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Barcelona erleben in 8 Tagen – Tag 3

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 Am dritten Tag in Barcelona habe ich mit meiner Höhenangst zu kämpfen und erfahre vom „Kleiner Scheißer“. Warum und was das ist? Erfahre es hier!

Die Nächte sind kurz, die Tage sind lang, diesen Eindruck habe ich bisher von Barcelona auch gewinnen können. Nach dem Frühstück machen wir uns per Rad auf den Weg zur Sagrada Familia, um uns diese von innen anzuschauen. Die Tickets haben wir – wie uns empfohlen wurde – online gekauft. Und tatsächlich sparen wir uns die lange Warteschlange und können durch einen Eingang für Online Tickets direkt reingehen. Leider waren wir nicht schlau genug und haben vergessen ein extra Ticket für den Fahrstuhl zu kaufen. Mit diesem ist es möglich in einem der Seitentürme nach oben zu fahren. Zurück an unserem Eingang haben wir Glück und können die Tickets schnell für 3 EUR pro Person nach kaufen. Allerdings müssen wir ca. eine Stunde in der Sagrada Familia darauf warten bis wir nach oben fahren können. Wir schauen uns in der Zwischenzeit eingehend die Kirche von innen und außen an.

Die Sagrada Familia in Barcelona

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Sagrada Familia in Barcelona

Die Sagrada Familia in Barcelona

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Die Sagrada Familia in Barcelona

Sagrada Familia: Vorsicht „Höhenangst“

Als wir dann endlich die ca. 45 m nach oben transportiert werden, gibt der Fahrstuhlfahrer uns zu verstehen, dass wir oben über eine Brücke laufen müssen, um dann über die Treppe im anderen Turm wieder nach unten zu gelangen. Falls wir das nicht können, dürfen wir aber auch gerne mit dem Fahrstuhl wieder nach unten fahren. Diese Aussage bereitet mir ein wenig Kopfweh. Wie meint der Mann das nur? Noch bevor ich viel darüber nachdenken kann, sind wir angekommen.

Alle drängen nach draußen und da sehe ich sie – die kleine Brücke, die die Türme verbindet und welche man überqueren muss. Oh je, ich habe doch Höhenangst! Worauf habe ich mich hier nur eingelassen. In der Ecke sehe ich einen Jungen sitzen. Ich sehe ihm an, dass er mit den gleichen Gefühlen kämpfen muss wie ich. Okay zugegeben, die Brücke ist nicht so tief gebaut, dass man so ohne weiteres darüber hinunter fallen kann, aber dennoch ziehe ich es in Betracht, dass mir das durchaus passieren könnte. Der Junge ist inzwischen mit gebeugtem Oberkörper blitzschnell über die Brücke gerannt. Ich hadere noch mit mir, taste mich aber langsam vor.

Blick von der Sagrada Familia in Barcelona

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Blick von der Sagrada Familia in Barcelona

Regi hat es sich schon quasi auf der Brücke gemütlich gemacht und genießt die wundervolle Aussicht, die man von hier oben auf Barcelona hat. Sie lehnt sich über die Brüstung und schaut in die Tiefe. Mir wird schon vom Hinsehen schummrig. Langsam tapse ich über die Brücke, klammere mich gnadenlos am Geländer fest, kann aber dennoch die herrliche Aussicht genießen. Noch ein Foto hier und da und ich habe den anderen Turm erreicht. Dort führt uns eine lange Wendeltreppe wieder nach unten. Man kann in ihr von ganz oben nach ganz unten schauen. Regi amüsiert sich über meine Höhenangst, aber wie ich später lerne, ist sie auch nicht ganz angst-frei.

Versteckte Tempel und eine merkwürdige katalanische Tradition

Nach einem kleinen Snack, machen wir uns auf zur am Tag zuvor verpassten Gotik Tour. Dieses Mal sind wir pünktlich und kommen auf dieser Tour an vielen Kirchen vorbei. Allein um alle Kirchen in Barcelona zu besichtigen, benötigt man bestimmt eine Woche. Toll finde ich vor allem den verstecken Augustus-Tempel. Einige Säulen sind noch erhalten geblieben. Um sie herum wurden einfach Wohnhäuser gebaut – verrückt aber war.

Der Augustus-Tempel in Barcelona

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der Augustus-Tempel in Barcelona

Eine besondere katalanische weihnachtliche Tradition, die ich einfach nur merkwürdig finde, wird uns von unserem Tourguide erklärt. Dabei handelt es sich um eine kleine Figur mit heruntergelassener Hose – dem Caganer – (dt. „Kleiner Scheißer“) die versteckt neben oder hinter die weihnachtliche Grippe gestellt wird. Mittlerweile ist es möglich diese Figur mit vielen prominenten Gesichtern zu erwerben. Ursprünglich stellt die Figur aber das allgemeine Landvolk dar. Es heißt, dass die Hinterlassenschaften die Erde düngt und somit das nächste Jahr ertragreicher ist, weshalb es eine Pflichtfigur seit dem 18. Jahrhundert ist. Ein Fehlen der Figur soll Unglück bringen!

Der traditionelle Caganer

© Anja Müller – GoOnTravel.de: Der traditionelle „Caganer“

(Zu Weihnachten bekam ich von Regi mein eigenes Exemplar geschenkt, welches bei mir allerdings das ganze Jahr über auf dem Regal über meinem Schreibtisch thront.)

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