihnachtsgebäck ist.

Die Bezeichnung für das Gebäck Kourabiés entstammt dem Türkischen „kurabiye“, was ursprünglich nichts anderes als „Keks“ bedeutet.

Kourabiedes kommen aus Griechenland

Kourabiedes kommen aus Griechenland

Kekse Rezepte: Baseler Brunsli

Zutaten für Baseler Brunsli

  • 250 g ungeschälte gemahlene Mandeln
  • 100 g Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre
  • 95 g weißer Zucker
  • 95 g Rohrzucker
  • 50 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß
  • 1 Teelöffel Kakao (zum Backen)
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1 Prise gemahlene Nelken

Zubereitung der Baseler Brunsli

Schritt 1: Die Zartbitter-Schokolade oder Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen.

Schritt 2: Die Mandeln, den Zucker, Puderzucker, die Eiweiß, den Kakao, Zimt und die Prise Nelken in eine Schüssel geben und die geschmolzene Schokolade dazu geben. Danach alles zu einem Teig verkneten.

Schritt 3: Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Schritt 4: Den Backofen auf 175 Grad vorheizen.

Schritt 5: Den Teig nun in etwa 6 Stücke teilen und je ein Teigstück zwischen der Klarsichtfolie (sonst würde der Teig nur an der Teigrolle kleben) 4mm dick ausrollen.

Schritt 6: Den Teig nun nach belieben mit Sternen, Weihnachtsbäumen oder anderen Motiven ausstechen (vorher natürlich die Folie entfernen), mit grobem Rohrzucker betreuen und aufs Blech legen.

Schritt 7: Die Baseler Brunsli auf mittlerer Schiene etwa 5-7 Minuten backen und danach abkühlen lassen.

Wissenswertes zum den Baseler Brunsli

Der Name des Gebäcks verrät auch einen Ursprung. Die Baseler Brunsli (Basler Brunzli) stammen aus dem schweizerischen Basel. Das bekannteste Rezept wurde von Eugen A. Meyer im Jahr 1750 veröffentlicht. Allerdings tauchte das Gebäck bereits im Jahr 1725 auf einem Fest in Winterthur auf, wo die Brunsli serviert wurden.

Der Name „Brunsli“ ist auf die schokoladige Gebäckfarbe zurück zu führen und bedeutet nichts anderes als „Braunes (Bruuns)“. Die Betonung bei der Aussprache liegt übrigens auf dem „u“, dass lang „Bruunsli“ ausgesprochen wird.

Kekse Rezepte: Baseler Brunsli

Kekse Rezepte: Baseler Brunsli

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Über die Autorin / Autoren

Anja

Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!