Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und auch 2021 möchten wir mit einem fotografischen Jahresrückblick verabschieden. Zum wiederholtem Male nehmen wir an der beliebten und mittlerweile schon 11. Fotoparade von Erkunde die Welt teil. Auch wenn das Reisen in den letzten 365 Tagen nicht so unbeschwert verlaufen ist, können wir Dir Fotos von Berlin, Brandenburg, Sylt, der Ostseeküste, dem Rhein, der dänischen Insel Rømø und aus Finnland präsentieren.

Die folgenden 6 Kategorien hat sich Michael für seine Teilnehmer überlegt:

“Licht und Schatten”

Auf meiner Suche nach den beliebtesten Parks in Berlin bin ich auf einen kleinen hübschen Park im Süden der Hauptstadt gestoßen. Der Park besteht hauptsächlich aus einem Wäldchen voller Birkenbäume. Mittendrin befindet sich ein kleines Hexenhäuschen als Spielhaus für Kinder. Ganz leicht könnte der Eindruck entstehen, dass man bei der bösen Hexe Baba Jaga zu Hause ist. Diesen russischen Märchenfilm fand ich als Kind übrigens total unheimlich und wollte deshalb nie zum Pilze sammeln in einen Birkenwald.

Inzwischen habe ich allerdings meine Liebe zu Birkenwäldern entdeckt, weshalb dieser Park für mich ein optimales Fotomotiv geworden ist. Vor allem dann, wenn die Sonne durch die Bäume hindurch scheint und sie dadurch einen langen Schatten werfen. (Anja)

Birkenwäldchen in Berlin

Birkenwäldchen in Berlin

Polarlichter über Finnisch-Lappland

Ende November war es endlich soweit und ich bin nach vier Jahren in den skandinavischen Winter zurück gekehrt. Dieses Mal habe ich mich für Finnland entschieden; ein Land das ich bis dahin noch nie bereist habe. Ivalo in Finnisch-Lappland, weit nördlich des Polarkreises ist einer meiner Stationen. Die Sonne taucht in diesen Tagen nicht mehr am Horizont auf – die Polarnacht dominiert das Leben bei eisigen Minusgraden. Und mit jedem Anbruch der Dunkelheit, steigt die Hoffnung und Vorfreude.

Drei Nächte schlafe ich in Ivalo in einer kleinen Hütte mit einem Glasdach und warte freudig auf die Aurora borealis. Wie alle Besucher von nah und fern bin ich vom Polarlicht fasziniert. Auch wenn ich sie bereits am Himmel über Norwegen hab tanzen sehen, kann ich mich an ihr nicht satt sehen. Das Glück ist in meiner dritten Nacht auf meiner Seite und ein kleiner grüner Streifen zeichnet sich gegen Mitternacht für eine Stunde am Himmelszelt ab. (Anne-Katrin)

Polarlichter über Finnisch-Lappland in Ivalo

Polarlichter über Finnisch-Lappland in Ivalo

“Tierisch”

Bei mir ging es wirklich tierisch vor der Kamera in diesem Jahr zu. Das mag vor allem daran liegen, dass ich mein langjähriges Teleobjektiv von Tamron gegen ein Teleobjektiv von Canon eingetauscht habe, das für mich wesentlich handlicher ist, als sein Vorgänger.

Während ich im letzten Jahr noch total happy war, dass ich endlich mal einen Buntspecht fotografieren konnte, ließ sich diese Spezies in diesem Jahr gleich mehrmals sehr gut fotografisch einfangen. Es folgten der Schwarzspecht und sogar der Grünspecht – ich war im „Specht-Himmel“. Auch die hoppelnden Wildkaninchen in den Berliner Parks oder die süßen Frischlinge im Wildgehege des Tegeler Forst haben mich verzaubert. Generell hat Berlin einiges an Wildlife zu bieten, kaum zu glauben was sich alles in der Großstadt entdecken lässt, wenn man nur genau hinschaut.

Außerhalb von Berlin hat es mich auch in diesem Jahr zur Hirschbrunft auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gezogen. Hier musste ich allerdings wieder feststellen, dass der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft um diese Zeit total überrannt wird. Alleine die Natur zu genießen ist selbst morgens um 6 Uhr dort nicht mehr möglich und leider halten sich auch nicht alle Besucher an die Nationalpark-Regeln. Dann doch lieber in die Natur Brandenburgs eintauchen, denn dort gibt es ebenfalls schöne Ecken, wo sich Tiere beobachten lassen. Im Wildpark Schorfheide konnte ich unter anderem das erste Mal einen Fischotter sehen. (Anja)

Dieser kleine Frischling hat eine Menge Spaß.

Dieser kleine Frischling hat eine Menge Spaß.

Wildkannichen in einem der vielen Parks in Berlin.

Wildkannichen in einem der vielen Parks in Berlin.

Fischotter beim Verspeisen seiner Lieblings-Mahlzeit.

Fischotter beim Verspeisen seiner Lieblings-Mahlzeit.

Mit dem Hundeschlitten über den gefrorenen See

In Finnisch-Lappland war nicht nur mit den Polarlichtern das Glück auf meiner Seite, es hatte auch ausreichend geschneit, um einen langersehnten Traum von mir in Erfüllung gehen zu lassen. Anja hat sich vor einigen Jahren den Traum vom Hundeschlitten fahren in Schwedisch-Lappland erfüllt und jetzt durfte ich mich von fünf Alaskan Huskys durch die verschneiten finnischen Wälder ziehen lassen.

Die Freude und das Adrenalin der Vierbeiner war ansteckend und meine kurze Unsicherheit war sofort verschwunden. Ich vertraute meinen fünf tierischen Kollegen, wie sie ungebremst mit mir auf den Kufen stehend durch den Schnee brausten. Nach einigen Kilometern ließen wir den Nadelwald hinter uns und ich brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass wir gerade über einen zugefrorenen See zum anderen Ufer fuhren.

Die knapp -30°C spürte ich nicht, zu groß war der Rausch an diesem Moment. Nach 12,5 Kilometer war die Fahrt zu Ende aber ich hatte Blut geleckt vom Hundeschlitten lenken. Ich weiß: es wird ein Wiedersehen geben! (Anne-Katrin)

Mit dem Hundeschlitten über den gefrorenen See in Finnland fahren

Mit dem Hundeschlitten über den gefrorenen See in Finnland fahren

“Gewässer”

Sonnenaufgang an der Oder

Einen der schönsten Sonnenaufgänge in diesem Jahr hatte ich im Oderbruch. Diese Geräuschkulisse nachts und in den frühen Morgenstunden ist unbeschreiblich und solltest du einmal erleben. „Bin hier wirklich in Deutschland oder irgendwo in Afrika?“, kamen mir mehr als nur einmal der Gedanke.

Generell ist das Oderbruch mit dem Grenzfluss Oder immer einen Besuch wert. Aber so ein Sonnenaufgang im Sommer um 4:30 Uhr ist noch einmal das i-Tüpfelchen an Morgengenuss. (Anja)

An der Oder morgens um 4:45 Uhr

An der Oder morgens um 4:45 Uhr

Zugefrorenes Wattenmeer Sylt

Das Jahr begann kalt und eisig und mit jeder Menge Schnee. Seit einigen Jahren hatte Sylt keinen richtigen weißen Winter erlebt. Jetzt im zweiten Lockdown zeigte sich der nordische Winter von seiner schönsten Seite, so wie hier am Watt in Braderup. Es war so kalt, dass das Wattenmeer begann zu zu frieren. Ebbe und Flut ließ sich von den Temperaturen natürlich nicht beeinflussen und das Wasser zog sich zurück und kam wieder in seinem typischen Turnus. Die großen Eisplatten wurden durch die Tide hin und her geschoben und am Ufer bildeten sich riesige Eisschollen aus Meerwasser. Ein faszinierender Anblick, vor allem wenn der Sonnenuntergang an der Westseite den Himmel in arktische Farben taucht. (Anne-Katrin)

Eisschollen auf dem zugefrorenem Wattenmeer in Braderup

Eisschollen auf dem zugefrorenem Wattenmeer in Braderup

“Aussicht”

Wismar von oben

Im Oktober ging es für mich an die Ostsee. Eines meiner Ziele an der Mecklenburger Bucht war die UNESCO Welterbe Stadt Wismar. Bei einem Tagesausflug lernte ich den hübschen Ort vom Alten Hafen bis zum historischen Stadtkern kennen. Besonders der Ausblick von der Aussichtsplattform in der St.-Georgen-Kiche hat mir gefallen. Aus 36 Meter lässt sich die Hansestadt barrierefrei genießen. (Anne-Katrin)

Hansestadt Wismar von oben - Blick von der St.-Georgen-Kirche auf die St.-Nikolai-Kirche

Hansestadt Wismar von oben – Blick von der St.-Georgen-Kirche auf die St.-Nikolai-Kirche

Blick vom Berliner Dom auf die Hauptstadt

Berlin bietet so unglaublich viele Möglichkeiten sich Stadt von oben anzuschauen. Als „Tourist“ in der eigenen Stadt habe ich in diesem Jahr für mich bekannte aber auch neue Aussichtspunkte in Berlin entdeckt. Unter anderem stand hierbei die 360 Grad Aussichtsplattform vom Berliner Dom auf meiner Liste, die ich bisher, wieder einmal auf Grund von Corona, im letzten Jahr nicht besuchen konnte.

Vom Berliner Dom aus hast du einen super Blick auf das in 2021 neueröffnete Stadtschloss und Humboldtforum. Da lohnt es sich die fast 300 Stufen nach oben zu erklimmen. (Anja)

Blick vom Berliner Dom auf das Stadtschloss

Blick vom Berliner Dom auf das Stadtschloss

“Hoch hinaus”

Drachenfestival Römö

Auch in diesem Jahr füllte sich der Septemberhimmel über der dänischen Insel Römö mit allerlei bunten Drachen. Das Wetter war an diesem Wochenende perfekt für einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel. Vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal beim Drachenfestival in Lakolk dabei und war von der Atmosphäre begeistert. Es ist in seiner Dimension das größte Drachenfestival in Nordeuropa.
Mit dem Auto ging es in Schrittempo an den Strand. Über meinem Kopf schweben riesige Kraken, während ich zwischen Camper Vans und PKWs einparke. Viele Gäste hatten sich in Klappstühlen um ihr Auto herum gesetzt und genossen die noch warmen Sonnenstrahlen und den Anblick auf den bunten Nordseehimmel. Bei Hotdogs und dänischem Softeis direkt am Strand kann es kaum einen schöneren Spätsommertag auf Römö geben. (Anne-Katrin)

Mit der Seilbahn über den Rhein schweben

Ein besonderes Highlight bei meinem diesjährigen Besuch am Mittelrhein war definitiv die Fahrt mit der Seilbahn in Koblenz. Einmal quer über dem Rhein schweben und dabei die Aussicht auf die Stadt, die Sehenswürdigkeiten und neben dem Rhein auch auf die Mosel genießen.

Normalerweise leide ich ja unter extremer Höhenangst, aber eine Fahrt mit einer Gondel hat mir bisher noch nie etwas ausgemacht und ich genieße dabei sogar die Höhe. Leider ist die Fahrt nach knapp 4 Minuten schon wieder vorbei, aber die Aussicht aus der Seilbahn ist dennoch ein echter optischer Genuss und solltest du ebenfalls einmal ausprobieren. (Anja)

Ausblick von der Seilbahn in Koblenz.

Ausblick von der Seilbahn in Koblenz.

“Schwarz-Weiß”

Schlosspark Charlottenburg im Winter

Lange gab es in Berlin keinen „richtigen“ Winter mit viel Schnee. Das letzte Mal hatte ich knirschenden Schnee unter meinen Füßen auf meiner Winterreise in Schweden gespürt. Anfang des Jahres schneite es mehrmals kräftig in der Hauptstadt, auch im Februar an meinem Geburtstag.

Normalerweise reise ich immer gerne an meinem Geburtstag in wärmere Gefilde aber dank Corona war das auch in diesem Jahr nicht möglich. Dabei hatte ich mir eigentlich ganz genau ausgemalt, wo ich meinen runden Jahrestag verbringen möchte. Verbracht habe ich ihn schlussendlich zu Hause, habe allerdings einen ausgiebigen Morgenspaziergang im Schlosspark Charlottenburg gemacht, wobei dieses Schwarzweiß Foto entstanden ist. (Anja)

Schlosspark Charlottenburg im Winter

Schlosspark Charlottenburg im Winter

Wolken

An einem Frühlingstag zog eine Regenfront von der Nordsee über die Küste in Richtung Norden und Dänemark. Die Wolkenreste über den Dünen zwischen Rantum und Hörnum machten den Ausblick vom Strandübergang K4 erst richtig interessant. Es war kaum Wind und das Dünengras bewegte sich kaum. In den Lockdown Monaten erkundete ich alte und neue interessante Aussichtspunkte der Insel und fand dabei viele mir noch unbekannte Spazierwege. (Anne-Katrin)

Unsere schönsten Fotos in 2021

Der Eisvogel

Über mein schönstes Foto in 2021 wird der eine oder andere vielleicht müde lächeln. Für mich allerdings hat sich ein jahrelanger Wunsch gleich zum Anfang des Jahres erfüllt. Ich weiß gar nicht wie oft ich den Eisvogel schon fotografieren wollte, aber es sind Jahre.

Die kleinen farbenfrohen Vögel sind nicht so leicht einzufangen. Erstmal musst du wissen, wo du sie findest und beobachten kannst. Umso überraschter war es für mich als ich einen Eisvogel bei einem Spaziergang mitten in Berlin entdeckt habe. Ich konnte es erst gar nicht glauben, dass ich Eisvögel in meiner direkten Nachbarschaft beobachten kann. Blöd, dass ich an dem Tag nur mein Weitwinkel Objektiv dabei hatte und nicht das Zoom. So ging es direkt am nächsten Morgen noch einmal mit dem Zoomobjektiv zum gleichen Standort. Bei optimalen Wetterbedingungen konnte ich den „blauen Blitz“ im schönen Morgenlicht, aber bei eisigen Temperaturen fotografieren.

Tatsächlich war dieser Tag ebenfalls meine letzte Chance den Eisvogel an diesem Standort zu fotografieren. Auf Grund der Minus Temperaturen in den darauf folgenden Tagen hat das Eisvogel Weibchen den Winter leider nicht überlebt, wie so viele weitere Eisvögel Pärchen in Berlin. (Anja)

Weibliche Eisvögel erkennt man an dem roten Fleck am unteren Schnabel.

Weibliche Eisvögel erkennt man an dem roten Fleck am unteren Schnabel.

Wattenmeer Munkmarsch

Der eisige Winter mit seinen unendlichen Motiven hat mich dieses Jahr viele Male an die Wattseite von Sylt gelockt. So wie auch an diesem Tag, als der wenige Sonnenschein schnell unter einer tiefhängenden Wolkenfront verdeckt wurde. Der beißende Ostwind hat die wenigen Spaziergänger schnell zurück ins Warme getrieben. Fast allein genoss ich den Anblick des zugefrorenen Wattenmeeres am kleinen Hafen von Munkmarsch. Von der Hafenkante gelang mir diese Weitwinkelaufnahme mit den zusammengeschobenen Eisschollen aus Meerwasser und Blick in Richtung Keitum. (Anne-Katrin)

Eines meiner schönsten Fotos 2021 - zugeforenes Wattenmeer in Munkmarsch

Eines meiner schönsten Fotos 2021 – zugeforenes Wattenmeer in Munkmarsch

Zu den 6 Zusatzkategorien sind wir ebenfalls in unseren 2021er Fotoarchiven fündig geworden:

“aufgeblüht”

Kirschblüte mit Stieglitz

Im April ging es für mich wieder auf die Suche nach der schönsten Kirschblüte in Berlin. Es galt einige neue Standorte zu besuchen, die ich in den Jahren zuvor nicht geschafft habe. Die Kirschblüte bietet nur ein kurzes Zeitfenster, um diese fotografisch festzuhalten. Wenn dann das Wetter nicht so recht mitspielt, wird es eng für ein schönes Kirschblütenfoto.

Ich bin quasi im April 2021 in einen weiteren Kirschblütenrausch verfallen, denn es gibt so unglaublich viele Ecken in Berlin, wo du dieses kurze Naturspektakel beobachten kannst. Dieses Mal hatte ich sogar mehrmals Glück die Kirschblüte zusammen mit dem hübschen Stieglitz zu fotografieren. Das kleine bunte Vögelchen verschönert das Kirschblütenfoto auf ganz besondere Weise. (Anja)

Stieglitz in der Kirschblüte

Stieglitz in der Kirschblüte

Heideblüte am Watt von Braderup

Im August steht die Heide in voller Blüte. Eines meiner liebsten Plätze zu dieser Zeit ist das Naturschutzgebiet Braderuper Heide. Vor allem in den Morgenstunden ist es der perfekte Ort. Kaum zu glauben ist diese Stille, in einer Feriendestination mitten in der Hauptsaison. An diesem Morgen nahm ich das ca. 35 Jahre alte 70-210 mm mit. Der Autofokus ist sehr behäbig und auch mit der Schärfe wollte es nicht mehr so klappen. Ich ließ mich nicht beirren und fand viele Motive und Perspektiven und mein Wunsch nach einem modernen 70-200 mm flackerte wieder auf.
Das ich an diesem Morgen zu spät zur Arbeit kam versteht sich fast von selbst.

Heideblüte in der Braderuper Heide - fotografiert mit einem alten Nikkor 70-210 mm aus 1987

Heideblüte in der Braderuper Heide – fotografiert mit einem alten Nikkor 70-210 mm aus 1987

“eng”

Rhododendren-Blüte im Tiergarten

Etwas „eng“ kann es auf dem einen oder anderen Weg im Berliner Tiergarten werden. Nämlich dann, wenn die Rhododendren-Büsche in voller Blüte stehen und sich dementsprechend in alle Richtungen recken und strecken. Im Tiergarten gibt es den sogenannten Rhododendronhain in dem im Juni die Knospen der riesigen Büsche aufspringen und alles in ein zartes Rosa, ein kräftiges Lila oder leuchtendes Weiß tauchen. Viele der Büsche liegen direkt am Tiergartengewässer und viele Besucher lassen sich dort für einen Moment nieder um dem Farbenrausch zu genießen. (Anja)

Rhododendren-Blüte im Tiergarten

Rhododendren-Blüte im Tiergarten

Treppe in der Oodi Bibliothek in Helsinki

Nicht nur Architekturfans und Bücherfreunde werden die Oodi Bibliothek in Helsinki lieben. Hier zeigt sich das moderne Architektur nicht nur schön, sondern auch funktional sein kann. Die drei Ebenen können über die eng anmutene Treppe betreten werden. Im Erdgeschoss gibt es ein Café, in der zweiten Ebene werden Gamer leuchtene Augen bekommen und oben angekommen breitet sie ein Paradies vor meinen Augen aus. Offene und helle Bücherregale, die verschiedensten Sitz- und Studiermöglichkeiten. Und jedes Genre findet seinen Platz und harmoniert mit- und nebeneinander. So einen Ort braucht jede Stadt. Ich wollte am liebsten direkt Mitglied werden. Aber da war doch was. Ich wohne ja gar nicht in Helsinki. Also ging ich die wunderbar geschwungene Treppe wieder hinunter, mit dem Gedanken in meinem Kopf, wie es wäre so eine Bibliothek in meiner Heimatstadt zu haben. (Anne-Katrin)

Treppe in der Oodi Bibliothek in Helsinki

Treppe in der Oodi Bibliothek in Helsinki

“Einschlag”

Ente jagt Schwan

Es gibt so Momente in der Fotografie, die kommen kein zweites Mal. Du musst dafür nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dazu den Auslöser auf der Kamera drücken. So ist es mir in diesem Jahr ergangen. Kurz hatte ich überlegt, ob nicht dieses Bild mein schönstes Foto des Jahres ist. Aber es passt auch wunderbar in die Kategorie „Einschlag“.

Bei meinem Besuch des Volkspark Friedrichshain konnte ich am Teich beobachten wie der einzige Schwan weit und breit, die Jungenten immer wieder aufscheuchte. Er spielte sich wirklich auf, als wäre er der Größte, was natürlich im Größenverhältnis auch stimmt. Irgendwann wurde es einer Ente dann zu viel und sie machte Jagd auf den Schwan. Dieses Foto entstand kurz bevor dem „Einschlag“, bevor die Ente den Schwan gehörig mit dem Schnabel zwickte. (Anja)

Ente jagt Schwan

Ente jagt Schwan

Steilküste Insel Poel

Nicht weit entfernt von dem kleinen Ostseebad Timmendorf auf der Insel Poel lässt sich die Steilküste bei einem Spaziergang erkunden. Das Kliff ist teilweise sehr ausgehöhlt und wirkt wie nach einem Kanonenangriff von einem Piratenboot. Übersät mit Einschlägen. Einige waren groß genug, um reinzukrabbeln. Es waren natürlich keine Einschläge von Kanonen. Die Ostsee hat zusammen mit dem Wind die Einbuchtungen und Ausspülungen geschaffen. (Anne-Katrin)

Steilküste auf der Insel Poel

Steilküste auf der Insel Poel

“rot”

Der Specht mit dem roten Häubchen

Weiter oben habe ich es bereits erzählt, dass dieses Jahr ein „Specht-Jahr“ für mich war. So präsentierte sich unter anderem der Schwarzspecht vor meiner Kamera. Noch bevor ich ihn überhaupt gesehen habe, konnte ich ihn hören, allerdings ohne zu wissen, dass die Rufe zum Schwarzspecht gehören. Das Besondere am Schwarzspecht ist, dass er ein komplett schwarzes Federkleid hat, mit einer Ausnahme der roten Haube auf dem Kopf. Was hat sich die Natur dabei nur wieder gedacht? (Anja)

Der Schwarzspecht hat eine markante rote Haube auf dem Kopf.

Der Schwarzspecht hat eine markante rote Haube auf dem Kopf.

Mit dem roten E-Boot durch Friedrichstadt

Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft und ich besuchte die kleine Holländerstadt Friedrichstadt. Ich hatte schon so viel von dem kleinen Ort gehört und wollte mich nun selbst überzeugen, wie es ist aus dem Regionalexpress zu steigen, über die blaue „Zauberbrücke“ zu gehen und mitten in Klein Amsterdam aufzuwachen. Es stimmt und funktioniert. Holland mitten in Nordfriesland.
Am besten schaut man sich Friedrichstadt vom Wasser aus an. Ich bin an diesem Sonntag Freizeitkapitän auf einem roten E-Boot und gleite lautlos durch die Grachten. Für die Fahrt mit dem roten E-Boot benötigt man keine größeren nautischen Kenntnisse. Nach einer kurzen Einweisung geht es los und es ist Entspannung pur. (Anne-Katrin)

Mit dem roten E-Boot lässt sich Friedrichstadt in Nordfriesland auf eigne Faust erkunden

Mit dem roten E-Boot lässt sich Friedrichstadt in Nordfriesland auf eigne Faust erkunden

“minimalistisch”

Schneeflöckchen, Weißröcken …

Auch wenn Schnee alles wie weißer Puderzucker bedeckt, bei genauerer Betrachtung einer Schneeflocke siehst du, dass die Eiskristalle nicht weiß sondern durchsichtig sind. Erst du die Schichtung der vielen Eiskristalle erscheint die Schneeflocke in der weißen Farbe.

Endlich konnte ich die hübschen Eiskristalle in diesem Jahr einmal mit dem Makroobjektiv einfangen. Wie es funktioniert, erzähle ich dir im Beitrag „Schneeflocken fotografieren„. (Anja)

Schneekristall in der Nahansicht

Schneekristall in der Nahansicht

Kreuz auf der Felsenkirche von Helsinki

Die Felsenkirche von Helsinki zählt mit zu den Top Sehenswürdigkeiten in der finnischen Hauptstadt. Von Fotos und aus TV Dokus kenne ich nur den beeindruckenden Innenraum. Auf dem begehbaren Felsendach steht über dem Eingang ein einfaches kleines Kreuz – ohne Prunk und sonstigen aufwendigen Arbeiten. (Anne-Katrin)

“Natur pur”

Puuuh, bei dieser Kategorie ist mir die Wahl wirklich nicht einfach gefallen. Fast alle meine Fotos, die ich in diesem Jahr gemacht habe, sind ausschließlich „Natur pur“. Entschieden habe ich mich für ein Foto, welches ich bei meinem Spaziergang im Spreewald aufgenommen habe.

An diesem Foto gefällt mir besonders die Spiegelung der hochgewachsenen Bäume im Wasser. Die war übrigens nur möglich, weil zu dieser Zeit noch keine Boote, Kanus oder sonstiges auf dem Wasserarm unterwegs war. Es war ruhig, man hörte nur die Vögel zwitschern, die Frösche quaken, in der Nähe machte der Fuchs seine Runde. Wirklich Natur pur! (Anja)

Spiegelung im Spreewald

Spiegelung im Spreewald

Werbellinsee

Natur pur habe ich dieses Jahr bei meinem Osterspaziergang am Werbellinsee im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin erfahren. Für brandeburgische Verhältnisse blies der Wind ordentlich über den Werbellinsee. Er war so stark, dass sich kleine Wellen bildeten und an die Ufer aufliefen. Die Buchen waren noch kahl aber die Sonne zeigte ihre ersten warmen Strahlen. (Anne-Katrin)

Werbellinsee im Frühling

Werbellinsee im Frühling

Unsere vergangenen Teilnahmen bei der Fotoparade

Mit 2021 präsentieren wir seit fünf Jahren unsere schönsten Fotos im fotografischen Jahresrückblick. Wer wissen möchte, mit welchen Kategorien und Fotos wir in den letzten 4 Jahren dabei waren, findet hier unsere Übersicht:

Weitere Teilnehmer der Fotoparade

Die Fotoparade hat über die Jahre eine große und treue Anhängerschaft gewonnen. Eine Auswahl an weiteren Teilnehmern mit tollen Aufnahmen haben wir hier zusammengestellt:

Zuletzt geändert am 27. Dezember 2021

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Über die Autorin / Autoren

Anne-Katrin

Als gebürtige Brandenburgerin arbeite ich dort, wo andere in Norddeutschland ihren Urlaub verbringen. Meinen Urlaub verbringe ich am liebsten als leidenschaftliche Wildlife Fotografin - zwischen A wie Afrika bis Z wie Zingst!

Anja

Bereits seit 20 Jahren ist Berlin meine Wahlheimat und ich liebe die abwechslungsreichen Facetten der Stadt. Regelmäßig zieht es mich zusammen mit meiner Kamera aber auch in die nahe Umgebung oder in die Ferne!