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Daniela – Eine Weltenbummlerin wie ich

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Die Geschichte von einer Globetrotterin, die zwei Jahre lang die Welt bereist, sich verliebt und einen Neubeginn in einem fremden Land wagt.

Manchmal lernt man Menschen an ganz ungewöhnlichen Orten. Daniela z. B. habe ich bei einem Wochenendkurs an der Volkshochschule kennengelernt. Sie setzte sich neben mich. Bereits in der Vorstellungsrunde merke ich, dass ein Zwilling neben mir sitzt. Nicht nur, dass wir die gleiche Ausbildung absolviert haben, auch reist sie genauso gerne wie ich.
Als wir Kurs bedingt ein Porträt über eine andere Person schreiben sollen, tun wir zwei uns zusammen und verbringen einen halben Nachmittag auf einer Bank im Park.

Unabhängig die Welt zu bereisen, nicht den Zeitdruck zu verspüren, bald wieder nach Hause zu müssen, weil die Urlaubstage vorbei sind – viele hegen diesen Wunsch, aber nur wenige setzen ihn auch in die Realität um.

Erste Erfahrungen im Ausland

Daniela hat sich diesen Wunsch erfüllt. Zum Ende ihrer Ausbildung erhielt sie ein gut dotiertes Stipendium. Recht schnell fasste sie den Entschluss, dieses zu nutzen, um ihre Sprachkenntnisse in Englisch zu verbessern. Aber das sollte nicht, wie man vielleicht annehmen würde, in England oder gar Amerika sein. Nein, es verschlug sie an das andere Ende der Welt – nach Neuseeland, wo sie vier Monate Land und Leute kennen und natürlich auch die Sprache lernte. Bei Neuseeland sollte es nicht bleiben. Um weiterhin Englisch zu lernen und zu praktizieren zog es sie bald darauf für drei Monate nach Südafrika.

Vorbereitung für die Weltreise

Das Leben über einen längeren Zeitraum in diesen zwei Ländern veränderte etwas in ihr. Noch in Südafrika fasste sie den Entschluss, nur mit einem Rucksack als Gepäck eine Weltreise zu machen – alleine. „Eigentlich war ich nur in ganz seltenen Momenten während dieser Reise alleine“, resümiert sie, „weil du überall, immer Menschen kennenlernst.“
Für ihr Vorhaben sparte sie eisern, gönnte sich kaum mehr etwas, verkaufte ihr Hab und Gut auf Flohmärkten und zog von ihrer Wohnung in eine WG. Nur wenige Kisten mit persönlichen Dingen behielt sie, die ihre Eltern für sie aufbewahrten.

Ihre „Testreise“, wie sie es selbst nennt, ging nach Indonesien und später dann auch nach Thailand. Auch wenn diese Reise von einem traumatischen Ereignis überschattet wurde, hielt sie an ihrem Traum fest. An einem 28.8., auf den Tag genau, kündigte sie (die Kündigung hatte sie natürlich schon vorher eingereicht!!! Es gibt ja eine Kündigungsfrist ;-)). „Das war mir wichtig, genau an diesem Tag zu kündigen“, erklärt sie. Es war wichtig für ihren Neuanfang.

Ein Weggefährte fürs Leben

Mit dem Zug geht es als erstes von Berlin über Moskau mit der Transsibirischen Eisenbahn in die Mongolei. Es folgte ein langer Aufenthalt in China. Hier lernt sie auch ihren späteren Mann Daisuke, einen Japaner, kennen. Beide reisen von dort an auch viel gemeinsam. Nach vier Wochen im wunderschönen Myanmar, wo Daniela alleine unterwegs ist, treffen sich die beiden in Indien wieder. Weit ab von den touristischen Sehenswürdigkeiten lernen sie vor allem die Menschen in dem Land kennen. „Eigentlich wollten wir uns beide am Taj Mahal wieder treffen, aber dort bin ich bis heute nicht gewesen“, erzählt sie rückblickend mit einem Lächeln. Generell sind ihr die Sehenswürdigkeiten der von ihr bereisten Länder eher zweitrangig. Vor allem die Menschen und ihre Lebensweisen interessieren sie.

Neubeginn in Japan

Nach vielen Aufenthalten in Thailand, zieht sie schließlich mit ihrem zukünftigen Mann nach Japan, wo beide völlig unromantisch zwei Jahre später auf dem „Standesamt“ heiraten. „Anfangs war es ein echter Kulturschock für mich. Die Stimme meines Mannes, die mir vorher so vertraut war, klang für mich auf Japanisch völlig fremd. Es war, als würde ich ihn neu kennen lernen“, erzählt sie rückblickend. Daniela lernt die Landessprache, saugt alle landestypischen Traditionen auf wie ein Schwamm und lehrt wiederum Deutsch und Englisch.

Zurück in Deutschland

Nach sechs Jahren kehren beide – vorläufig – Japan den Rücken und ziehen nach Berlin. Warum Berlin? „Weil es der günstigste Ort in Deutschland für einen Neuanfang ist“, meint Daniela. Momentan bleibt wenig Zeit für das Reisen. Dennoch hat sie noch weitere Ziele im Kopf. „Ich würde gerne einmal mit dem Zug in den Iran reisen“, erklärt sie mit leuchtenden Augen. Träume sind schließlich dafür da, um sich diese zu erfüllen.

Tipp: Über ihr Leben in Japan und ihre Erfahrungen dort, erzählt Daniela nun auf ihrem Blog Nipponinsider.de, den ich euch ans Herz legen möchte.

2 Comments

  • Daniela sagt:

    Liebe Anja,

    ein irres Gefühl, „meine Geschichte“ hier bei dir im Blog zu lesen. Vielen Dank für die lieben Worte. Nicht jeden Tag erhält man eine Email mit dem Titel: [Neuer Beitrag] Daniela – Eine Weltenbummlerin wie ich

    Wir haben ja wirklich einiges gemeinsam. 😉
    Eine Weltreise lege ich dir wirklich ans Herz. Warte nicht zu lange, denn leider gibt es nie den passenden Zeitpunkt!!!

    Ganz liebe Grüße, deine Daniela

    P. S. Tut mir Leid, dass ich kein besseres Foto für dich hatte. An deine tollen Fotos komme ich einfach nicht ran.

Wir freuen uns auf einen Kommentar von dir!

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